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Reiseführer Frankreich

Frankreich, Frankreich

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Frankreich 2020

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Einleitung


Flagge
Frankreich
Kurzdaten
Hauptstadt: Paris
Staatsform: semipräsidiale Republik
Währung: Euro
Fläche: 543.965 km² ohne Überseegebiete
Bevölkerung: 64,67 Mio
Sprachen: Französisch zu fast 100 %, regionale Dialekte und Sprachen
Religionen: Römisch-Katholisch 83 % bis 88 %, Protestantisch 2 %, Jüdisch 1 %, Muslimisch 5 % bis 10 %,
Stromnetz: 230 V/ 50 Hz, Europäischer Stecker
Telefonvorwahl: 33
Internet TLD: .fr
Zeitzone: ME(S)Z

Frankreich ist das flächenmäßig größte Land in Westeuropa. Es grenzt im Nordosten an Belgien und Luxemburg, im Osten an Deutschland und die Schweiz, im Südosten an Italien und im Südwesten an Spanien. In den Pyrenäen befindet sich zwischen Frankreich und Spanien der Zwergstaat Andorra. Im Süden wird das Land vom Mittelmeer begrenzt. An der Mittelmeerküste Côte d\'Azur umschließt es außerdem den Zwergstaat Monaco. Im Westen hat Frankreich eine lange Küstenlinie zum Atlantik, während im Norden der Ärmelkanal Großbritannien vom Festland abtrennt. Mit seinen unzähligen Attraktionen ist es eines der beliebtesten Reiseziele auf dem europäischen Kontinent. Bekanntheit genießt die Gastronomie des Landes (hauptsächlich Weine und Käse), aber auch die Geschichte, Kultur und Mode.

Ohne Berücksichtigung des Binnentourismus hat Frankreich weltweit die meisten touristischen Übernachtungen, noch vor Italien. Paris ist das beliebteste Städteziel. Französische Begriffe wie Hotel, Tour(ist), Route, Bagage oder Etappe haben die globale Reisewelt bereichert.

Regionen


Insgesamt ist damit Frankreich in 22 Regionen aufgeteilt, vergleichbar mit den deutschen Bundesländern, und diese in 96 Départements.

Die Republik Frankreich umfasst auch fünf Überseedépartements:

Es existieren außerdem die folgenden Überseegebiete:

Städte


Karte von Frankreich

Weitere Ziele


  • Disneyland Paris - der wohl größte Themenpark Europas mit eigenen Hotels und TGV-Bahnhof.

Fernwanderwege

In Frankreich gibt es eine umfangreiches Netz von Fernwanderwegen, den sogenannten Grande Randonnées zu denen umfangreiches Kartenmaterial existiert. Sie sind einheitlich weiß-rot markiert.

Nationalparks

Hintergrund


Geschichte

Frankreich als Staat wurzelt in der Teilung des Frankenreiches nach dem Tod Karl des Großen in das Westfränkische und Ostfränkische Reich sowie Lotharingen im Jahr 845 (sogenannte Verträge von Verdun). Letzteres wurde 855 in der Prümer Teilung weiter aufgeteilt. Aus dieser Teilung ging der Nordteil Italiens, die Provence und Lothringen hervor. Lothringen wurde 870 mit dem Vertrag von Meerssen zwischen dem Westfränkischen und dem Ostfränkischen Reich aufgeteilt. Auf diese, später im Vertrag von Ribemont 880 abgeschlossene, Teilung gehen die Streitigkeiten um Elsass und Lothringen zwischen Frankreich und Deutschland zurück.

Reisemotive

Frankreich eignet sich auch als Transitland für Reisen zu den Britischen Inseln. Hinweise dazu findet man auf den Seiten der Regionen Picardie, Haute-Normandie und Basse-Normandie.

Einreisebestimmungen


Anreise


Flugzeug

Einige innerfranzösische Ziele sind meist nur mit einem Zwischenstopp in Paris oder Lyon bzw. Marseille zu erreichen. Grundsätzlich empfiehlt es sich unter anderem wegen kürzerer Wege und einfacherer Orientierung nicht in Paris umzusteigen. Häufig muss zudem eine Bahnfahrt zwischen den Flughäfen Roissy/ Charles de Gaulle und Orly in Kauf genommen werden. Sofern also keine allzu großen Preisunterschiede oder sonstige Nachteile vorhanden sind, ist ein Umsteigen in Lyon bzw. Marseille zu bevorzugen.

Deutschland: Ab Deutschland gibt es mittlerweile auch von vielen Regionalflughäfen tägliche Verbindungen nach Paris (zumeist Roissy/ Charles de Gaulle). Städte wie Lyon, Marseille, Nizza, Bordeaux und Toulouse sind ab den großen deutschen Flughäfen ebenfalls ohne Umsteigen erreichbar.

Schweiz: Ab Zürich sind Paris, Toulouse, Bordeaux, Nizza und Lyon direkt erreichbar. Ab Genf bzw. Basel ist Paris ebenfalls mehrmals täglich erreichbar, einige andere Städte werden ebenfalls bedient.

Österreich: Ab Wien gibt es täglich mehrere Flüge nach Paris (Charles de Gaulle) sowie Verbindungen nach Lyon und SNCF. Für andere Ziele muss zumeist ein Zwischenstopp in München oder Paris bzw. Lyon eingelegt werden. Günstige Flüge gibt es auch ab Bratislava. Der Flughafen kann mit einem Bus ab dem Flughafen Wien erreicht werden und bei Buchung des Fluges gleich mitbestellt werden.

Bahn

Das französische Eisenbahnnetz ist deutlich weitmaschiger als in Deutschland. Auch beschränken sich attraktive Fahrtverbindungen mit einer Vielzahl von Abfahrten im wesentlichen auf die Hochgeschwindigkeitsstrecken. Das herkömmliche Streckennetz wird deutlich seltener befahren, es gibt Strecken, die nur von einem oder zwei Zugpaaren am Tag bedient werden. Oftmals verkehren dann parallel Busse, die mit Bahnfahrkarten genutzt werden können. Taktfahrpläne (mit stündlichen oder zweistündlichen Abfahrten) sind bis auf wenige Ausnahmen unbekannt. Generell ist zu vermerken, dass das Zugangebot weitgehend nachfrageorientiert ist. Das bedeutet, dass beispielsweise freitags deutlich mehr Züge (für die Wochenendpendler) verkehren als unter der Woche. Es besteht Reservierungspflicht für die Hochgeschwindigkeitszüge (TGV, ICE, Thalys, Eurostar), bei normalen Fernzügen gibt es eine modernisierte Version Téoz, die ebenfalls reserviert werden muss. Corail-Téoz-Züge fahren vor allem auf den Verbindungen Paris-Clermont-Ferrand und Bordeaux-Toulouse-Montpellier-Marseille. Nahverkehrszüge sind immer ohne Reservierung zugänglich, sie verkehren teilweise mit Haltestellenabständen und Gesamtentfernungen, die in Deutschland bereits dem Fernverkehr zugesprochen werden.

Paris: Es ist möglich, Paris zu umgehen und so zu vermeiden, dass in der französischen Hauptstadt der Bahnhof gewechselt werden muss. Dies ist erwähnenswert, weil die Fahrtzeiten innerhalb von Paris nicht verbindlich angegeben werden können und auch kein Fahrradtransport angeboten wird. Die großen Pariser Bahnhöfe sind alle an das Metronetz und z. T. an das RER-Netz (vergleichbar S-Bahn) angebunden. Sofern die Bahnhöfe nicht fußläufig nebeneinander liegen (wie z. B. Nord- und Ostbahnhof), sollte man eine knappe Stunde Umsteigezeit einplanen, auch wenn es im Einzelfall schneller gehen kann. Die elektronischen Fahrplanauskünfte der SNCF oder der DB berücksichtigen diese Umsteigezeiten.

Radfahrer können auch erwägen, streckenweise mit dem eigenen Fahrzeug zu fahren, um Paris zu umgehen. Wahrscheinlich benötigt man bei Fahrradmitnahme und einem Ziel "jenseits" von Paris je zwei Fahrttage für An- und Rückreise.

Deutschland: Die staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF setzt zusammen mit der Belgischen Staatsbahn und der Deutschen Bahn zwischen Köln und Fahrplanauskunft der SNCF den Hochgeschwindigkeitszug Thalys ein. Die Fahrzeit liegt bei etwa 3 Stunden 50 Minuten.
Seit Juni 2007 ist der TGV-POS in Betrieb, darauf werden nun direkte Verbindungen zwischen Paris–Straßburg–Karlsruhe–Stuttgart (TGV) und Paris–Saarbrücken–Mannheim–Frankfurt (ICE) angeboten.
Seit März 2012 fährt auch einmal täglich ein TGV zwischen Frankfurt und Marseille, mit Halt u.a. in Mannheim, Karlsruhe, Straßburg und Lyon. Von Hamburg und Berlin aus fahren Nachtzüge mit Liege- und Schlafwagen zum Pariser Nordbahnhof.

Österreich: Ab Wien Westbahnhof ist Paris direkt mit einem EC-Zug erreichbar. Dieser fährt zweimal täglich jeweils morgens und abends. Die Fahrtzeit beträgt rund 10 1/2 Stunden.

Schweiz: Direkte TGVs nach Paris von Zürich-Basel, Bern-Neuenburg, Lausanne-Vallorbe und Genf. Ab Genf auch einige direkte Züge nach Südfrankreich.

Bus

Auto

Die Anreise mit dem Auto ist seit der Aufhebung der Grenzkontrollen (außer von der Schweiz und Andorra) einfach. Die für den deutschsprachigen Raum relevanten (meist mautpflichtigen) Autobahnen sind:

Die Mautgebühren in Frankreich sind kilometerbezogen. Auf bestimmten Teilstrecken ist es nötig ein Ticket zu entnehmen, auf anderen muss ein Pauschalbetrag verrichtet werden (z.B. auf zahlreichen Abschnitten der A4/ Autoroute de l\'Est von Saarbrücken nach Paris). Gezahlt werden kann mit Bargeld sowie mit Kreditkarte, wobei letzteres oftmals lange Wartezeiten an den Mautstationen verringern kann. Noch schneller funktioniert das Télépéage-System mit einem RFID-Sender an der Windschutzscheibe, der bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h ausgelesen werden kann, so dass die Mautstellen ganz ohne anzuhalten passiert werden können. Die Abrechnung erfolgt am Monatsende per Kreditkarte. Der Sender ist vor Ort bei den grenznahen Mautstellen der SANEF (Autobahngesellschaft von Nord- und Ostfrankreich) wie z.B. Saint-Avold (zwischen Saarbrücken und BIP&GO) erhältlich oder auch online bei BIP&GO bestellbar.

Eine Ausnahme bildet das Autobahnnetz der Bretagne, das komplett geführenfrei ist. Auch die Ringautobahnen um größere Städte sind in der Regel kostenlos zu befahren.

Für Reisende aus Mittel- und Norddeutschland, die Frankreich nur als Durchfahrtsland nach Spanien benötigen, empfiehlt sich die Fahrt über Luxemburg (niedrige Benzinpreise). Von dort über die A 31 bis Beaune, die A 6/ A 7 bis Orange, anschließend die A 9 bis zur spanischen Grenze. Der Verzicht auf die mautpflichtigen Autobahnen ist möglich, sollte aber aufgrund langer Fahrzeiten gut überlegt werden. Wer sich zu solch einem Schritt entscheidet, sollte in Nancy die Autobahn verlassen und die vierspurige N 57 über Épinal bis Remiremont nehmen, anschließend in Richtung Vesoul/ Besançon fahren und danach die N 83 in Richtung Lons-le-Saunier/ Lyon nehmen.

Wer nach West- oder Zentralfrankreich fahren möchte, kann von Luxemburg mautfrei bis Toul (nahe Nancy) und von dort aus weiter über die RN4 nach Westen (Richtung Paris, Bar-le-Duc, Troyes) fahren.

Weitere gut ausgebaute Nationalstraßen und Autobahnen sind auch Teile der Autobahn von Angoulême nach Bordeaux und weiter über die N10 zwischen Bordeaux und www.af3v.org (nahe der spanischen Grenze).

  • Alkoholtest: Ab 1. Juli 2012 müssen alle Fahrer eines Kraftfahrzeugs einen Alkoholtester mit sich führen. Dies gilt auch für Touristen. Zugelassen sind sowohl elektronische Messgeräte als auch 2 (zwei!) unbenutzte Messröhrchen mit gültigem Haltbarkeitsdatum. Die billigsten Messröhrchen erhält man in Apotheken oder Tankstellen zm Preis von etwa 1,50 €. Wer ohne Alkohol-Tester erwischt wird, riskiert ein Bußgeld von 11 €. Der Gesetzestext ist hier zu finden.
  • Auch das Mitführen von Warnwesten ist für Autofahrer und Insassen in Frankreich gesetzliche Pflicht.

Schiff

Mobilität


Fahrrad

Eine landesweite Übersicht über sogenannte "Grüne Wege" ist auf der offiziellen Seite www.af3v.org zu finden (in Französisch; teilweise auch Texte in Englisch). Die Radrouten verlaufen meist auf ehemaligen Bahntrassen oder auch entlang von Kanälen. Ein dichtes Radfernwegenetz, wie dies z. B. in Deutschland existiert, gibt es in Frankreich bisher nicht. Es ist aber ein nationales Radnetz in Planung. Auch in den meisten Städten sind nur wenige Radwege vorhanden.

Bus und Straßenbahn

Was für den Eisenbahnverkehr gilt, überträgt sich auch auf den Stadtverkehr. Man darf in vielen Städten kein Nahverkehrsangebot wie in Deutschland erwarten, gerade abends und am Wochenende ist das Streckennetz oftmals sehr ausgedünnt und ohne erkennbare Takte. Seit Mitte der 1980er Jahre haben viele größere Städte (z. Zt. knapp 20) wieder eine Straßenbahn eingeführt, diese verkehrt dann oftmals mit einem dichten Takt z. T. mit Abständen von weniger als fünf Minuten. Im Zuge der Bauarbeiten wurden die Innenstädte oftmals rigoros vom Autoverkehr befreit, um die Lebensqualität deutlich zu steigern. Dafür sind an den Stadträndern großzügige, teilweise bewachte Parkplätze entstanden, von denen die Straßenbahn ins Zentrum verkehrt. Nahverkehrsfahrkarten sind deutlich günstiger als in Deutschland (Einzelfahrten kosten in der Regel zwischen 1 € und 1,50 €), von den oben genannten Parkplätzen werden in fast allen Fällen Kombitickets (Parken, eine Hin- und Rückfahrt für alle Autoinsassen) zu ähnlich niedrigen Preisen angeboten.

Sprache


Die Hauptsprache in Frankreich ist Französisch.

Daneben gibt es aber auch zahlreiche regionale Sprachen und Dialekte, deren Erhalt seit Beginn der Dezentralisierung gefördert wird. Am bekanntesten ist den Deutschen natürlich das Elsässische, daneben gibt es Bretonisch in der Bretagne, Okzitanisch, die Sprache der Troubadoure, im Südwesten und, ähnlich, das Provenzalische in der Provence und Côte d\'Azur, sowie Korsisch auf Korsika und Baskisch im Baskenland.

Es gibt viele Vorurteile zum Thema Franzosen und Fremdsprachen. Generell kann in Frankreich die erste Fremdsprache gewählt werden. Die Schüler haben die Auswahl zwischen Englisch, Deutsch und Gîtes de France/ chambre d\'hôte. Also kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Franzose Englisch oder Spanisch spricht, manche sprechen eben Deutsch. Obgleich die Zahl jener Schüler, die Deutsch zu ihrer lebenden Fremdsprache wählen, in den letzten Jahren gesunken ist.

Die Franzosen haben ein anderes Verhältnis zur Sprache als Deutsche, Österreicher oder Schweizer. Die Académie Française wacht aufmerksam darüber, dass Sprachpeinlichkeiten wie etwa das deutsche "Handy" gar nicht vorkommen. In Frankreich gibt es einmal pro Jahr das "Große Diktat". Millionen von Fernsehzuschauern versammeln sich an einem Samstag vor dem Fernseher und schreiben mit. Danach gibt es tagelang Diskussionen über grammatikalische Regeln und deren Auslegung. Ein Franzose hat in der Regel vor jeder Sprache Achtung und er spricht eher nicht, als dass er falsch spricht.

Aus historischen Gründen und der republikanischen Tradition des Landes sind die Franzosen stolz auf ihre Sprache, die für sie einen wesentlichen Teil der Nationalkultur ausmacht. Frankreich-Touristen sollten sich zumindest einen Grundwortschatz aneignen. Wenn man sich zumindest bemüht, mit den Franzosen in ihrer Sprache zu sprechen, öffnen sie sich viel eher und schneller, zudem wird man von ihnen besser akzeptiert.

Klarkommen


Feiertage

Termin Name Bedeutung
1. Januar Neujahrstag
1. April 2013 Lundi de Pâques Ostermontag
1. Mai Fête du Travail Tag der Arbeit
9. Mai 2013 Ascension Christi Himmelfahrt, 40 Tage nach Ostern
8. Mai Tag des Sieges (1945)
14. Juli Nationalfeiertag (Sturm auf die Bastille 1789)
15. August Assomption Maria Himmelfahrt
1. November Toussaint Allerheiligen
11. November Waffenstillstand (1918)
25. Dezember Weihnachtstag

Am 25. Dezember und am 1. Januar ist normalerweise alles, auch Museen, geschlossen. Am 1. Mai verkehren in vielen Städten keine Busse und Straßenbahnen oder nur mit einem rudimentären Angebot.

Ausgehen & Nachtleben

Unterkunft

Seit 2009 läuft die Umstellung vom 20 Jahre alten System mit bisher fünf Stufen auf ein neues Hotelklassifizierungssystem: die jetzt sechs Kategorien reichen von unklassifiziert bis zum Luxushotel mit fünf Hotelsternen und lehnt sich an das System der Mehrheit in den übrigen Ländern Europas an.

Die Vergabe der Hotelsterne ist offiziell geregelt und orientiert sich an Qualitäts- und Leistungsmerkmale wie der Infrastruktur im Hotel, der Größe und Ausstattung der Zimmer und auch am angebotenen Service, die Verleihung erfolgt nach einer ausführlichen Prüfung durch das französische Tourismus-Ministerium.

In Frankreich werden die besonders luxuriösen Hotels mit dem inoffiziellen Titel „Palais“ (Hotelpaläste) bezeichnet.

Hotels

  • Für Durchreisende
Für alle jene, die einen weiten Weg mit dem Auto durch Frankreich oder zu ihrem Reiseziel in Frankreich vor sich haben, ist es ratsam die Pausen, bzw. Nächtigungen schon vor Fahrtantritt festzulegen und die Hotels zu reservieren. Oft gibt es direkt an den Autobahnen oder nur in kurzer Distanz sehr günstige Zwei-Sterne-Hotels, die in etwa mit US-amerikanischen Motels vergleichbar sind. Die bekanntesten sind Formule 1 und Etap. Bahnreisende sollten sich vorab auf Stadtplänen orientieren, wo das Hotel liegt, da in den meisten Städten (solche mit Straßenbahnen ausgenommen) abends nur ein rudimentäres Busangebot existiert. Die genannten Etap-Hotels liegen meist außerhalb der Städte, einige sind jedoch auch in zentraler Lage und in Nähe des Bahnhofs zu finden. Da diese Hotels jedoch oft ausgebucht sind, ist eine rechtzeitige Reservierung bzw. frühzeitiges (ca. 17:00 Uhr) Einchecken dringend anzuraten.

Herbergen

  • Logis de France - können auch in der Rubrik Hotels oder extravagante Hotels vorkommen. Meist liebevoll vom Besitzer, ausgestattete Übernachtungsmöglichkeiten - darunter sind auch schloßähnliche Herbergen zu finden.
  • Gîtes de France/ chambre d\'hôte - lapidar übersetzt ist es unter Umständen vergleichbar mit den Herbergen des Alpenvereins - will meinen, es kann vorkommen, dass sich lediglich Matratzenlager vorfinden.

Camping

Da die Franzosen gerne und viel Campen, gibt es in ganz Frankreich reichlich Campingplätze. In touristisch stark erschlossenen Gebieten gibt es derer oft mehrere pro Stadt. Die Campingplätze sind im Allgemeinen gut ausgeschildert, so dass man jederzeit einen Platz findet. Die meisten Plätze sind nur von Juni bis September geöffnet. Will man in der Hauptsaison mehrere Tage bis Wochen auf einem Platz bleiben, empfiehlt es sich vorher zu reservieren. Die Plätze sind in Kategorien eingeteilt (einer bis fünf Sterne). Sehr einfache private Plätze haben manchmal nur einen Stern (selten). Die meisten Plätze haben zwei bis vier Sterne. Plätze mit vier Sternen haben eine sehr gute Ausstattung - meist mit eigenem Supermarkt, Bar, Restaurant, Schwimmbad, Kinderbetreuung und dergleichen. Der Preis für Campingplätze mit zwei bis vier Sternen liegt normalerweise zwischen 8 und 16 Euro (= EUR = €) (2 Erwachsene, 1 Auto, 1 Zelt, 1 Nacht). An den Küsten sind die Preise etwas höher (ca. 20 - 30 EUR). Im Juli und August gelten an den Küsten noch höhere Preise!

Das ist besonders für Singles nicht uninteressant, da hier 1 ou 2 personnes (zu deutsch: 1 oder 2 Personen) gilt! Günstiger kommt der Single mit einem Standort im Hinterland - auf einem camping municipal (zu deutsch: Campingplatz der Gemeinde/Kommune) weg. Duschmarken (Jetons) sind in Frankreich unüblich. Normalerweise gibt es in den Duschen Druckknöpfe mit denen man das Wasser einige Sekunden bis Minuten anschaltet. Alcool à brûler (Spiritus), verschiedene Gaskartuschen und sonstiges Campingzubehör (Heringe, etc.) findet man in nahezu jedem Supermarkt.

Im Süden Frankreichs werden Adapter für (Strom-)Stecker benötigt. Auch gibt es dort - auf von ausländischen Touristen nicht so stark frequentierten Plätzen - nahezu nur die berüchtigten Stehklos und zwar für beiderlei Geschlecht!

Arbeiten

Literatur

Karten

  • Falk Länderkarte Frankreich, 1:700 000 mit Cityplänen für die großen Städte des Landes, ISBN 978-3-8297-1836-9
  • MARCO POLO Reiseatlas Frankreich, 1: 300 000, ISBN 978-3-8297-3705-0
  • Michelin Michelin Straßen- und Reiseatlas Frankreich im Maßstab 1 : 200 000. ISBN 2067112317
  • alternativ bieten sich die einzelnen Blätter der Serien Régional und Local von Michelin an. Da in diesen Karten für Frankreich keine Campingplätze eingezeichnet sind empfiehlt es sich den Camping France Führer von Michelin zu erwerben. Geoportail des IGN

Alternativ bieten sich die Karten von IGN in den Maßstäben 1:100.000 und 1 : 25.000 an. Diese eignen sich hervorragend zur räumlichen Orientierung, auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Kunst und Kultur

Währung

Botschaften

Respekt

Franzosen wissen es sehr zu schätzen, wenn man sich bemüht, in ihrer Sprache mit ihnen zu sprechen, auch wenn man nicht wirklich gut Französisch spricht. Sie sind dann in der Regel sehr entgegenkommend und rücksichtsvoll und versuchen langsam und deutlich zu sprechen.

Hingegen muss man eher mit unfreundlichen Blicken und einem schwer verständlichen Englisch rechnen, wenn man versucht, mit ihnen Englisch zu reden (aber inzwischen können die meisten Franzosen Englisch, vor allem die Jüngeren, und man kann auch mit Englisch in Frankreich zurechtkommen).

Generell empfiehlt es sich, vor Reiseantritt zumindest grundlegende Redewendungen zu lernen und sich mit einem entsprechenden Sprachführer auszustatten, sofern man des Französischen nicht mächtig ist.

Vor allem im ländlicheren Frankreich ist es für Kellner nicht selbstverständlich, mit den Gästen Englisch zu sprechen. Man sollte daher wenigstens versuchen, die Bestellung auf Französisch abzugeben, auch wenn dies vielleicht nicht perfekt ausgesprochen ist. Die meisten Franzosen quittieren diesen Versuch nämlich mit Wohlwollen und bemühen sich selbst auch deutlich mehr, den Gast zu verstehen.

Post und Telekommunikation

Gesund bleiben

Klima

Frankreich gehört seiner Lage nach dem mittleren Teil der gemäßigten Zone an und seine günstigen orographischen und hydrographischen Verhältnisse bewirken im ganzen ein sehr gemäßigtes und gleichmäßiges Klima, das im Durchschnitt angenehm und der Gesundheit zuträglich ist.

Dank seiner Lage am Ozean, dessen Einfluss durch keine hohen Küstengebirge beeinträchtigt wird, kommen Extreme von Hitze und Kälte nicht vor, obwohl durch nördliche und südliche Abdachung, westliche oder östliche Lage, durch die Beschaffenheit des Bodens, vorhandene stehende Gewässer, größere oder geringere Meereshöhe bedeutende Modifikationen des Klimas hervorgerufen werden. Wenn auf der ganzen südlichen Abdachung mehr trockene Wärme herrscht, so zeigt sich auf der nordwestlichen mehr feuchte Wärme; dort ist das Klima mediterran.

Die eigentlich warmen Gegenden sind an der Südseite der Gebirge am Mittelmeer, wo die Sommer italienisch sind. Im übrigen Frankreich herrscht meist milde Luft mit mäßiger Winterkälte, selbst in den nördlichen Gegenden verhindert die Nähe des Meers einen hohen Kältegrad. Dagegen sind die in den südöstlichen Provinzen oft herrschenden Nordwinde, Mistral (Nordwestwind) und Bise (Nordostwind), kalt und scharf; es herrschen hier Land-, an der ozeanischen Abdachung Seewinde.

Es lassen sich, wenn man alle meteorologischen Erscheinungen in Betracht zieht, sieben klimatische Regionen in Frankreich unterscheiden:

  • das zentrale Hochland, welches auch klimatisch eine mittlere Stellung einnimmt;
  • die Bretagne mit außerordentlich gleichmäßigem, feuchtem Klima, ähnlich dem Südwesten Englands;
  • das Seinebecken, welches verhältnismäßig regenarm ist und eine mittlere Stellung zwischen der Bretagne und
  • Lothringen einnimmt, welches letzteres sich in Bezug auf Temperaturextreme bereits sehr Deutschland nähert;
  • das Rhônegebiet, welches mit seinem infolge wechselnden Reliefs sehr verschiedenen und wechselnden, aber etwas milderem Klima zwischen Lothringen und
  • der mediterranen Region der Provence und Languedoc vermittelt, während das Klima
  • des Garonnebeckens mit höherer Winterwärme, aber größerer Feuchtigkeit den Übergang von den atlantischen zu den mediterranen Landschaften bildet.
  • Sicherheit

    Küche

    • La Cuisine Française, die berühmte französische Küche, hat Koch- und Essgewohnheiten der westlichen Welt stark geprägt. Einige der weltbesten Köche kommen aus Frankreich, unter ihnen wohl nicht zuletzt der "Koch des Jahrhunderts" Paul Bocuse. Auch die Bibel der Feinschmecker, der Kompass der Gourmets und der wohl bekannteste Restaurantführer "Guide Michelin" stammen aus dem Hexagon. Die meisten denken bei der französischen Gastronomie als erstes wahrscheinlich an gute Weine, Baguette, Croissants, Café au Lait oder Camembert. Doch wird bei weitem mehr geboten als nur dies. So einige etablierte Speisen und Soßen stammen aus Frankreich, dazu gehören unter anderem Mayonnaise, Sauce Béarnaise, Hollandaise und Béchamel, aber auch Foie Gras oder Froschschenkel. Verbindet man die französische Küche gerne mit raffinierten Zubereitungen und teuren Restaurants, muss das jedoch nicht unbedingt auch immer für die Küche in Frankreich gelten. Je nach Region kommt auch sehr Bodenständiges auf den Tisch.
    • Generell empfiehlt es sich, ein Menü zu bestellen, das jedes Restaurant mit verschiedenen Gängen im Angebot hat. Essen à la carte, als Auswahl einzelner Speisen ist oftmals teurer. Meist zur Mittagszeit bieten viele Restaurants die "plat du jour", das Tagesgericht zu günstigen Preisen an. Gerade in touristisch geprägten Regionen/Stadtvierteln sollte man vor der Auswahl des Restaurants auf die Gültigkeit des Menüangebots achten. Es gibt Restaurants, die auf ihren Schautafeln auch abends mit einem günstigen Menü werben, obwohl selbiges nur zur Mittagszeit erhältlich ist.
    • Es gibt im wesentlichen zwei Formen von Bewirtungsbetrieben:
      • "Restaurant" sind Speisewirtschaften, also ungeeignet, um nur Kleinigkeiten zu essen oder gar nur Getränke zu sich zu nehmen. Auch Gaststätten, die sich als "Bistrot" bezeichnen bieten reichhaltige Menüs an. Allerdings ist die Karte in "Bistrots" meistens nicht sehr umfangreich. Das kann nur ein wechselndendes Tagesmenü (3-Gänge-Menü) sein, aber auch eine kleine Karte mit einer Auswahl an Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Dennoch muss die Qualität eines Bistrots keines Falls schlechter sein, als die eines edlen Restaurants.
      • "Brasserie" ist eine reine Schankwirtschaft, es gibt also nichts zu essen.
      • Wenn sich eine Einrichtung "Restaurant Brasserie Café" nennt, gibt es dort alles: "richtiges" Essen, Kleinigkeiten und Getränke
    • Das Frühstück ist traditionell knapp - der deutsche Urlauber könnte damit unzufrieden sein.

    Kaufen

    Die offizielle Währung ist der Euro. Auf Grund einer geringeren Preissensibilität der französischen Kunden verlangen Supermärkte im Durchschnitt höhere Preise. Typisch französische Produkte wie z.B. ein Baguette, Käse oder Wein sind in Frankreich etwas billiger als in Deutschland. Die fehlende Kaffeesteuer ermöglicht niedrigere Preise. Deutschen Kaffee bekommt man allerdings nur bei den Filialen der deutschen Discounter.

    Lernen und studieren

    Weblinks


    Autoren und Lizenz


     

     

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