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Reiseführer Istanbul

Istanbul, Türkei

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Istanbul 2021

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Einleitung


Hintergrund


Istanbul liegt an der Meerenge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmara Meer mit dem Goldenen Horn als natürlichen Hafen. Auf Grund seiner strategisch günstigen Lage gründeten die Griechen um 660 v. Chr. die Stadt Byzantion. In den folgenden Jahrhunderten stand die Stadt unter wechselnden Einflüssen, bis es sich um 146 v. Chr. als freie Stadt mit Rom verband. Unter Kaiser Konstantin dem Großen (306 - 337 n. Chr.) wurde das Christentum zur Staatsreligion und die Stadt setzte sich gegen Alexandria Troas durch, um das "Nova Roma" (Neu-Rom) zu werden. Nur wenig später setzte sich der Name Konstantinopel durch. Im Jahre 476 n. Chr. zerfiel das Weströmische Reich, hingegen blieb das Oströmische Reich mit Konstantinopel als Hauptstadt noch knapp 1000 Jahre bestehen. Während der Kreuzzüge (1095 - 1204) wurde die Stadt von den "Christen", unter anderen vom venezianischen Dogen Enrico Dandolo übel geplündert. Später rückten Völker aus dem Osten in Kleinasien vor und eroberten weite Teile des Oströmischen Reiches, bis letztendlich nur mehr Konstantinopel übrig blieb, welches schließlich 1453 von den Türken unter ihrem Sultan Mehmet Fatih (dem Eroberer) eingenommen wurde. Nun wurde das Osmanische Reich zur Weltmacht, deren Expansion erst mit der fehlgeschlagenen Belagerung von Wien um 1683 endete.

Im 19. Jhdt. musste das Osmanische Reich zahlreiche Niederlagen einstecken und verlor weite Gebiete, Griechenland wurde unabhängig, die Balkanstaaten etablierten sich. Auf diese Zeit bezieht sich das Wort vom "Kranken Mann am Bosporus". Während des Ersten Weltkrieges stand die Türkei an der Seite Deutschlands und seiner Verbündeten und wurde schlussendlich von alliierten Truppen besetzt und sollte - unter Zustimmung von Sultan Mehmet VI. - komplett zerschlagen und auf die Nachbarländer aufgeteilt werden. Unter dem türkischen General Mustafa Kemal Paşa (Atatürk) organisierten die Türken erfolgreich den Widerstand und gründeten 1923 die Türkische Republik. Die Türkei bekam eine moderne Verfassung nach westeuropäischem Vorbild (Trennung von Kirche und Staat, Gleichberechtigung der Frau, Schulpflicht etc.), İstanbul verlor seinen Status zugunsten von Ankara als Hauptstadt der jungen Republik. Jahrzehntelang dämmerte İstanbul nun im Halbschlaf vor sich hin, ehe in den 1990er Jahren ein Aufschwung begann, der sich bis heute stark beschleunigt und die Stadt bezüglich Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum weltweit in das Spitzenfeld gebracht hat. Viele Landstriche und Orte Anatoliens haben bereits "ihre" Viertel in Istanbul, wo mittlerweile mehr Menschen leben als in der ursprünglichen Heimat. Der massenhafte Zuzug von armen und konservativ religiös geprägten Menschen aus Ostanatolien in den Großraum Istanbul hat den Aufstieg der Islamischen Wohlfahrtspartei ermöglicht. Deren höchster Vertreter, der jetzige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, war vorher Oberbürgermeister von Istanbul.

Istanbul war jahrhundertelang eine Stadt der Vielfalt und der Gegensätze: Auf Grund ihrer geographischen Lage war die Stadt immer schon bevorzugter Handelsplatz und wegen der toleranten Haltung der türkischen Sultane kosmopolitisch: Neben Türken lebten hier viele Griechen, Juden, Armenier, Genuesen und andere. Die Griechen waren noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts starken Repressalien ausgesetzt, sodass sich ihre Zahl mittlerweile sehr stark verringert hat. Heute ist Istanbul eine Stadt der krassen Gegensätze zwischen arm und reich, zwischen mitteleuropäisch modern und konservativ islamisch.

Name

Der Name Byzanz ist heute veraltet. Die Bezeichnung Konstantinopel hingegen wird zeitweise immer noch verwendet, dann bezieht man sich aber in der Regel auf den ältesten Teil der Stadt auf der Halbinsel rund um Sultanahmet. Das gesamte Stadtgebiet wird inzwischen auch international als Istanbul (türk: İstanbul) bezeichnet. Weitere geläufige Bezeichnungen:

  • Konstantinopoulis (Konstantinopel): Die immer noch geläufige griechische Bezeichnung, nicht nur unter Revisionisten.
  • Carigrad (Kaiserstadt) bzw. Abwandlungen davon: veraltete Bezeichnung in mehreren slawischen Sprachen. U.A. ist die Hauptausfallstraße aus Sofia nach Südosten als Carigradsko Šosse benannt.
  • Die Bezeichnung Istanbul selbst ist aus dem Griechischen herleitbar und stammt vom Ausspruch I Stin Polis (in der Stadt; in die Stadt), weist also auf die überregionale Bedeutung hin: Istanbul ist die Stadt, alles andere ist Provinz.

Anreise


Zu allen den nun folgenden Angaben (Kosten für Eintritte und Verkehrsmittel etc., Öffnungszeiten, Angaben die Mitteleuropäer mit Fahrplänen in Verbindung bringen etc.) ist zu bemerken, dass sich in einem Land wie der Türkei jederzeit etwas ändern kann, aber nicht notwendigerweise muss. Daher müssen alle Angaben hier als ohne Gewähr gesehen werden. Wirklich aktuelle Informationen erhält man nur vor Ort. Sicher ist in Istanbul nur eines: Hier herrscht das Chaos! Das Erstaunliche und Schöne daran: Es funktioniert trotzdem!

Mobilität


Straßenverkehr

Nach wie vor wirkt der Straßenverkehr in Istanbul auf einen Mitteleuropäer völlig chaotisch. Der Innenstadtbereich ist geprägt von engen und oft steilen Gassen mit Kopfsteinpflaster und Schlaglöchern. Wenige breite und mehrspurige Straßen müssen den teilweise sehr starken Verkehr aufnehmen, oft gibt es Stau und man kommt nur sehr langsam voran. Der Fahrstil ist geprägt von abwechselndem Beschleunigen und Bremsen, gesetzliche Verkehrsregeln werden nach wie vor nicht beachtet, selbst rote Ampeln werden - auch von der Polizei - oft überfahren, Geschwindigkeitsbegrenzungen so gut wie nie eingehalten. Man kann nicht sagen, dass aggressiv gefahren wird, irgendwie passt jeder auf jeden auf, aber es wird erwartet, dass man - wenn man nicht gerade staubedingt steht - im Verkehrsstrom ebenso rasant "mitschwimmt". Für einen ortsunkundigen Fahrer bedeutet dies Stress pur, da man, wenn man "zu langsam" unterwegs ist, ständig angehupt, (oft sehr knapp) überholt und geschnitten wird. Es ist dringend zu empfehlen, wenn man mit dem eigenen Fahrzeug nach Istanbul gefahren ist, dieses auf einem sicheren Parkplatz abzustellen und sich anderweitig fortzubewegen. Autobahnen und die Bosporusbrücken sind übrigens mautpflichtig.

Fußgängerverkehr

Im historischen Zentrum, das teilweise durch zahlreiche Polleranlagen verkehrsberuhigt wurde, ist es eine gute Idee, sich zu Fuß mit Hilfe eines guten Stadtplanes fortzubewegen. Die Orientierung fällt aufgrund der Hügelstruktur relativ leicht. Auf der Spitze jedes Hügels steht zumeist eine bekannte Moschee, Richtung "hinunter" landet man früher oder später am Meer. Man achte auf Autos, auch in den engsten Gassen, fast immer wird man rechtzeitig angehupt. Vorsicht auch vor ungesicherten Baugruben und Eingängen in im Keller gelegenen Geschäften und anderen Räumlichkeiten, die schmalen und steilen Treppen sind immer völlig ungesichert. Ansonsten hat das "sich treiben lassen" durch die Gassen in ungefähre Richtung seines Zieles seinen ganz besonderen Reiz, da man hinter vielen Ecken oft interessante Details entdeckt und Überraschungen erlebt.

Das Überqueren einer der mehrspurigen Autostraßen, wenn weit und breit keine (oder nur eine abgeschaltete) Ampelanlage oder Unterführung da ist, kann zum Abenteuer werden. Freiwillig bleibt kaum ein Autofahrer stehen, als Mitteleuropäer muss man quasi mit einer gewissen Todesverachtung auf die Fahrbahn treten und gut abschätzen können, ob der Bremsweg für das heranbrausende Fahrzeug ausreicht, bzw. genug Platz zum Ausweichen ist. Zum Trost: Kein Türke wird einen absichtlich anfahren oder gar überfahren!

Fahrrad

Radfahrer zählten bisher in Istanbul zu den Exoten. Abgesehen von der Hügelstruktur, dem unebenem Kopfsteinpflaster und den Schlaglöchern riskiert man einen Unfall: Im Gegensatz zu einem Fussgänger zu wenig beweglich um rasch ausweichen zu können, im Gegensatz zu den motorisierten Verkehrsteilnehmern zu langsam, ist Radfahren in Istanbul mühsam und ziemlich gefährlich. Möglicherweise ändert sich hier aber etwas, mittlerweise sieht man schon immer öfter da und dort Radfahrer. (Stand 2015)

Taxi

Mit dem Taxi kommt man schnell und günstig herum. Man kann die einheitlich gelben Taxis (Aufschrift "Taksi") per Handzeichen anhalten. Achtung: Die Fahrer können oft mit einem Straßennamen nichts anfangen (es gibt zu viele davon). Wichtig ist die Bezeichnung des Stadtteiles und der Name des Zieles (eine bestimmte Sehenswürdigkeit, ein Hotel etc.) Man sollte auch darauf achten, dass das Taxameter eingeschaltet ist. Hotels arbeiten oft mit bestimmten Taxifahrern zusammen, diese sind dann gut informiert und müssen nicht selber nach einem bestimmten Ziel suchen. Man sollte aber bedenken, dass das Taxi zu gewissen Zeiten ebenso hoffnungslos im Stau steht. Da empfiehlt sich oft das zu Fuß gehen, oder - wenn möglich - die Benutzung eines schienengebundenen Verkehrsmittels.

Ein Dolmuş ist ein Sammeltaxi (Kleinbus) und kostet etwas mehr als die normalen Stadtbusse, aber weniger als ein Taxi. Sie sind leicht zu erkennen, da sie wie die Taxis gelb sind und ein Dolmuş-Zeichen auf dem Dach haben. Dolmuş fahren auf festgelegten Routen durch die Stadt, sind aber flexibler und fahren auch mal kurze Schlenker um jemanden abzusetzen; außerdem kann man jederzeit aus- und zusteigen. Das Ziel steht auf einem Schild hinter der Windschutzscheibe und man zahlt je nach Entfernung (man sollte Erkundigungen bei einheimischen Mitfahrern einholen). Mittlerweile fahren die Dolmuşe aber hauptsächlich außerhalb der touristisch interessanten Gebiete und sind so für normale Istanbul-Touristen kaum mehr relevant.

Öffentlicher Nahverkehr

Das Busnetz der Stadt ist sehr eng, leider gibt es keine verbindlichen Strecken- oder Fahrpläne.

Entlang des Goldenen Horns und zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil der Stadt verkehren zahlreiche Fähren. Abfahrtszeiten findet man auf der Homepage der städtischen Schiffsbetriebe IDO Sie sind die schönste und stressfreieste Art Istanbul zu erkunden und bieten traumhafte Ausblicke auf die Stadt. Zentrale Fähranlegestelle (Iskele) ist Eminönü, am südlichen Brückenkopf der Galatabrücke. Links (westlich) des Brückenkopfs legt einmal die Stunde, etwas versteckt, die Fähre, die das Goldene Horn entlangfährt, ab. Rechts des Brückenkopfes legen die Schiffe ab, die den Bosporus entlangfahren, sowie die häufig verkehrenden Fähren ans asiatische Ufer nach Üsküdar, den Busbahnhof Harem (auch Autofähre), den Bahnhof Haydarpaşa und Kadıköy ab. Am nördlichen Brückenkopf der Galatabrücke gibt es noch die Anlegestelle Karaköy (nicht verwechseln mit Kadıköy!), etwas weiter nördlich Kabataş, wo man in die Straßenbahnlinie T1 und die Standseilbahn zum Taksimplatz umsteigen kann. Die Fähren fahren in Intervallen zwischen 15 und 30 Minuten, Fährbeginn ist zwischen 6h30 und 7h30, Ende zwischen 20h und 22h30. Hier ändern sich die Bedingungen immer wieder, sicher informieren kann man sich leider nur vor Ort. Auf den Fähren werden häufig Getränke und Kleinigkeiten zum Essen zu fairen Preisen angeboten.

Der Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs wird in letzter Zeit stark vorangetrieben, zeichnet sich jedoch aus Sicht eines Mitteleuropäers teilweise durch eine etwas chaotische Planung und mangelhafte Koordination zwischen den einzelnen Systemen aus.

Zur Zeit verbindet die U-Bahn (Metro) Şişhane mit Maslak im Norden. Eine Erweiterung über das goldene Horn nach Yenikapı ist zur Zeit in Bau. Eine zweite Linie (Hafif Metro) verbindet den Flughafen mit dem Hauptbusbahnhof in Esenler und den Stadtteil Aksaray. Mit der Verlängerung nach Yenikapı kann man dort dann in die Metro/S-Bahn/Fähre umsteigen. In Aksaray/Yusufpaşa besteht eine Umsteigemöglichkeit in die Strassenbahn (Tramvay) nach Kabataş.

Mit dem Tünel, der seit 1875 den nördlichen Brückenkopf der Galata-Brücke mit der Istiklal-Caddesi verbindet, hat Istanbul eine der ältesten U-Bahnstrecken der Welt. Entlang der verkehrsberuhigten Istiklal Caddesi führt die Nostalji Tram (Eski Tramvay).

Eine neue unterirdische Standseilbahn Füniküler verbindet Kabataş mit dem Taxim-Platz.

Ístanbul hat vier Straßenbahnlinien (Tramvay) die wichtigste für Touristen ist die T1, die von Bağcilar über Zeytinburnu (Umsteigemöglichkeit in die Hafif Metro zum Atatürk-Flughafen) nach Kabataş fährt.

Die Vorortzüge der Türkischen Staatsbahn sind zur Zeit auf Grund umfangreicher Veränderungen der Schieneninfrastruktur bis auf weiteres eingestellt. Unter dem Bosporus durch führt die Marmaray genannte neue Eisenbahnlinie, die erst ein paar wenige Stationen auf dem europäischen mit dem asiatischen Teil Istanbuls verbindet.

Das vor einigen Jahren eröffnete Metrobusnetz hat erheblich zur Verringerung des Individualverkehrs geführt. Die Metrobusse fahren von 06.00 h bis Mitternacht auf eigenen Verkehrsflächen von Avcılar auf der europäischen, nach Kadıköy (Sögütlüceşme) auf der asiatischen Seite. Dabei überqueren sie auch den Bosporus.

Bezahlt für die städtischen öffentlichen Verkehrsmittel wird mit Jetons, auf türkisch heissen sie Token, die man an Automaten und an Kiosken bekommt. Für eine Fahrt mit der Tramway zahlt man so TL 4,00. Damit kann man die Drehkreuze zu den Stationen passieren. Das bedeutet, man bezahlt jeweils für das Einsteigen, nicht für die Länge der Fahrt. Vorsicht: Die einzelnen "Token" sind nicht überall gültig, für Fähren gibt es andere als für die Tramvay! Alternativ gibt es an vielen Kiosken und Automaten die scheckkartengroße Istanbulkart, mit der man deutlich weniger (Tramway TL 2,15) für die jeweilige Fahrt bezahlt. Diese kann man mit beliebigen Beträgen an Automaten und autorisierten Kiosken und Geschäften aufladen, man hält die Karte an ein Display an den Drehkreuzen oder beim Fahrer im Bus und kann somit passieren. Eine Karte kann auch für mehrere Personen genützt werden. Hat jede Person ihre eigene Istanbulkart, so wird beim Umsteigen aber innerhalb einer gewissen Zeit für das folgende Verkehrsmittel ein Rabatt gewährt (z.B. TL 1,45 statt 2,15). Für die "Istanbulkart" zahlt man zur Zeit einen Einsatz von TL 6,-- . Sie ist bereits auf den Flughäfen erhältlich und sehr zu empfehlen für alle, die die öffentlichen Verkehrsmittel öfters benützen wollen. An den Displays sieht man jedesmal, welcher Betrag abgebucht wird und wieviel Guthaben noch darauf ist. (Stand Juni 2015)

Sehenswürdigkeiten


Die absoluten Highlights

  • - die ehemalige Residenz der Sultane bis 1853, in der Schatzkammer mit weltweit einzigartigen Kunstschätzen.
  • - lange Zeit die bedeutendste Kirche der Christenheit, seit 1934 Museum.
  • - die Blaue Moschee wurde unter Sultan Ahmet I als Teil eines riesigen Komplexes erbaut. Aufgrund der Innenausstattung mit blauen Fliesen wird sie auch Blaue Moschee genannt.
  • Süleymaniye Camii - die Süleymaniye Moschee gilt vielfach als das vollkommenste Bauwerk osmanischer Architektur.
  • - (ehemaliges Hippodrom, Rossplatz), hier war das römische Hippodrom, die Rennbahn, heute stehen hier noch drei berühmte Säulen: Dikilitaş, Yılan Sütün, Örme Sütün.
  • -Yerebatan Sarnıcı auch Yerebatan Sarayı (Yerebatan Zisterne, Versunkener Palast), größter historischer Wasserspeicher aus byzantinischer Zeit
  • Galata Köprüsü - Die Galata Brücke wird von vielen als das eigentliche Herz Istanbuls beschrieben

Weitere Paläste

  • Dolmabahçe Sarayı, seit 1853 Hauptresidenz des Sultans, liegt am europäischen Bosporusufer nahe der Straßenbahnhaltestelle Kabataş, Eintritt TL 20.--. Der Palast ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet (außer Montags und Donnerstags), wobei zu beachten ist, dass die Zahl der täglichen Besucher beschränkt ist und die Kasse daher auch früher schließen kann. So ist ab 15 Uhr nur noch der Haremsbereich mit dem Sterbebett Atatürks zu besichtigen, der eigentliche Palast ist dann geschlossen. Die Besichtigung sowohl des Palastes als auch des Harems ist nur innerhalb einer Führung möglich. Die Führungen finden alle zwanzig Minuten in türkisch und englisch statt.
  • Beylerbeyi Sarayı (Beylerbeyi-Palast), diente als Sommerresidenz für Sultan Abdülaziz, am asiatischen Bosporusufer gelegen, erreichbar am besten mit der Fähre, Anlegestelle Beylerbeyi

Weitere Moscheen

  • Rüstem Paşa Camii (Rüstem-Pascha-Moschee), beim Eminönü Platz:, schöne blaue Iznik-Fliesen
  • Yeni Camii (Neue Moschee), 1663 vollendet, am Eminönü Platz, zahlreiche Tauben, zum Komplex dieser Moschee gehört der "Ägyptische Basar"
  • Eyüp Camii, am Ende des Goldenen Horns gelegen, am besten mit dem Schiff zu erreichen, heiligste Moschee Istanbuls, am Rande eines idyllischen Friedhofes gelegen. Hier befinden sich die Reliquien des Fahnenträgers von Mohammed, wird tagtäglich von zahlreichen Pilgern besucht, die an Freitagen und Sonntagen zu Massen von Tausenden anschwellen, daher sei ein touristischer Besuch an einem anderen Wochentag empfohlen. Wandert man durch den Friedhof bergaufwärts, so erreicht man einen schönen Aussichtspunkt, das Piyer Loti Cafe (benannt nach Pierre Loti, französischer Schriftsteller, 1805-1923, der hier oft zu Gast war). Dieser Platz ist auch mit einer Seilbahn zu erreichen.
  • Fatih Camii (Moschee des Eroberers Mehmet II.), erbaut 1463-70, 1677 durch eine Erdbeben zerstört, Wiederaufbau 1767-71, großer Moscheen-Komplex mit Küchen, Hospital, Koranschulen etc., heute ein Zentrum religiöser Türken.
  • Şehzade Camii (Prinzenmoschee), nahe dem Verkehrsknoten Şehzadebaşi und dem Valens-Aquädukt, "Lehrlingsstück" des berühmten Baumeisters Sinan, in einem schönen Park gelegen.
  • Laleli Camii (Tulpenmoschee), zwischen dem Verkehrsknoten Aksaray und der Universität an der Ordu Caddesi gelegen, hübsche, 1663 errichtete Moschee, im Unterbau befindet sich ein kleiner Basar.
  • Beyazıt Camii (Beyazıt Moschee), Im Universitätsviertel, Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut, sehr schöner Reinigungsbrunnen, wird zur Zeit umfangreich restauriert (Juni 2015).
  • Selimiye Camii (Sultan Selim I. Moschee), im Stadtteil Fener auf einem der Hügel Istanbuls gelegen, 1522 fertiggestellt, schöner Fliesenschmuck.
  • Mihrimah Camii (Mihrimah Moschee), an der Stadtmauer nahe dem Edirnekapı gelegen, ein Werk des Architekten Sinan aus dem Jahre 1555, wurde in den letzten Jahren, fast möchte man sagen "zu Tode" restauriert und sieht aus wie neu! (Stand Juni 2015)
  • Nuruosmaniye Camii (Nuruosmaniye Moschee), unmittelbar östlich des Großen Basars, 1756 fertiggestellt, barocker Baustil.

Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Sapphire Center: Im Jahr 2011 eröffnetes Einkaufs- und Konferenzzentrum mit einer Aussichtsplattform im 55.stock. Dies ist das höchste Gebäude der Türkei, kostet aber 18 Lira Eintritt für den Aufzug und es besteht keine Möglichkeit Treppen zu nehmen. Location in Sisli, die Metro hält unten im Keller, Station 4.levent, nicht zu verwechseln mit levent
  • Çemberlitaş (Konstantinsäule oder Verbrannte Säule), nahe der gleichnamigen Straßenbahnstation bzw. des Großen Basars gelegen. Im Jahre 330 errichtete Säule mit einem Standbild von Kaiser Konstantin, 1105 wurde sie stark beschädigt, die drei obersten Segmente und das Bildnis fielen zu Boden und wurden zerstört. Später mussten die Reste der Säule mit Eisenmanschetten gesichert werden.
  • Aya Irini (Hagia Irene - Irenenkirche), in den Parkanlagen des Topkapı Sarayı gelegen, vermutlich um 300 errichtet, im Inneren heute weitgehend schmucklos, meist nur anlässlich von Konzerten (sehr gute Akustik) geöffnet; hier fand das Konzil von 381 statt, in osmanischer Zeit diente die Kirche als Depot. In unmittelbarer Nähe kann man diverse Ausgrabungen (Gebäudereste, Säulen etc.) besichtigen.
  • Fethiye Camii (ehemalige Pammakaristos Klosterkirche), im Stadtteil Fener gelegen, ein Teil wird heute als islamisches Gebetshaus genützt, in einem anderen Teil sind sehr schöne Mosaike zu besichtigen, Voranmeldung (bei Hagia Sophia) notwendig.
  • Küçük Ayasofya (Kleine Hagia Sophia, ehemals Sergios und Bakchos Kirche), zwischen Blauer Moschee und Marmarameer gelegen, war ein Teil des Palastes von Kaiser Justinian.
  • Kapalı Çarşı (Bedeckter Basar), etwa 4500 Geschäfte bieten ein lebendiges und farbenfrohes Bild, leider heute sehr auf Touristen ausgerichtet, man findet aber vereinzelt noch kleine (Kunst-)Handwerksbetriebe. Näheres unter "Einkaufen". Großer Basar, Grand Basar Istanbul.
  • Theodosianische Stadtmauer, ca. 6700 m langes spätantikes Festungsbauwerk vom Marmarameer bis zum Goldenen Horn, zahlreiche Tore (Edirne Kapı, Sulukule Kapı, Top Kapı etc.), Yedikule (Sieben Türme Festung) am Marmarameer.
  • Tekfur Sarayı (Tekfur Palast), an der Theodosianischen Stadtmauer nahe der Chora-Klosterkirche (Kariye Camii Müzesi) gelegen, Ruinen eines ehemaligen Kaiserpalastes.
  • Rumeli Hisarı, Festungsanlage an der engsten Stelle des Bosporus.
  • Galata Kulesi (Galata Turm), Höhe: 66,90m, Durchmesser: 8,95m, Wanddicke: 3,75m, Wahrzeichen des Stadtteiles Beyoğlu, schöne Aussicht, Lift (18,50TL, Stand September 2014) Restaurant, Nachtclub.
  • Kız Kulesi (Leanderturm), sagenumwobener Turm auf einer kleinen Insel im Bosporos, nahe des asiatischen Stadtteiles Üsküdar, schöne Aussicht, Cafe, Restaurant.
  • Ein Detail für Liebhaber: im Eingangsbereich der Hauptpost im Stadtteil Sirkeci hängt ein großes, viele Jahrzehnte altes Thermometer. Es ist zweiskalig (Fahrenheit / Centigrade) und gibt sinnigerweise neben dem Gefrierpunkt ("glace") und der menschlichen Körpertemperatur ("chaleur humaine") eine dritte Temperatur an: "Senegal", bei 47°C.

Museen

Hinweis: Für die staatlichen der hier genannten Museen, also für die wichtigsten, gibt es den Museumspass für TL 85.--, der fünf Tage lang gilt. Er spart nicht nur Geld, sondern auch das manchmal lange Anstellen vor der Kassa. Erhältlich ist dieser Pass an den Kassen aller teilnehmenden Museen. Achtung, hier ändert sich oft etwas, aktuell erhält man z.B. den Museumspass um TL 85.-- für 72 Stunden, er gilt aber 5 Tage! (Juni 2015)

  • Arkeoloji Müzesi (Archäologisches Museum), in unmittelbarer Nähe des Topkapı Sarayı , Straßenbahn-Haltestelle: Gülhane; Fähre: Eminönü; [5], eines der bedeutendsten Museen seiner Art, Anatolien- und Troja-Ausstellungen, Ausstellung "8000 Jahre Istanbul, Alexander-Sarkophag, Kindermuseum etc. Montags geschlossen
  • Türk ve Islam Eserleri Müzesi (Museum für Türkische und Islamische Kunst), am At Meydani gelegen, Straßenbahn-Haltestelle : Sultanahmet; Fayence-Kunst, Metallarbeiten, Teppiche etc. Großzügig angelegt, zahlreiche Erklärungen auch auf englisch und an heissen Sommertagen angenehm temperiert.
  • Mozaik Müzesi (Mosaik Museum), in unmittelbarer Nähe der Blauen Moschee (Sultan Ahmet Camii), wunderschöne Mosaike aus byzantinischer Zeit. Der Eingang ist etwas versteckt im Arista-Bazar. Ein kleines aber feines Museum mit sehr guten Beschreibungen, auch auf deutsch! Montags geschlossen.
  • Kariye Camii Müzesi (Chora Klosterkirche), ehemalige byzantinische Kirche in der Nähe der Landmauer beim Edirnekapı, die besterhaltensten und berühmtesten Mosaike aus byzantinischer Zeit, Eintritt TL 15.-- Zur Zeit (Juni 2015) sind Restaurierungsarbeiten im Gange und nicht alles ist zugänglich.
    . Mittwochs geschlossen.
  • Sakıp Sabancı Museum der Sabancı Universität in Emirgan, osmanische Kalligafien und Gemälde. Hier gilt der Museumspass nicht!
  • Pera Müzesi (Pera Museum), Nähe Istiklal Caddesi, im ehemaligen Hotel Bristol in Tepebaşı, traditionelle und zeitgenössische türkische Kunst. Hier gilt der Museumspass nicht!
  • Santral İstanbul, Museumskomplex in Silahtarağa im Bezirk Eyüp, in einem ehemaligen Kohlekraftwerk (santral). Geöffnet Di-So, 10-20 Uhr. Eintritt TL 7.--. Hier gilt der Museumspass nicht!
  • Istanbul Modern, seit Dezember 2004 in einer alten Lagerhalle des Hafens von Karaköy, permanente und wechselnde Ausstellungen von Bildern türkischer Künstler vom 19. Jahrhundert bis heute. Hier gilt der Museumspass nicht: man kann ihn dort aber erwerben.
  • Rahmi M. Koç Müzesi (Industriemuseum), am Goldenen Horn nahe der Autobahnbrücke gelegen, Schiffstation Hasköy Vapur İskelesi, Kutschen, Fahrräder, Autos, Schiffe, ein U-Boot und anderes. Hier gilt der Museumspass nicht!

Kunst und Kultur

Museen

Aktivitäten und Ausflüge


Neben dem klassischen Sightseeing, das schon umfangreich genug ist, bieten sich in Istanbul zahlreiche Gelegenheiten für Aktivitäten, die für Mitteleuropäer exotische Reize darstellen. Wozu man nach Istanbul eher nicht fahren sollte ist der Wassersport, dieser kann anderswo besser ausgeübt werden. Zwar gibt es Bäder am Meer, doch ist die Wasserqualität nirgendwo wirklich gut, zudem gibt es für Schwimmer sehr gefährliche Strömungen, weit hinein ins Wasser kann man sich nirgendwo wagen. Den vielleicht reizvollen Plan, über den Bosporus von Europa nach Asien zu schwimmen (an der engsten Stelle wären das immerhin nur 660 m) sollten Sie schnell vergessen! Auch das Baden im Goldenen Horn ist keineswegs zu empfehlen. Zwar ist die Wasserqualität seit dem Bau der neuen Galata-Brücke und dem Abriss zahlreicher kleiner Fabriken und Gewerbebetriebe, die früher ihre Abwässer ungeklärt ins Meer haben fließen deutlich besser geworden, aber zahlreiche Quallen und andere Unannehmlichkeiten lassen es nicht ratsam erscheinen, dort zu schwimmen. Badefreuden können Sie in Istanbul in folgender Institution genießen:

Bustouren

Von verschiedenen Anbietern werden Bustouren zu Sehenswürdigkeiten in Istanbul angeboten. Meist wird Hop-On/Hop-Off angeboten, man kauft ein Ticket für 24 Stunden oder länger und kann während dieser Zeit beliebig oft an den Haltepunkten aus- und einsteigen. Die Angebote sind im Vergleich mit anderen europäischen Städten nicht günstig, bieten aber die Möglichkeit, ohne große Vorbereitung in kurzer Zeit einige der Hauptsehenswürdigkeiten zu besuchen. Die Touren beginnen meist am Sultan-Ahmed-Platz zwischen der Blauen Moschee und der Hagia Sophia neben der Hauptstraße.

  • Get Your Guide. Ein 24 Stundenticket kostet etwa 30 €, für eine Familie mit 2 Kindern 90 € (letzte Änderung: Feb. 2016)
  • Big Bus Tours. Ein 24 Stundenticket kostet etwa 30 €, für eine Familie mit 2 Kindern 75 € (letzte Änderung: Feb. 2016)

Hamam

Ein Besuch im Hamam (türkischen Dampfbad) ist eine willkommene Abwechslung zum Sightseeing und gibt die Möglichkeit eine andere Kultur auch aus anderer Sicht kennenzulernen. Die türkische Badekultur wurzelt einerseits in den religiösen Vorschriften des Islam (regelmäßige Reinigung unter fließendem (!) Wasser, andererseits in der Bäderkultur des römischen Reiches. Die meisten Hamams in Istanbul sind viele hundert Jahre alt und auch aus diesem Grund einen Besuch wert. Architektonisch besteht ein Hamam aus einer Zentralkuppel, um die herum kleinere Kuppeln angeordnet sind. Der von unten her oft noch mit Holz beheizte Boden und die Wände bestehen aus Marmor.

Ein Besuch im Hamam sollte etwa folgendermaßen vor sich gehen: Nach Betreten des Hamams bekommt man eine Umkleidekabine zugewiesen und eine Art Lendenschurz, Peştamal genannt. Man betritt eine der Nebenkuppeln, wo man sich aufwärmen und vorreinigen kann, oder geht gleich in die Hauptkuppel, wo man sich auf das in der Mitte des Raumes befindliche Podest, den sogenannten Nabelstein, legen kann um zu schwitzen. In einer oder mehrerer Nebenkuppeln sind kleine Wasserbecken mit jeweils einem Warm- und einem Kaltwasserhahn. Mit Hilfe einer Blechschale kann man sich mit Wasser übergießen. Nachdem man mindestens eine halbe Stunde geschwitzt hat und die Poren sich geöffnet haben, wird man vom Bademeister (Tellak) aufgerufen und von Kopf bis Fuß gewaschen. Dies geschieht mit einem rauen Waschlappen, sodass sich die oberste (abgestorbene) Hautschicht löst und fortgespült werden kann, wozu man immer wieder kräftig mit Wasser übergossen wird. Anschließend bekommt man eine Massage, nachdem man noch zur letzten und gründlichen Reinigung in eine dicke Schicht Seifenschaum gehüllt wurde. Diese Massage kann ziemlich grob ausfallen, der Bademeister zieht und zerrt an den Gliedern, drückt auf die Wirbelsäule, dass es immer wieder nur so knackt, jedoch sind die türkischen Masseure wahre Meister ihres Faches und richten einem "die Knochen wieder gerade". Abschließend wird man abgetrocknet und sitzt, in Tücher eingehüllt, in einem Abkühlungsraum und kann sich Getränke bringen lassen.

Dieser Ablauf kann je nach Hamam etwas variieren und sollte zumindest etwa 2 Stunden dauern. Traditionell sind die Geschlechter streng getrennt, wobei es in der Frauenabteilung manchmal keine hauptamtlichen Wäscherinnen gibt, sondern sich die Besucherinnen gegenseitig waschen und massieren. Frauen können hier völlig nackt sein, Männer hingegen tragen immer ihren Peştamal um die Hüften (und werden in dieser Region auch nicht vom Wäscher oder Masseur berührt). Neuerdings gibt es für Touristen auch Hamams für Männer und Frauen gemischt, Frauen bekommen hier in der Regel einen Bikini im Design des Peştamals gestellt, das Badepersonal kann hier aus Männern und Frauen, aber auch nur aus Männern bestehen. Die Preise in solchen Hamams sind in der Regel aber deutlich höher.

Die Qualität der gebotenen Leistungen und die Preise variieren zwischen den einzelnen Hamams stark. Es empfiehlt sich, auf die entsprechende Website (leicht über Google zu finden) der einzelnen Hamams zu schauen und auch die Bewertungen im Internet - ähnlich derer für Hotels - zu studieren.

Ein Besuch in einem guten Hamam ist ein Erlebnis für sich, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Man fühlt sich anschließend wie "neugeboren" und hat das Gefühl, noch nie so sauber gewesen zu sein.

Einige Hamamı in Istanbul:

  • - Das Bad wurde 1556 erbaut und nach der intriganten Hauptfrau Süleyman I. Roxelane benannt.
  • - Der Hamam wurde 1584 vom berühmtesten osmanischen Architekten Mimar Sinan erbaut.
  • - angeblich einer der 1000 Plätze auf Erden, die man vor seinem Tode besucht haben soll, hat teilweise schlechte Kritiken als Touristen-Abzocke bekommen.
  • Galatasary Hamamı
  • 41° 1\' 28" N 28° 58\' 27" O - fast 500 Jahre alt, auf Touristen ausgerichtetes gemischtes Hamam (Achtung: Es werden nur gemischte Gruppen und Familien eingelassen, auch keine Singles!)
  • Gedikpaşa Hamamı, 1457 erbaut, im Basarviertel
  • Tarihi Nişancı Hamamı, Türkeli Caddesi 29, nicht weit von der Laleli Camii
  • Çinili Hamamı, in Üsküdar (asiatisches Ufer), in der Nähe der gleichnamigen Moschee

Allgemein empfiehlt sich ein Hamam zu einer Zeit zu besuchen, zu der nicht Hochbetrieb herrscht, da ansonsten die Behandlung etwas fließbandartig ausfallen kann. Hochbetrieb herrscht meistens bei schlechtem Wetter und ab späterem Nachmittag. Ein vorheriges Anrufen (gegebenenfalls durch das Hotel) ist sinnvoll. Das touristische Süleymaniye Hamami bietet eine solide Leistung, es empfiehlt sich aber ein Besuch zu einer Zeit, da noch wenig Betrieb herrscht, also am besten gleich am Vormittag um 10 Uhr!

Kochkurse

Von verschiedenen Anbietern werden Korchkurse angeboten. Zuerst wird gemeinsam eingekauft, dann werden in kleinen Gruppen türkische Speisen zubereitet und miteinander verspeist.

  • Istanbul Cooking School, Tarlabaşı Bulv. No:117 D:2, Beyoğlu, Tel.: 90 545 554 6677. Jeden Tag 10.30 – 15.30 oder 15.00 – 20.00 Uhr. Der Kurs kostet 65 US Dollar, die auch in Lira oder Euro bezahlt werden können. Kurse in deutscher Sprache. (letzte Änderung: Feb. 2016)

Entspannung einmal anders: Die Wasserpfeife

Nachdem sie schon fast vergessen schien, hat sie in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt: Die Wasserpfeife, türkisch Nargile genannt. Zwar herrscht in der Türkei seit einigen Jahren ein strenges Rauchverbot in öffentlichen Räumen, welches erstaunlicherweise weitgehendst eingehalten wird, aber im Freien ist es erlaubt. Neben dem Verzehr türkischer Süssigkeiten, dem Genuss von Tee oder Cafe kann man sich in solchen Lokalen auch eine Wasserpfeife bringen lassen. Die Bedienung bringt für jede Person hygienische Einweg-Plastik-Mundstücke, legt regelmäßig neue Kohle auf, und so kann dem auch mehrstündigen genussvollen "chillen" zwischen weichen Polstern nichts mehr im Wege stehen. Meist liegen auch Brettspiele (Schach, Dame, Backgammon) auf. Unter dem Strich ein sehr preiswertes Vergnügen, dem nicht nur Touristen, sondern vor allem Einheimische huldigen.

Der Wasserpfeifentabak wird auch mit natürlichen Stoffen aromatisiert. So duftet es in Nargile-Cafes nach Apfel, Banane, Pfirsich und anderem. Das Schöne daran: Es stinkt absolut nicht. Auch nach einem langen Abend in einem geschlossenem Raum riechen Haut, Haare und Gewand am nächsten Tag überhaupt nicht nach kaltem Tabakrauch. Ein Umstand, der auch sonst militante Nichtraucher zu begeisterten Wasserpfeifenrauchern gemacht hat. Über die Schädlichkeit dieser Art zu rauchen gibt es verschiedene Ansichten. Tatsache ist, dass zahlreiche Stoffe (Teer etc.) durch das Wasser, das nach und nach eine braune Färbung annimmt, ausgefiltert werden.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Am 29. Oktober feiert die Türkei ihre Gründung. Am Nationalfeiertag werden Straßen und öffentliche Plätze mit den türkischen Fahnen geschmückt und es gibt tagsüber in den verschiedenen Stadtteilen Zeremonien, wie Reden, oder Orchester- und Tanzaufführungen. Das Highlight spielt sich jedoch am Abend zwischen dem Leanderturm und der Bosporus Brücke ab. Um 19.00 beginnt die Feier mit einer Lichter-Show, ab 19.30 Uhr geht das große Feuerwerk am Ortaköy Platz los, das über dem Bosporus eine Höhe von bis zu 250 m erreicht, mit entsprechender Hintergrundmusik.

Nachtleben


Unterkunft


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Klarkommen


Allgemeine Hinweise

Es ist einfach in Istanbul klarzukommen. Man wird häufig angesprochen, oft auch ohne Interesse daran Irgendetwas zu verkaufen. Wer sich auf ein Gespräch - vielleicht auch mit einem potentiellen Teppichhändler - einlässt, erfährt meist Interessantes und der Gesprächspartner ist auch nicht böse, wenn man anschließend nichts kauft.

Türken sind grundsätzlich neugierig, freundlich und sehr hilfsbereit. Dies gilt gleichermaßen für (religiös) konservative als auch (westlich orientierte) moderne Türken. Für die Kommunikation ein wichtiger Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen besteht darin, dass es sich bei konservativ orientierten Türken nicht schickt, dass auf der Straße ein Mann eine Frau bzw. eine Frau einen Mann anspricht, bei modernen Türken ist dies kein Problem. Beide Gruppen sind leicht an ihrer jeweiligen Kleidung erkennbar. In Istanbul, einer Stadt der Gegensätze, wird man fast überall auf beide Gruppen stoßen, wobei es natürlich Stadtteile gibt, wo eine der beiden Gruppen überwiegt. Aber auch hier scheint Einiges in Bewegung zu sein: So wurde der Schreiber dieser Zeilen zu seiner großen Überraschung neuerdings - übrigens während des Ramadans - auf der Straße von einer jungen, sehr islamisch gekleideten Türkin angesprochen, die silbergebackene Kekse gegen eine freiwillige Spende für eine Art "Brot für die Welt" Aktion auf islamisch anbot. Es entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch über den Islam auf Englisch. Auch das ist Istanbul im Jahre 2015.

Viele Istanbuler sprechen Deutsch oder Englisch. Und wenn nicht, dann funktioniert die Verständigung über nonverbale Kommunikation meist erstaunlich gut, wobei allerdings zu beachten ist, dass manche Gesten und manche Mimik in der Türkei eine andere Bedeutung haben kann als in Mitteleuropa!

Manch ein Tourist fühlt sich belästigt, wenn er vor Geschäften, Restaurants etc. ständig angesprochen wird. Diesbezüglich ein Tipp: Blickkontakt vermeiden, wenn man nicht angesprochen werden will. Dies sei auch alleinreisenden Frauen empfohlen, die nicht "belästigt" werden wollen. Blickkontakt ist bei Türken bereits ein Signal für Kontaktaufnahme. Hilfreich und durchaus spaßmachend kann auch sein, wenn man sich den Landessitten, in diesem Falle dem etwas theatralischen Auftreten, anpasst und die ständigen (und eventuell penetrant empfundenen Einladungen) ins Restaurant mit einem mit großartiger Gestik und Mimik vorgetragenem: "Es tut mir sooo leid, wir haben gerade gegessen..." (vielleicht auch auf englisch) pariert.

Frauen sollten sich auch als Touristen nicht allzu aufreizend "knapp" kleiden, auch für Männer sind kurze Hosen nicht die erste Wahl. Für den Besuch von Moscheen sind für Männer lange Hosen und zumindest kurzärmelige T-Shirts und für Frauen Kopftuch und langes Kleid (oder zumindest lange Hosen, keine engen Leggins) obligat. Kopftücher und Röcke können manchmal beim Eingang ausgeliehen werden. Vor dem Betreten einer Moschee sind die Schuhe auszuziehen, man achte auf saubere Füße bzw. saubere Socken! In vielen Moscheen ist Nicht-Moslems während der Gebetszeiten der Zutritt verwehrt, in manchen Moscheen können sie anwesend sein, müssen sich jedoch im hinteren Teil aufhalten und sollen natürlich nicht herumgehen oder fotografieren.

Es ist eine gute Idee, sich als Tourist einige Wörter und Redewendungen auf Türkisch für die wichtigsten Situationen mit Hilfe eines guten Sprachführers anzueignen. Türken freuen sich, wenn man sie auf türkisch begrüßen kann, bzw. beim Bestellen im Restaurant oder beim Einkauf sich in ihrer Sprache ein bisschen verständigen kann.

Das Türkische ist grundsätzlich eine sehr logisch aufgebaute Sprache, auch die Aussprache ist für Menschen deutscher Muttersprache relativ leicht; man spricht auch genau so - unter Beachtung der Sonderzeichen - wie man schreibt. Das ist darauf zurückzuführen, dass im Jahre 1928 das bis dahin verwendete arabische Alphabet durch das lateinische ersetzt wurde. Achtung aber auf die Betonung: Im Türkischen gibt es keine so deutliche Betonung einer Silbe wie im Deutschen. Betont man in alter Gewohnheit wie im Deutschen, so versteht einem das Gegenüber möglicherweise nicht. Dringt man weiter in die Grammatik der türkischen Sprache ein, so wird einem sehr bald bewusst, dass der Aufbau dieser Sprache sich sehr von der unseren unterscheidet. So gibt es wesentlich mehr Formen für das Verb als im Deutschen, die teilweise sogar miteinander kombiniert werden können. Eine "eins-zu-eins Übersetzung" ins Deutsche ist somit oft nicht möglich. Die feine Nuancierung im Ausdruck, die die türkische Sprache bietet, kann nur mit vielen Umschreibungen mehr oder weniger gut übersetzt werden.

Einige Anmerkungen zur Körpersprache:

  • Hochziehen der Augenbrauen, manchmal mit einem "ts" kombiniert heißt "nein" und ist nicht beleidigend gemeint!
  • Daumen zwischen Zeigefinger und Mittelfinger geklemmt ist eine obszöne Geste.
  • Wenn man jemand deuten will, herzukommen, dann die Handfläche nach unten und die Handbewegung zum eigenen Körper.
  • Nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen!

Der Körperkontakt auch zu fremden Kindern wird viel schneller hergestellt, als es in Mitteleuropa üblich ist. Insbesondere blonde Kleinkinder werden im Vorbeigehen gerne zärtlich berührt (über den Kopf streichen, Wange tätscheln) und manchmal sogar geküsst.

Wird man in einen Privathaushalt eingeladen, so sollte man immer die Schuhe ausziehen und auf ein kleines Gastgeschenk (z.B. Blumen, Süßigkeiten) nicht vergessen!

Istanbul im Ramadan

Der Ramadan (türkisch Ramazan) ist die einmonatige Fastenzeit im Islam. Der Zeitpunkt hängt vom Mondkalender ab, beginnt also jedes Jahr um ein paar Tage früher. Zur Zeit (2015) findet er von Ende Juni bis hinein in den Juli statt. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird nichts gegessen oder getrunken, nicht geraucht etc. Der Ramadan ist auch eine Zeit um Gutes zu tun: Teilen mit den Armen, Besinnung. Sobald aber der Muezzin am Abend zum "Fastenbrechen" aufruft, beginnt ein wahres Volksfest: Es wird in Gemeinschaft gegessen, getrunken und gefeiert. Zudem sind Märkte üblich, die an unsere Weihnachtsmärkte erinnern. Das Fasten wird nicht nur von strenggläubigen Moslems eingehalten, sondern auch von vielen nicht so gläubigen Menschen. Der Ramadan ist somit durchaus vergleichbar mit den christlichen Feiern bei uns, die einfach zur Tradition dazugehören.

Von den Touristen wird nicht erwartet, dass sie auch fasten. Selbst wenn der Hotelbesitzer und das Hotelpersonal fasten, der Hotelgast bekommt wie gewohnt sein Frühstück und wird ebenso freundlich bedient, wie in der übrigen Zeit. Auch in Restaurants und sogar bei den Straßenverkäufern bekommt man wie üblich zu essen und zu trinken. So ist von einer Reise nach Istanbul während des Ramadans nicht abzuraten. Im Gegenteil: Man bekommt zusätzliche interessante Einblicke in eine fremde Kultur.

Bettler und Straßenverkäufer

Viele Istanbuler müssen sich ihren Lebensunterhalt als "Ein-Mann-Unternehmer", ohne Kranken- und Pensionsversicherung verdienen: Schuhputzer, Strassenverkäufer für alles nur irgendwie erdenkliche (Essbares, gefälschte Markenuhren, Parfüms, schön gearbeitete Handschuhe, Hausschuhe, Babyschuhe aus Wolle - dahinter sitzt eine traditionell gekleidete Türkin und strickt eifrig - Feuerzeuge, Handnähmaschinen usw.) Schlepper für Restaurants, Geschäfte etc. Es erstaunt den Schreiber dieser Zeilen immer aufs Neue, mit welcher Selbstverständlichkeit und Würde viele dieser im Grunde armen Schlucker ihre Arbeit verrichten. So kann ein ambulanter Simit (Sesamkringel) Verkäufer die (auf türkisch) vorgebrachte Begrüßung und die Order nach einer gewissen Anzahl der so schmackhaften Bäckerei mit einem großartigen "Hoş geldiniz" (Herzlich Willkommen) beantworten. Sollten Sie mit Lederschuhen in Istanbul unterwegs sein, lassen Sie sich ihre Schuhe von einem professionellen Schuhputzer auf Hochglanz bringen! "Zehn Jahre Garantie" mag zwar übertrieben sein, aber Ihre Schuhe werden ihren Glanz noch behalten haben, wenn Sie schon wieder zu Hause sind. Vielleicht schaffen Sie ein kleines Schwätzchen (lernen Sie ein paar Worte türkisch!) mit dem Schuhputzer, vielleicht über die Familie, wieviele Kinder Sie haben, wieviele Kinder er hat! Die wenigen Euro, die das kostet, ist es allemal wert.

Kleine Kinder, alte Menschen oder Körperbehinderte, die auf der Straße einzelne Packungen Papiertaschentücher und ähnliches anbieten, traditionell gekleidete junge Türkinnen, die mit einem Säugling im Arm im Straßenstaub sitzend weinend um ein Almosen flehen, werden möglicherweise Ihr soziales Gewissen beschäftigen und Ihnen vielleicht verständlich machen, warum der Islam (mit seinem Gebot zur Mildtätigkeit den Armen gegenüber) zur Zeit so viel Zuspruch erhält.

Hygiene

Leitungswasser sollte man nicht trinken, an jeder Straßenecke gibt es günstig Trinkwasser in Plastikflaschen zu kaufen.

Wenn man unterwegs ein dringendes Bedürfnis verspürt, sollte man sich nach der nächsten Moschee umsehen. Hier findet man immer eine saubere Toilette. Die Aufschrift für Frauen ist Bayan oder Kadın, bei den Männern steht Bay oder Erkek. Oft gibt es auch an großen Plätzen oder Straßenkreuzungen öffentliche Toiletten, die annehmbar sind. Bei allen öffentliche Toiletten, auch in Moscheen, muss man einen kleinen Obolus von 1- 3 Lira entrichten, dass sollte einem eine saubere Toilette wert sein.

Von Vögeln, Hunden und Katzen

Sie sind nicht zu übersehen und zu überhören: Die Tiere, die Istanbul bevölkern. Das Geschrei der riesigen Möwen, das manchmal schon an menschliche Stimmen erinnert. Die Scharen von Tauben vor der Yeni Camii, dem Haupteingang zur Universität, rund um die "Verbrannte Säule" - in andern Städten verbannt man sie, vergiftet sie - hier lässt man Taubenfutterverkäufer ihrer Arbeit nachgehen und spritzt den Taubenkot allabendlich mit viel Wasser weg.

Katzen (türkisch: Kedi), überall Katzen. Vor Jahren waren die Istanbuler Katzen erbärmlich mager, struppig, schmutzig, sie mussten sich von Abfällen ernähren, waren chronisch krank und erschreckend hässlich. Mittlerweile hat jede Moschee, jedes Museum, jedes Geschäft, jede Gasse ihre Katzen. Sie werden zwar nicht - oder nur ungern - ins Haus gelassen, man gestaltet ihnen jedoch Katzenhäuser aus mit Plastikfolie überzogenem Karton und füttert sie hingebungsvoll, nicht selten auch schon mit speziellem Katzenfutter und nicht nur mit Abfällen, und geht mit ihnen sogar zum Tierarzt! Nirgendwo auf der Welt werden Sie in einer Großstadt so viele stolze Katzen sehen wie in Istanbul!

Hunde (türkisch: Köpek), herrenlose Hunde. Der Hund gilt im Islam als unrein und hatte lediglich als Hirtenhund einen gewissen Stellenwert. Früher waren die Istanbuler Straßenhunde kaum zu sehen. Sie waren gewohnt, sofort mit Steinwürfen oder Fußtritten verjagt zu werden. Die schlechte Behandlung der Hunde hatte auch einen nachvollziehbaren Grund: Die Angst vor der Tollwut! Auch das hat sich geändert. Mittlerweile kümmert sich ein Tierschutzverein um die Hunde. Eine Marke im Ohr zeigt an, wann der Hund das letze Mal gegen Tollwut geimpft wurde. Die Istanbuler Hunde sind friedlich. Meist liegen sie irgendwo in der Sonne und lassen es sich gut gehen. Keine Angst, kein herrenloser Hund wird Sie beissen! Hüten Sie sich dennoch, sie zu streicheln. Möglicherweise springt ein Hundefloh auf Sie über, noch wahrscheinlicher ist aber, dass der Hund Sie als sein Herrchen oder Frauchen adoptiert und Ihnen auf Schritt und Tritt folgen wird. Sie werden es kaum übers Herz bringen, ihn oder sie in Istanbul zurücklassen zu müssen.

Wer als Reisender mit dem eigenen Hund unterwegs ist, wird ab und an damit konfrontiert werden, dass Strassenhunde den mitgebrachten Hund als Eindringling ins eigene Revier wahrnehmen. Der Hund wird dementsprechend angebellt und unter Umständen angegriffen oder sogar gebissen. Abhilfe schaffen hier laute, zischende Geräusche ("Schhhhhht"), Aufstampfen mit dem Fuß, entschlossene Wurf- und Trittgesten oder (als letztes Mittel) Steinwürfe. Meist werden die Straßenhunde allerdings schon von den Einheimischen zur Ordnung gerufen. Hunde außerhalb eines "Rudels" verhalten sich aber üblicherweise wie herrenlose Hunde in Deutschland.

Konsulate

Gesund bleiben

Viele Ärzte haben im Ausland studiert und sprechen englisch oder auch deutsch. Das staatliche Gesundheitswesen ist etwas unbeweglich und nicht immer am höchsten Stand.

  • Apotheken, türkisch Eczane, sind sehr zahlreich. Üblicherweise sind sie von Montag bis Samstag 9.00- 19.00 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten gibt es Notfallapotheken Nöbetçi Eczane, die Adressen sind in den Eingangsbereichen der Apotheken angegeben. Es gibt praktisch alle auch bei uns üblichen Medikamente, allerdings manchmal unter anderem Namen, dafür meist rezeptfrei.
  • Spezielle Impfungen sind zwar nicht vorgeschrieben, eventuell anzuraten wären sie gegen Tetanus, Diphterie und Hepatitis A.
  • Magenverstimmungen und Darmprobleme kann man sich als hygieneverwöhnter Mitteleuropäer relativ leicht einfangen. Empfindliche Personen sollten also entsprechend vorsichtig sein bei Imbissen, die von Straßenverkäufern angeboten werden, und auch das Essen in den Garküchen, wo die Speisen stundenlang (oft nur lau)warm gehalten werden, eher meiden. Das Wasser aus der Leitung ist stark gechlort und eignet sich weniger zum Trinken.

Notrufnummern

  • MedLine, privater Rettungswagendienst, englischsprechende Telefonzentrale 90 212 4441212
  • Hızır Acıl Servisi, staatl. Rettungswagen, 112
  • Polis İmdat, Polizei, 155
  • Yangın, Feuerwehr, 110

Klima

Bevorzugte Reisezeiten für Istanbul wären Frühling ab April und Herbst. Im Sommer kann es sehr heiß und schwül werden, allerdings weht am Bosporus oft ein kühlender Wind. Schöne Tage gibt es bis Ende Oktober, auch im November kann es noch angenehm sein. Ab Dezember wird es unangenehm kalt und regnerisch, es kann auch schneien und Frost geben. Auch die Luft ist dann oft schlecht, viele Istanbuler müssen mit billiger und minderwertiger Braunkohle oder Elektroheizlüftern heizen. Die schönste Zeit ist im Frühling zur Tulpenblüte.

Monat J F M A M J J A S O N D
Tagestemperatur 7 8 10 15 20 25 27 27 24 19 13 9
Nachttemperatur 2 2 4 8 12 16 18 19 16 12 8 5

Post und Telekommunikation

In der Innenstadt gibt es noch zahlreiche öffentliche Festnetztelefone. Das Handy ist bei vielen Türken ständiger Begleiter, über den günstigsten Roamingtarif informiert Ihr nationaler Netzbetreiber. Es gibt Internetcafes. In den meisten Hotels gibt es kostenfreien Zugang zum Internet, jedoch nur selten in Restaurants und anderen öffentlichhen Plätzen. Die Roamingkosten für 1 MB liegen meist bei über 20 €/MB (!), so dass sich entweder eine türkische Prepaidkarte lohnt oder man sollte die Einstellungen seines Smartphones sehr genau kontrollieren, um keine hohen Rechnungen zu erhalten.

Die schöne Gebäude der Hauptpost (nebst einem Museum) befindet sich im Stadtteil Sirkeci, nicht weit vom Bahnhof. Briefmarken bekommt man meist auch dort, wo man Ansichtskarten kaufen kann. Oft übernimmt das Hotel die Aufgabe von Postsendungen.

Lernen

Arbeiten

Offiziell darf man als EU-Bürger ohne spezielle Arbeitserlaubnis nicht arbeiten. Diese erhält man nur, wenn man mit einem potentiellen Arbeitgeber einen entsprechenden Vertrag abschließt, dieser einen Antrag beim Arbeitsministerium stellt und dieser Antrag auch genehmigt wird. Auch um länger als 3 Monate am Stück in der Türkei zu verweilen, braucht man eine Sondergenehmigung. Es ist allerdings möglich, nach Ablauf des dreimonatigen Aufenthalts als Tourist für einen Tag in ein Nachbarland zu fahren um anschließend wieder mit einem Touristenvisum einzureisen. In diesem Zusammenhang: Österreicher brauchen ein Visum, das an der Grenze formlos ausgestellt wird, aber € 15 kostet.

Sicherheit

Die Gegend um den Taksim ist nach den Gezi-Park-Protesten im Sommer 2013 wieder ruhig und sicher, es empfiehlt sich aber, diesbezüglich die Nachrichten zu verfolgen, da gelegentliche Demonstrationen da und dort stattfinden können. So gab es im Juni 2015 im Stadtteil Beyoğlu eine Demonstration von Schwulen und Lesben, die von der Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas auseinandergetrieben wurde. Dabei wurden auch zufällig anwesende Touristen sowohl mit Wasser als auch Tränengas "beglückt". Bei einer in diesen Tagen stattfindenden gewaltfreien aber lautstarken linksgerichteten Demonstration im Stadtteil Kadıköy war von Polizei weit und breit nichts zu sehen.

Aufpassen sollte man in jeder Metropole. Es gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.

In Istanbul prallen extreme Gegensätze aufeinander: Aufgeschlossene, nach europäischen Maßstäben gebildete Menschen, wie sie in jeder europäischen Großstadt anzutreffen sind auf der einen Seite, strenggläubige Muslime auf der anderen und dazwischen Mischungen aus beiden Extremen aller Schattierungen. Extremer Reichtum und extreme Armut mit allen ihren Schattenseiten, eher schlecht als recht verdienende "Ein-Personen-Unternehmer", die weder kranken- noch pensionsversichert sind, arbeitende Kinder, Bettler. Der immer noch große Zusammenhalt innerhalb von Großfamilien ersetzt das weitgehend fehlende soziale Netz des Staates. Zudem leben in Istanbul viele Menschen aus zahlreichen anderen islamischen Ländern, insbesondere auch aus Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, Flüchtlinge aus Afghanistan etc.

Angesichts dieser Voraussetzungen muss man Istanbul als sehr sichere Stadt bezeichnen. Gewaltverbrechen sind vergleichsweise selten, Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle können vorkommen. Ein "übers Ohr gehauen werden" in manchen Geschäften oder Lokalen ist nicht selten, aber keineswegs die Regel! Vielfach bieten sich Einheimische - oft auch Jugendliche - als Führer an, sperren einem vielleicht auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit auf und verlangen am Ende, quasi als "Austritt" dann eine überhöhte "Eintrittsgebühr". In solchen Fällen sollte man daher immer vorher fragen, wie viel es kostet (Sprachführer), um unliebsame Überraschungen möglichst zu vermeiden.

Ein gelegentlicher Trick, mit der Schuhputzer auf sich aufmerksam machen, ist das im Vorübergehen Fallenlassen einer Schuhbürste. Macht man ihn nun auf sein "Missgeschick" aufmerksam, so wird man selbstverständlich auf einen (kostenfreien?) Schuhputz "eingeladen". In diesem Falle also immer im Vorhinein abklären, was das dann kostet!

Vorsicht vor "zwielichtigen" Lokalen, die an Bordelle oder Spielhöllen erinnern: Hier werden Sie gnadenlos abgezockt. Lassen Sie sich in solche Lokale auch nicht einladen! Berüchtigt sind Lokale in den Stadtteilen Laleli (Aksaray), Tarlabaşı und Elmadağ (Taksim), Für konsumierte Getränke und auch bei "nicht stattgefundenem Verkehr" mit Prostituierten werden hier unverschämt hohe Rechnungen präsentiert, deren Bezahlung unter Androhung von Gewalt eingetrieben wird. Insbesondere alleinreisende Männer werden auf der Strasse von freundlichen Einheimischen angesprochen und in solche Lokale gelockt.

Alleinreisenden Frauen, die nicht belästigt werden wollen, sei empfohlen, sich einheimischen Männern gegenüber zurückhaltend zu benehmen, Blickkontakt zu vermeiden und im Ernstfall auf der Straße lieber Frauen als Männer anzusprechen.

Die in der Innenstadt, nahe der Hagia Sophia gegenüber dem Eingang zur Yerebatan-Zisterne ausgeschilderte Touristenpolizei, an die man sich wenden kann, wenn man Probleme hat, gibt es nicht mehr, das gelbe Holzhaus ist leer (Stand 2015).

Einkaufen

  • Kapalı Çarşı (Großer Basar bzw. Bedeckter Basar), geöffnet Montag - Samstag, 09.00 - 19.00, der Besuch ist noch ein Erlebnis, heute leider stark auf Touristen ausgerichtet. Vereinzelt findet man noch traditionelle Handwerksbetriebe und Geschäfte mit besonderen Waren. Die Preise können hier verhandelt werden, manchmal sind sie auch angeschrieben, dann jedoch oft - aber nicht immer - um ein Vielfaches überhöht. Es ist dringend zu empfehlen, sich vorher über den wahren Wert einer Ware gut zu informieren! Die alte Regel, man biete die Hälfte des vom Händler genannten Preises und treffe sich dann irgendwo dazwischen, kann nicht mehr als allgemein gültig angesehen werden. Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass die Preise hier höher sind.
  • Mısır Çarşısı (Ägyptischer Basar, Gewürz-Basar) in Eminönü ist, wie der Name schon verrät, ein wahres Paradies für Augen und Nase. Rund um den Ägyptischen Basar und zwischen diesem, dem Großen Basar und der Süleymaniye Camii gibt es eine Unzahl von Läden und Straßenverkäufern, wo man so ziemlich alles in allen nur erdenklichen Qualitäten bekommt, von Lebensmitteln über Textilien, Schmuck, Haushaltsartikel, Spielzeug, Werkzeug bis hin zu gefälschten Markenuhren und gefälschtem Viagra. Hier kann man noch orientalisches Basarfeeling pur erleben, hier kaufen die Einheimischen.
  • Istiklal Caddesi, Fussgängerzone im Stadtteil Beyoğlu, erreichbar von der Galata-Brücke aus auch mit der U-Bahn "Tünel". Ebenfalls sehr empfehlenswert ist ein Bummel auf dieser sehr westlich orientierten Flaniermeile, hier haben unter anderem die internationalen Bekleidungskonzerne ihre Filialen, es gibt aber auch Boutiquen, Buchhandlungen, Antiquariate etc. Die Läden haben dort oft bis spät in die Nacht hinein geöffnet. Auch am Weg dorthin rund um den Galata-Turm gibt es zahlreiche interessante Geschäfte.
  • Kadiköy: Für diejenigen, die es beschaulicher und wenig touristisch haben wollen, gibt es in diesem Stadtteil am asiatischen Ufer einen besonders sehenswerten Lebensmittelmarkt, originelle Antiquitätenläden, Trödler und andere interessante Geschäfte. Erreichbar mit einer Fähre von Eminöni aus.

In normalen Geschäften außerhalb des Großen Basares sind die Preise angeschrieben und meist nicht verhandelbar. Sind sie nicht angeschrieben, so gelten die Gepflogenheiten des Großen Basars: Sich vorher gut informieren! Wenn Sie das Glück haben, in Istanbul in einem kleinen familiär geführten Hotel zu wohnen, so können Sie sich oft vom Hotelpersonal gute Tipps geben lassen, wo sie was zu seriösen Bedingungen erstehen können.

Häufig werden Sie auf der Straße angesprochen und von demjenigen zu "seinem" Geschäft gelotst. Üblicherweise ist dieser ein Schlepper und erhält Provision vom wirklichen Inhaber des Ladens, die Ihnen dann auf den Preis aufgeschlagen wird. Allerdings gibt es in Istanbul viele arme Leute, die sich so ihren Lebensunterhalt - oder einen Teil davon - verdienen müssen.

In Istanbul kann man - von den meisten Hotels und einigen wenigen Restaurants abgesehen - praktisch nur mit Bargeld bezahlen. Daher gibt es zahlreiche Geldautomaten, an denen sich oft Schlangen zum Geld abheben bilden. An den meisten Automaten kann man auch mit Kreditkarten oder Maestro-Karten Geld abheben.

Wochenmärkte - Semt Pazarları

Jeden Tag ist in einem anderem Stadtteil Wochenmarkt:

Montag: Sarıyer İstinye, Fatih Unkapanı, Çengelköy Pazarı

Dienstag: Kadıköy Salı Pazarı, Beyoğlu Cihangir, Beşiktaş Arnavutköy, Fatih Balat, Beykoz Anadolu Hisarı, Prinzeninseln Kınalıada Pazarı

Mittwoch: Fatih Çarsamba Pazarı, Eminönü Sultanahmet, Beşiktaş Ortaköy, Sarıyer Pazarı, Kadıköy Bostancı, Üsküdar Kuzguncuk, Prinzeninseln Heybeliada Pazarı

Donnerstag: Goldenes Horn Beyoğlu Sütlüce, Eminönü Kadırga, Şişli Feriköy, Prinzeninseln Büyükada Pazarı

Freitag: Eyüp Pazarı, Sarıyer Yeniköy, Üsküdar Pazarı, Prinzeninseln Burgazada Pazarı

Samstag: Beşiktaş Pazarı, Goldenes Horn Beyoğlu Sütlüce, Beykoz Çayırda, Sarıyer Hisarüstü

Sonntag: Kasımpaşa İnegöl Pazarı

Küche

Die türkische Küche zählt neben der französischen und chinesischen zu den bekanntesten und besten Küchen der Welt. Diese Küche ist genauso farbig wie das Kulturmosaik des Landes und besteht aus zahllosen und unterschiedlichen Geschmäcken. Die unterschiedlichen Klimazonen des Landes spielen bei der Entwicklung der regionalen Spezialitäten eine grosse Rolle. Die östliche Schwarzmeerküste ist ein gutes Beispiel dafür. Wegen hoher Niederschlagsmengen kann dort Weizen nicht angebaut werden. Daher bilden Mais und Maismehl die Hauptnahrungsmitteln dieser Küche. Im Gegensatz dazu ist das Südostanatoliengebiet für die Kebaps berühmt, da dort vorwiegend Viehzucht betrieben wird. Als ein Olivendepot ist die Ägäis für die leckeren Gemüsespeisen bekannt. Ausserdem sind die Teigpasteten des Nordwestgebietes (Trakien) sehr beliebt. Die raffinierte Küche von Istanbul ist durch diese verschiedenen Gerichte der Regionen bereichert.

Allgemein zeichnet sich die türkische Küche durch variantenreich zubereitetes Gemüse aus. Eine Besonderheit ist hier auch die Verwendung von Yoghurt. Fleischgerichte bestehen meist aus Geflügel, Lamm und auch Rindfleisch. Schweinefleisch fehlt naturgemäß, es wird nur in sehr touristisch ausgerichteten Restaurants angeboten, wobei die Qualität aber oft nicht mit den Preisen konform geht. Frische Fische und Meeresfrüchte werden zahlreich und verhältnismäßig günstig angeboten. Für Leckermäuler: Es gibt eine Unzahl traumhafter Süßspeisen!

Die Kosten für eine Mahlzeit differieren sehr stark. Fast überall kann man in Garküchen ("Lokanta") - hier werden die Gerichte in flachen Metall-Behältnissen warm gehalten und können nach Besichtigung geordert werden - für ca. umgerechnet etwa € 5.-- bis € 10,-- ausgiebig (Suppe und Hauptspeise mit Salat, gegebenenfalls auch Nachtisch) essen und trinken. Brot und Wasser sind üblicherweise kostenfrei, für Mineralwasser, Limonaden, Fruchtsäfte und alkoholische (diese sind nicht überall erhältlich) Getränke muss extra bezahlt werden. Ein Glas Tee kostet meist TL 1.-- (ca. € --.35). Die Preise hängen natürlich auch stark von der Lage des jeweiligen Lokals ab, weshalb es sich empfiehlt, diese zu vergleichen; meist sind sie schon vor dem Lokal auf großen Speisekarten angeschlagen. Die Qualität des Essens ist fast immer sehr gut, auch in den einfacheren Lokalen, die vornehmlich von den Einheimischen frequentiert werden.

Alkohol wird in vielen Lokalen nicht ausgeschenkt, am ehesten erhält man noch Raki, einen Anisschnaps, der mit Wasser verdünnt getrunken wird. Bier gibt es nur in entweder touristisch oder westlich ausgerichteten Lokalen (z.B. in und um die Istiklal Caddesi), ist vergleichsweise teuer und wird in Mengen von 0,33, 0,5 (TL 10.--) und 0,7 l angeboten. Wein gibt es nur in teureren Restaurants. Es gibt auch türkischen Wein, der übrigens gar nicht schlecht ist!

Touristen wird manchmal gerne extra "Service" oder "Tax" berechnet. Sie können das natürlich reklamieren. Allerdings verdienen Kellner oft erbärmlich schlecht und versuchen sich eben auf diese Weise ihr Gehalt aufzubessern. Der Schreiber dieser Zeilen sucht sich während eines Istanbul-Aufenthalts gerne ein "Stammlokal" aus. Praktisch immer wird man ab dem zweiten Besuch besonders aufmerksam und freundlich bedient und bekommt oft zum Abschluss des Essens noch eine kleine Süßspeise oder einen Tee gratis.

Vorsicht ist immer bei rein touristischen (organisierten) Ausflugszielen anzuraten: Hier rechnet man nicht mit einem Wiederkommen des Gastes und betrachtet ihn, sobald er Platz genommen und bestellt hat, nur mehr als Opfer für Abzocke.

Ein neuer "Sport" unter den einzelnen Restaurants scheint zu sein, dass man um gute Bewertung beim Internetportal TripAdvisor kämpft. So wird man nach dem Bezahlen häufig gebeten, dort einen Kommentar zu verfassen. Das hat für die Gäste den großen Vorteil, dass man sich dort über Lokale vorab informieren kann. In den in der jeweils letzten Zeit gut bewerteten Lokale wird man so mit großer Wahrscheinlichkeit bestens bedient und braucht "Abzocke" nicht zu fürchten.

Auch auf der Straße bekommt man an allen Ecken und Enden Essbares und Trinkbares angeboten: Frisch gepresste Fruchtsäfte (Orangensaft, Granatapfelsaft) Esskastanien, gegrillte Maiskolben, natürlich Döner-Kebap, in der Nähe des Goldenen Horns auch Muscheln und Fischbrötchen. Denken Sie hier daran, dass der hygienische Standard möglicherweise Ihrem mitteleuropäischem Magen Probleme bereiten kann und achten Sie auf frische Zubereitung. Für den ganz schnellen Imbiss wärmstens empfohlen werden können die überall erhältlichen Sesamkringel, Simit genannt, die meist um TL 1,00 verkauft werden. (Stand Juni 2015)

Ausgehen & Nachtleben

Das Nachtleben von Istanbul gilt vielfach als das zur Zeit intensivste in Europa, wenn nicht weltweit. Dies trifft vor allem auf das Bohemienviertel Beyoğlu zu, hier im Besonderen auf die Fußgängerzone der Istiklal Caddesi zwischen der Bergstation des Tünel und dem Taksim-Platz und die angrenzenden Gassen zu. Hier gibt es unzählige Restaurants, Cafes, Bars, Jazz-Clubs, Diskotheken etc. Für jeden Geschmack, jede Orientierung und jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Häufig gibt es auch Live Musik unterschiedlichster Richtungen. Menschenmassen wälzen sich tagtäglich in beängstigenden Massen bis am Morgen durch die Istiklal Caddesi. Hier geht es sehr ausgelassen zu, Kleidungsstil ist jeder erlaubt, der Unterschied zu den konservativen Stadtteilen auf der anderen Seite des Goldenen Horns könnte größer nicht sein. Ein besonderes Erlebnis ist hier ein Abendessen auf einer der zahlreichen Dachterrassen, traumhafter Blick auf Bosporus und Goldenes Horn inklusive.

Nördlich des Taksim-Platzes in den modernen und vornehmen Stadtteilen Nişantaşi und Levent gibt sich der türkische und internationale Jet-Set ein Stelldichein, die Bars könnten genauso gut in Manhattan sein, z.B. die Buz-Bar. Ebenfalls schick und teuer gibt sich Ortaköy, der Stadtteil am europäischen Brückenkopf der ersten Bosporusbrücke. Berühmt ist hier z.B. der Club Reina: Hier legen die Superreichen mit ihrer Yacht an, die Flasche Wodka kostet vielleicht € 300.--

In Kumkapi, südöstlich vom Zentrum Sultanahmet am Marmarameer gibt es zahlreiche Fischrestaurants, hier spielen am Abend Roma-Bands, vielfach nehmen auch Einheimische ihre Instrumente mit, es wird gesungen, getanzt und der Raki fließt in Strömen. Mittlerweile etwas touristisch geworden, aber immer noch empfehlenswert.

Auf der Galatabrücke befinden sich unterhalb der Fahrbahn, direkt am Wasser auf beiden Seiten dicht gedrängt Restaurants und Bars. Empfehlung: den Sonnenuntergang auf der Westseite der Brücke geniessen. Eine unbeschreibliche Atmosphäre! Etwas Vorsicht ist hier leider angebracht: Von manchen Touristen werden hier Abzockermethoden gemeldet.

Auf der asiatischen Seite könnte man das gemütliche Viertel Kadiköy empfehlen. Zwischen alten griechischen und armenischen Kirchen, einer Fußgängerzone mit Flohmarkt finden sich einige nette Bierkneipen mit studentischem, westlich orientiertem Publikum - hier können auch Istanbuler Frauen ungestört allein ein Bier trinken und auch Ausländerinnen werden nicht ständig angesprochen. Von der Anlegestelle der Fähre die große Strasse ein Stück bergauf und dann rechts halten. Nebenbei: In Kadiköy am Hafen ist ein Gasballon stationiert, mit dem man 200 m senkrecht in die Luft steigen und Istanbul von oben aus betrachten kann.

Lernen und Studieren

Es gibt in Istanbul viele Anbieter für Türkischunterricht vor Ort. Das Kursangebot geht hier vom Crashkurs über Einsteigerkurse bis hin zur Klassengröße. Die Kursdauer beträgt meistens zwischen einer und 12 Wochen.

Anbieter sind z.B.:

So gehts weiter


Weblinks


Als besonders informativ neben den zahlreichen Reiseführern für Istanbul sei erwähnt:

Romane

Literatur


Autoren und Lizenz


 

 

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