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Reiseführer Italien

Italien, Italien

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Italien 2021

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Einleitung


Flagge
Kurzdaten
Hauptstadt: Rom
Staatsform: Republik
Währung: Euro
Fläche: 301.000 km²
Bevölkerung: 58.1 Mio
Sprachen: Italienisch, Deutsch (in Südtirol), Slowenisch (in FVG), Französisch (in Aostatal)
Religionen: Römisch-Katholisch (mehrheitlich)
Stromnetz: 230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl: 39
Internet TLD: .it
Zeitzone: UTC 1

Italien liegt in Südeuropa. Angrenzende Flächenstaaten sind Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien im Norden. Italien gehört zu den beliebtesten Ferienzielen in Europa. Neben der exzellenten Küche locken die ewige Stadt, die Toskana, Südtirol oder Venedig zahlreiche Besucher an. Italien bietet eine enorme kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Nicht umsonst unternahm auch J.W. Goethe seine berühmte Italienreise.

Regionen


Städte


Die elf wichtigsten Städte in Italien sind:

  • Bari - Grabstätte des Hl. Nikolaus, historische Hafenstadt und Tor nach Südosteuropa.
  • Bologna - wichtige Handels- und Messestadt.
  • Florenz (Firenze) - bedeutsam für Geschichte, Kunst und Architektur, zweite Hauptstadt des modernen Italiens.
  • Genua (Genova) - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus.
  • Mailand (Milano) - teilt sich mit Paris den Titel "Modehauptstadt der Welt" und ist die wirtschaftliche Hauptstadt Italiens.
  • Neapel (Napoli) - Großstadt mit den berühmten Zielen Herculaneum und Pompeji.
  • Palermo - Hauptstadt von Sizilien, eine Stadt der Gegensätze.
  • Rom (Roma) - sowohl Hauptstadt Italiens als auch des alten Römischen Reiches, Zentrum der Katholischen Kirche (Vatikan).
  • Turin (Torino) - die erste Hauptstadt des modernen Italiens und Austragungsort der olympischen Winterspiele 2006.
  • Venedig (Venezia) - berühmt für Kunst und Geschichte. Die Stadt besitzt keine Autostraßen, dafür umso mehr Kanäle.
  • Verona - am Südrand der Alpen, hier befindet sich die weltberühmte Arena.

Weitere Städte findet man in den Regionsartikeln.

Weitere Ziele


Inseln: Elba, Sardinien, Sizilien, Stromboli, Vulcano, Lipari, Capri, Ischia

Touristisch herausragende Orte: Sorrent, Amalfi, Positano, Capri, Ischia, Cinque Terre, Elba, Rimini, Volterra, San Gimignano, Montepulciano, Pisa, Taormina, Cefalù, Syrakus, Urbino, Varigotti

Hintergrund


Dom von Florenz

Italien wurde erst im Jahre 1861 ein Nationalstaat, als sich die Kleinstaaten auf der Halbinsel samt Sizilien und Sardinien unter König Viktor Emmanuel II. zusammenschlossen. Die Ära der Demokratie fand nach der Errichtung des Faschismus unter Benito Mussolini in den 1920er Jahren ihr Ende. Das Bündnis mit Hitlerdeutschland führte das Land anschließend in den Zweiten Weltkrieg. Nach der Niederlage löste 1946 eine republikanische Staatsform die Monarchie ab, gleichzeitig erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung. Italien war Gründungsmitglied der NATO und der Europäischen Gemeinschaft. Es gehörte zu den Vorreitern der europäischen Einigung und nahm 1999 an der Währungsunion teil. Heute steht der Süden des Landes mit illegaler Einwanderung, organisiertem Verbrechen, Korruption, hoher Arbeitslosigkeit und schlechten Wachstumsraten im Kontrast zum prosperierenden Norden.

Einreisebestimmungen


Anreise


Da Italien Mitglied des Schengener Abkommens ist, kann ein EU-Bürger jederzeit mit einem entsprechenden Identitätsnachweis oder Reisepass nach Italien einreisen. Bürger anderer Nationen sollten sich bei der italienischen Botschaft ihres Landes nach den individuellen Einreiseformalitäten erkundigen.

Mit dem Flugzeug

Die wichtigsten Städte wie Rom, Mailand, Genua, Turin, Verona, Venedig, Bologna, Florenz, Neapel, Cagliari oder Palermo haben einen internationalen Flughafen, der von den meisten größeren Fluggesellschaften angeflogen wird. Kleinere Flughäfen sind in größeren Städten wie z.B Triest, Bergamo, Pisa, Perugia, Foggia, Bari, Trenitalia u.a. vorhanden, werden aber nur von Regional-Fluggesellschaften oder von den, in letzter Zeit weiter verbreiteten, sog. Billig-Fliegern angeflogen. Man sollte sich bei der Planung einer Flugreise nach Italien diese Möglichkeiten zu Nutze machen, aber auch bedenken, dass es im Land des scioppero (Streik) durchaus auch zu unerwarteten, längeren Verzögerungen kommen kann.

Mit der Bahn

Die Eisenbahn, meist FERROVIE DELLO STATO (FS), die heutige Trenitalia, oder andere regionale Gesellschaften, sind ein preiswertes und relativ pünktliches Fortbewegungsmittel. Das Eisenbahnnetz ist recht dicht und bis in den tiefsten Süden und per Fähre sogar bis Sizilien reichend! Fast jede größere Stadt ist per Bahn erreichbar. Die Preise sind weit günstiger als in Deutschland. Es gibt auch die Möglichkeit via Internet (s. Adresse oben) die Fahrkarten zu buchen (auch auf Englisch).

Mit dem Bus

Mit dem Bus kommt man in Italien eigentlich überall hin. Oft schneller, günstiger und komfortabler als mit der Bahn. Ganz einfach ist es aber nicht.

Trick 1: Es wird meist zwischen Stadtbussen, Regionalbussen und überregionalen Busse unterschieden. Man sollte sich also vorher überlegen welcher Typ Bus in Betracht kommt und sich dann eine entsprechende Busgesellschaft aussuchen z.B. über das Internet. Vor Ort ist das leichter, man beachte Aufschriften an vorbeifahrenden Bussen, schaue am Busbahnhof o.ä. vorbei und frage Einheimische.

Trick 2: In bezahlt (Sizilien) haben dem Autor folgende Links geholfen:

Trick 3: Haltestellen sind nicht immer gekennzeichnet. Auch scheint jede Gesellschaft eigene Haltestellen zu haben. (In den Fahrplänen sind manchmal Orte angeben, die auf keiner Karte zu finden sind, wie z.B. gegenüber von der Apotheke oder an der Bar X.) Auf der Straße fragt man am besten nach Pullmann/ Autobus(Bus) und Fermata (Haltestelle).

Auf der Straße

Wer Italien mit dem Auto erkunden möchte tut gut daran, sich vorgängig über die Route zu informieren. Straßenkarten tun dabei einen wertvollen Dienst und sind bei Automobilclubs zu haben.

Nach Wegweisern zu navigieren ist in Italien nicht ganz einfach. Zu oft sind diese nämlich alt, verwittert und schief oder so klein beschriftet, dass man ohne Ehrenrunde nicht zu Ende lesen kann. Auch Anhäufungen von 15 oder mehr Wegweisern an einer Stange sind nicht selten.

Zu beachten ist auf Schnellstraßen und Autobahnen die Art und Weise der Beschriftung. Während in der Schweiz z.B. ein Fernziel als Stadt angegeben wird, nennen die Fernzieltafeln in Italien oft eine Strecke als Ziel. Wer z.B. nach La Spezia fahren möchte, biegt nach Milano Richtung Genova-Livorno ab (weil La Spezia dazwischen liegt). Zudem werden die Fernziele auf den Autobahnwegweisern oft nicht ausgeschrieben, es werden die Abkürzungen der Provinzen wie auf den Nummernschildern verwendet, im obigen Beispiel könnte dann GE - LI auf dem Wegweiser stehen. Die Einfahrt auf die Autobahn kann herausfordernd werden, wenn man sich auf einer Kreuzung zwischen GE - LI und MI entscheiden muss (und nach La Spezia fahren möchte...). Ein frühzeitiger Blick in den Atlas ist hilfreich, mit dem Navigationssystem hat sich die Situation deutlich entschärft.

Autofahren ist in Italien relativ teuer. Die Benzinpreise und die Mautgebühren auf den Autobahnen machen sich in der Ferienabrechnung bemerkbar.
Empfehlenswert sind Via-Cards zum Bezahlen der Mautgebühr auf Autobahnen. Man bezahlt die Karte im Voraus (es gibt Karten zu 10, 20 und 50 Euro) und kann bargeldlos Autobahnfahren und an den grossen Zahlstellen die blauen Spuren (Via Card) benutzen. Wenn der Betrag auf der Karte erschöpft ist, kann eine zweite Karte zur Zahlung des Restbetrags eingesetzt werden, allerdings funktioniert es nicht mit drei Karten. Da die Fahrt Milano - Autobahnende vor Salerno über 50 Euro kostet, muss eine der mitgeführten Karten eine 50 Euro - Karte sein, die Bezahlung mit drei 20 Euro - Karten ist technisch nicht möglich. Via-Cards gibt es an Tankstellen, Autobahnraststätten und in der Schweiz beim TCS. Vorsicht, die gelben Spuren sind dem Telepass mit automatischer Abrechnung des Mautbetrags vorbehalten.
Ein Zurücksetzen vor der Zahlstelle (wen man falsch eingespurt hat) ist strengstens verboten. Wenn die Bezahlung nicht möglich ist, ist eine Weiterfahrt trotzdem möglich. Entweder kann per Gegensprechanlage ein Mitarbeiter gerufen werden, oder es wird ein Ticket (die Autonummer wird gescannt und das Fahrzeug registriert) ausgedruckt, das recht problemlos daheim per Kreditkarte bezahlt werden kann.

Für Motorradfahrer gilt die Helmpflicht mit einem ECE konformen Helm! Bei Nichtbeachtung kann das Motorrad vor Ort beschlagnahmt werden. Desweiteren ist das Loslassen des Lenkers oder das Abheben der Beine untersagt, d.h. kein Grüßen. Die Vorschriften werden teils recht drastisch umgesetzt.

Bei Unfällen mit ausländischen Verkehrsteilnehmern Fahrzeuge nicht bewegen, sondern direkt die Polizei verlangen. Das braucht zwar viel Geduld und Nerven, erspart aber später Probleme mit der Versicherung. Weitere Informationen unter Mobilität.

Mit dem Schiff

Es verkehren verschiedene Fähren aus Griechenland, Albanien und Kroatien. Die meisten von ihnen fahren Venedig, Ancona, Bari oder Brindisi an.

Einige reguläre Fährlinien verlaufen auch von Korsika nach Genua, Livorno, Civitavecchia und Sardinien. Es existieren auch Fährverbindungen von verschiedenen nordafrikanischen Häfen nach Sizilien.

Mobilität


Viele Mitteleuropäer empfinden den sprichwörtlich gewordenen "italienischen Fahrstil" als etwas chaotisch. Das mag daran liegen, dass die Straßenverkehrsordnung oft flexibler gehandhabt wird, als in nördlicheren Ländern - oft spricht man auch davon es gäbe nur eine Verkehrregel: "No rules". Das dies nicht nur amüsant ist zeigt die Vekehrsstatistik: Etwa 55 Verkehrstoten pro Million Einwohner in Deutschland stehen in Italien 79 Unfalltote gegenüber (Zahlen aus 2009).

Zum besseren Verständnis einige subtilere, ungeschriebene Regeln, die von Ausländern nicht immer richtig erkannt werden:

  • Die Kommunikation der Fahrer untereinander hat eine höhere Bedeutung. Vieles wird per Handzeichen, Lichthupe oder Hupe geklärt.
  • Gegenseitige Rücksicht und Mitdenken. Italienische Fahrer pochen in der Regel weniger auf ihre Rechte und sind öfters bereit, anderen Zugeständnisse zu Gunsten eines besseren Verkehrsflusses zu machen. Die gelegentliche Gedankenlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer kann dadurch meist ausgeglichen werden.
  • Die Hupe wird gerne als Kommunikationsmittel eingesetzt. Besonders auf engen, unübersichtlichen und kurvenreichen Landstraßen hupen Italiener gerne vor der Einfahrt in eine Kurve. Wenn niemand zurückhupt, gehen sie davon aus, dass die Kurve frei ist und benutzen die volle Breite der Straße. Ausländer müssen sich daran gewöhnen, bei einem Hupen hinter einer Kurve unverzüglich zurückzuhupen.
  • Die Signalisation ist nicht so zuverlässig und durchgehend wie man sich das in D oder CH gewohnt ist. Auf unbekannten Strassen deshalb vorsichtig fahren, nicht jede enge Kurve ist signalisiert. Geschwindigkeitslimits werden eher flexibel umgesetzt.

Für Fussgänger gilt: Nicht an einem Zebrastreifen darauf warten dass jemand anhält, das wird im allgemeinen nicht geschehen, wenn man in einem sinnvollen Moment losgeht wird aber bereitwillig angehalten. Ähnliches gilt an grünen Fussgängerampeln, gehalten wird nur wenn man wirklich losläuft.

Sprache


Amtssprache ist Italienisch. Im Nordwesten wird lokal auch Französisch gesprochen (Region Aosta) und in Südtirol gibt es eine deutschsprachige Mehrheit. In einigen Dolomitentälern wird ladinisch gesprochen. Auf der Insel Sizilien wird eine stark abgewandelte Form vom italienischen gesprochen, sie gilt schon fast wie eine eigene Sprache. Während man auf Sardinien eine eigene Sprache spricht, welche anerkannt ist, die noch viele Einflüsse aus dem Lateinischen aufweist. Deswegen verfügt Sardinien über eine lokale Autonomie. In Friaul-Julisch-Venetien ist auch Slowenisch Minorität. In einigen Orten Süditaliens, in Apulien wird von den Älteren ein griechischer Dialekt, das Griko, gesprochen, der noch aus der Zeit der "Magna Graecia" herrührt.

In den touristisch gut erschlossenen Gebieten kommt man mit Englisch gut durch. Besonders im Landesinnern aber hilft Englisch kaum mehr weiter und man muss auf Italienisch kommunizieren.

Klarkommen


Achtung Wintersportler auf Italien Pisten herrscht für Kinder bis 14 Jahren Helmpflicht!

Rauchen

Seit 2005 herrscht in allen öffentlichen Gebäuden, auch in Gaststätten und Büros, striktes Rauchverbot. Im Freien und in ausgewiesenen Raucherzonen ist es noch erlaubt.

Auch das wird lokal noch weiter eingeschränkt, in Neapel und Bozen ist das Rauchen auf allen öffentlichen Flächen, auf denen sich Kinder und Schwangere aufhalten könnten, wie etwa Straßen, Plätzen, Spielplätzen, Freiluftbühnen und Sportstadien usw. ebenfalls verboten.

Feiertage

Termin Name Bedeutung
1. Januar Capodanno Neujahrstag
6. Januar Epifania Heilige Drei Könige
1. April 2013 Pasquetta Ostermontag
25. April Liberazione Tag der Freiheit (1945)
1. Mai Festa del Lavoro Tag der Arbeit
20. Mai 2013 Lunedi di Pentecoste Pfingstmontag, nur in Südtirol
2. Juni Festa della Repubblica Tag der Republik, Gründung der italienischen Republik 1946
15. August Ferragosto Mariä Himmelfahrt
1. November Ognissanti Allerheiligen
8. Dezember Immacolata Mariä Empfängnis
25. Dezember Natale Weihnachten
26. Dezember Santo Stefano Stefanstag
31. Dezember San Silvestro Silvester

Lokale Feiertage zu Ehren der Schutzheiligen:

Stadt Termin Heiliger
Venedig 25.4. St. Markus
Florenz 24.6. Johannes der Täufer
Genua 24.6. Johannes der Täufer
Turin 24.6. Johannes der Täufer
Rom 29.6. St. Petrus
Siena 2.7. Palio
Palermo 15.7. Sta. Rosalia
Siena 16.8. Palio
Neapel 19.9. St. Gennaro
Bologna 4.10. St. Petronius
Triest 3.11.
Bari 6.12. St. Nikolaus
Mailand 7.12. St. Ambrosius

Karfreitag ist kein Feiertag in Italien.

Ausgehen & Nachtleben

Unterkunft

Für den individuellen Urlaub in Italien bieten sich Ferienwohnungen und Ferienhäuser an.

In Italien gibt es auch viele Campingplätze, die gut ausgerüstet sind. Wer einen mittleren Standard sucht, sollte beim Zeltplatz auf mindestens 4 Sterne achten. Darunter fehlt oftmals warmes Duschwasser oder es muss mit Jetons separat bezahlt werden. In der Hochsaison von Juli bis September ist es mit großen Zelten schwierig, einen freien Platz zu finden. Spontane Camper mit Kleinzelten (Iglus...) finden jedoch fast immer ein Plätzchen.

Arbeiten

Literatur

So man sich in die Poebene oder gar zum Podelta begibt, sollte man Guarechis Don Camillo und Peppone im Gepäck haben. Besser kann man das dortige Lebensgefühl nicht beschreiben.

Kunst und Kultur

Währung

Botschaften

Respekt

In italienischen Restaurants sollte man sich nicht einfach an einen leeren Tisch setzen. Besser man wartet bis man einem Tisch zugewiesen bekommt. Man kann dem Kellner aber selbstverständlich einen Tisch vorschlagen.

Post und Telekommunikation

Gesund bleiben

Die medizinische Versorgung in Italien ist von guter Qualität. Besondere gesundheitliche Risiken bestehen nicht.

Klima

Zu den großen Vorzügen Italiens gehört auch sein herrliches, außerordentlich mildes Klima, das es dem Wall der Alpen, dem überall wirksamen Einfluss des Meers und der günstigen südlichen Exposition ganzer Landschaften verdankt. Doch ist auch hier ein bedeutender Unterschied zwischen dem kontinentalen und dem peninsularen Italien bemerkbar; jenes hat auffallend kontinentales, dieses überwiegend maritimes Klima. Es lassen sich drei Regionen unterscheiden: das Pogebiet, Mittelitalien und Süditalien, zu welchem die ligurische Küste zu rechnen ist.

In der Po-Ebene wechseln kalte Winter mit heißen Sommern; trotz einer mittlern Jahrestemperatur von 13 °C kommen Temperaturen von -17 °C vor, und der Winter ist, wenn auch kürzer, so doch meist kälter als im Rheintal zwischen Koblenz und Bonn. Nur ein schmaler Saum unmittelbar am Fuß der Alpen und an den lombardischen Seen macht eine Ausnahme. Dem entsprechend ist die Vegetation in der Lombardei durchaus mitteleuropäisch, nur solche Pflanzen des Südens können hier angebaut werden, welchen, wie dem Reis, die Sommerwärme gerade lange genug anhält; nur an den Seen kehren zahlreiche Formen der Mediterranflora und auch der Ölbaum wieder.

In Mittelitalien ist die tyrrhenische Abdachung vor der adriatischen bevorzugt durch höhere Wintertemperatur, was sich namentlich darin ausprägt, dass am ganzen Küstensaum Dattelpalmen bis auf kurze Unterbrechung, in der Toskana auch Agrumen bei einigem Schutz fortkommen. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 14,5 °C, aber noch in Rom sind -5,9 °C beobachtet worden, und Schnee ist jeden Winter ein- bis zweimal zu erwarten, wenn er auch nicht liegen bleibt. Auch hier überwiegt noch der mitteleuropäische Charakter der Flora, nur in der Küstenzone sind immergrüne mediterrane Bäume und Sträucher häufig und dem Ölbaum sind bedeutende Flächen gewidmet.

Erst in Süditalien und der durch die Apenninen gebildeten klimatischen Oase von Ligurien herrscht volle Mediterranflora, und der Nordländer findet das Italien, welches er schon am Fuß der Alpen suchte. Erst hier, vom Monte Gargano und Terracina an, werden Agrumen im großen gebaut und sind Dattelpalmen häufig; erst von hier an sind die mitteleuropäischen Holzgewächse auf die Höhen der Berge zurückgedrängt und finden sich in Fülle die Opuntien und Agaven und die Vertreter der Mediterranflora, die immergrünen Eichen, die Karuben, Pistacia lentiscus, der Erdbeerbaum, die Phyllyreen, Lorbeer, Myrte, Oleander und jene große Zahl südlicher aromatischer Halbsträucher und Zwiebelgewächse, finden sich die winterlich grünen, mit buntem Blütenschmuck überdeckten Matten des Südens, welche an die Stelle der Wiesen des Nordens treten. Die mittlere Jahrestemperatur dieses Gebiets beträgt 17 °C, steigt aber in Informatives Italien-Portal bis auf 18,5 °C; der Winter ist sehr mild, 10 - 11 °C, so dass keine Unterbrechung in der Vegetation eintritt und nur die Berge längere Zeit von Schnee bedeckt sind. Hier erhebt sich die immergrüne Zone, die in Mittelitalien 500 m nicht erreicht, bis auf 800 m, erst dann beginnt meist mit Edelkastanien der Gürtel der laubabwerfenden Bäume; die Region von 1.000 - 2.000 m ist der Buche und der Kiefer eigen, aber nur auf den höchsten Höhen der Abruzzen und Korsikas findet sich alpine Vegetation.

Sicherheit

In Italien ist es auch nicht anders als im Rest der Welt: Vorsicht hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden. Nachts nicht alleine durch leere Straßen ziehen, dunkle Gassen vermeiden, Uhren, Schmuck und teuere Fotoapparate nicht unnötig zur Schau stellen.

Vor der Mafia braucht man keine Angst zu haben, die kassiert höchstens an Busparkplätzen ab, lässt Touristen aber in Ruhe, da sie mit Italienern genug zu tun hat. Süditalien und Sizilien sind daher nicht unsicherer als andere Landesteile auch.

Küche

Expresso, Espresso oder gleich zwei Espressi?
Dass die wohlriechende Kaffee-Essenz, die sich der Italiener mehrmals täglich vom Barista seines Vertrauens zubereiten lässt, nicht Expresso heißt, weil er im Expresstempo zubereitet wird, sondern vielmehr Espresso, weil er explizit für jeden Gast einzeln zubereitet wird, dass dürfte sich hierzulande inzwischen (fast) herumgesprochen haben. Kontrovers diskutiert wird nach wie vor, ob der Plural nun Espressos, Espressen oder Espressi heißt. Den Italiener dürfte diese Diskussion wenig interessieren, er bestellt einfach einen "caffè"...
Un cappuccino per favore...
Für viele „Nordlichter“ ist der cappuccino mit seinem Milchschaum-Häubchen der Inbegriff der italianità. Bestellen Sie jedoch nach einem Essen im Ristorante oder in der Trattoria unter keinen Umständen einen Cappuccino, denn dies käme einer Beleidigung des Wirtes oder Gastgebers gleich! Ein Cappuccino in seiner grossen Tasse gilt nämlich in Italien fast als eine eigenständige Mahlzeit. Sie würden deshalb damit andeuten, Sie wären durch das vorangehende Menü nicht satt geworden.
Wollen Sie trotzdem auf Ihr italienisches Lieblingsgetränk nicht verzichten, dann wechseln Sie halt nach dem Essen ins nächste Lokal...

Die Italienische Küche ist auf der ganzen Welt berühmt - dabei hat das, was man oftmals "beim Italiener" vorgesetzt bekommt, nicht viel mit der eigentlichen italienischen Küche zu tun. Wobei es die italienische Küche eigentlich gar nicht gibt - zu groß sind die regionalen Unterschiede von Nord nach Süd. Während die norditalienische Küche der deutschen etwas näher ist (man benutzt oftmals mehr Butter als Olivenöl), so ist die süditalienische Küche doch deutlich anders. Öl ist Grundkochmittel, dazu kommt Knoblauch und dann erst alles Weitere. An den Küsten wird logischerweise viel Fisch gekocht, während im Landesinneren Schafsprodukte (v.a. Käse) produziert und verkocht werden.

Pizza ist neben Pasta der Inbegriff der Italienischen Küche im Ausland
Nudeln aus Hartweizengries, ital. Pasta, sind ein Hauptbestandteil der Italienischen Küche

Kleiner Wegweiser durch die gastronomischen Begriffe:

  • Eine Bar ist ein Stehausschank von Kaffee und anderen Getränke. Die Bar wird von Italienern häufig für das Frühstück, ein Hörnchen (Cornetto) und ein Cappucino, genutzt.
  • Die Birreria ist ein Bierlokal, wo auch Kleinigkeiten zum Essen serviert werden.
  • Auf der Rechnung steht häufig Coperto, damit werden die Kosten für das Gedeck, Brot, Grissiniden und Service gedeckt.
  • Die Enoteca oder Vineria ist ein Weinlokal mit Kleinigkeiten zu essen.
  • Die Gelateria ist eine Eisdiele.
  • Eine Osteria ist ein einfaches Gasthaus, in dem es einfache Speisen zu guten Preisen gibt.
  • In der Paninoteca gibt es panini caldi, warme Brötchen mit Belag, Toast oder Pizzastücke.
  • Eine Pasticceria ist eine Konditorei, wo man auch einen Kaffee oder trinken kann.
  • Eine Piadineria hat eine große Auswahl an Fladenbrot mit Füllung, Piadine genannt.
  • Bei Pizza al taglio bekommt man Pizzastücke in die Hand.
  • Was eine Pizzeria ist, dürfte allgemein bekannt sein.
  • Ein Ristorante ist ein vollwertiges Restaurant mit der vollen Auswahl, von den Vorspreisen über den primo und secondo bis Dolce.
  • In einer Rosticceria bekommt man frittierte oder gegrillte Speisen zum Mitnehmen oder gleich Essen.
  • Den Kassenzettel Scontrino sollte man in Italien immer mitnehmen. Falls die Steuerpolizei danach fragt, drohen ohne Kassenzettel Bußgelder für den Restaurantbesitzer und den Kunden.
  • Bei der Spaghetteria liegt der Schwerpunkt auf Nudelgerichten.
  • Ein Tavola calda ist ein Schnellimbiss.
  • Die Trattoria ist ein einfacheres Speiselokal,wo häufig regionale Gerichte zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.

Bei einem Essen ist folgende Speisenfolge üblich:

  • Antipasto (Vorspeise), beispielsweise Crostini oder Bruschetta, Kleinigkeiten aus eingelegtem, gegrilltem oder frischem Gemüse, regional auch Häppchen aus (Frisch-)Käse oder Meeresfrüchten und Fisch, Prosciutto di Parma (Rohschinken), im Sommer gern auch verdure in pinzimonio, gemischte, erntefrische Gemüse zum Dippen in Olivenöl.
  • Primo (erster Gang), z.B. Pici (dicke, handgerollte Spaghetti) oder Gnocchi aus Kartoffeln oder Ricotta, eventuell Kastaniennudeln oder gefüllte Nudeln mit Ricotta, Pecorino etc., manchmal kleine Aufläufe (sformatino) aus Gemüse oder Crespelle (Crepes) mit Füllung, in der kühlen Jahreszeit oft Suppen.
  • Secondo (Hauptgang), meistens gegrilltes oder gebratenes Fleisch, Fisch, Wild oder Geflügel. In der Regel sind beim Hauptgang keine Beilagen (außer einer kleinen Garnitur) dabei, man muss also Kartoffeln und/oder Gemüse separat dazu bestellen. Beliebte Beilagen sind Patate fritte (in Olivenöl gebratene Kartoffelspalten, keine Pommes frittes), Patate in tegame (geschmorte Bratkartoffelstückchen mit Kräutern), Polenta (Maisbrei), Fagioli (Bohnenkerne, verschiedene Sorten, meistens geschmort) oder Fagiolini (grüne Bohnen oder Brechbohnen) bzw. andere Gemüse nach Saison. Regional werden auch Käseplatten oder gegrillter Pecorino als Secondo angeboten, für Vegetarier gibt es gelegentlich Gemüse- oder Eiergerichte, z.B. Frittata (Omelette) mit Gemüse.
  • Dolci (Dessert), Obst oder Käse nach Saison

Kaufen

Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind sehr unterschiedlich. Größere Supermärkte haben auch Samstags nachmittags und teilweise auch Sonntag vormittags geöffnet.
Normale Ladengeschäfte und Boutiquen sind im Süden Italiens während der Siesta von 13 - ca. 17 h oftmals geschlossen, gelegentlich auch Tankstellen. Die Einkaufsstrassen sind dann völlig verlassen, die Rolläden heruntergelassen und das Parkplatzangebot ist kurz vor Ende der Siesta an grössten. An Feiertagen haben manche Geschäfte, insbesondere Bäckereien, geöffnet.

Lernen und studieren

Weblinks


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