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Reiseführer Japan

Japan, Japan

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Japan 2021

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Einleitung


Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat zu diesem Land eine Weblink veröffentlicht (Weblink)

Das Auswärtige Amt warnt aufgrund der aktuellen Lage vor Aufenthalten im Krisengebiet im Nordosten der Insel Honshu (Teilreisewarnung) um die Atomkraftwerke Fukushima.Datum der letzten Warnung: 22.08.2012.


Japan (auf Japanisch Nihon oder Nippon [日本]) ist ein Inselstaat in Ostasien.

Flagge
Kurzdaten
Hauptstadt: Tokio
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: Yen (JPY)
Fläche: 378.000 km²
Bevölkerung: 127 Mio.
Sprachen: Japanisch
Religionen: 84 % sowohl Shinto als auch Buddhismus, 16 % andere (einschließlich 0,7 % Christen)
Stromnetz: 100 V/ 50 oder 60 Hz (Amerikanischer Stecker)
Telefonvorwahl: 81
Internet TLD: .jp
Zeitzone: UTC 9 (MEZ 8)

Regionen


Japans Regionen

Japan besteht aus den vier Hauptinseln

und zahlreichen kleineren Inseln bzw. Inselgruppen, z.B. Ryukyu-Inselgruppe (Okinawa), südlichen Kurilen, Ogasawara-Inseln).

Honshu, die größte und am dichtesten besiedelte Insel, wird meist in fünf (oder mehr) Regionen unterteilt. Zusammen mit den anderen drei Hauptinseln, die jeweils für sich eine Region bilden, ergibt sich die folgende Aufteilung:

  • Hokkaidō - die schneereiche Nordinsel
  • Tōhoku - Nordost-Honshu, bekannt für Skigebiete und heiße Quellen
  • Kantō - die Küstenebene um Tokio und Yokohama
  • Chūbu - gebirgiges Mittelland mit den Japanischen Alpen und Japans viertgrößter Stadt Nagoya
  • Kansai - das alte Kultur- und Wirtschaftszentrum Japans, um Osaka, Kyoto, Nara und Kobe
  • Chūgoku - westlichster Teil Honshus, ländliche Region um Hiroshima
  • Shikoku - die kleinste der vier Hauptinseln. Bekannt durch die 88 Tempel-Wallfahrt.
  • Kyūshū - Südinsel mit den Städten Fukuoka und Nagasaki
  • Okinawa - subtropische Inselkette zwischen Japan und Taiwan
  • Städte


    Die wichtigsten Städte Japans sind (der Größe nach):

    • Tokio - die Hauptstadt, modern und dicht besiedelt.
    • Yokohama - Hafenstadt im Einzugsbereich von Tokio.
    • Osaka - dynamische Business-Stadt in der Region Kansai.
    • Nagoya - Industriestadt in der Region Chubu.
    • Kobe - Hafenstadt in der Region Kansai.
    • Kyoto - Japans ehemalige Hauptstadt, immer noch kulturelles Zentrum des Landes, viele Tempel und Gärten.
    • Fukuoka - die größte Stadt auf Kyūshū.
    • Hiroshima - Hafenstadt, Ziel der ersten Atombombe 1945.
    • Nagasaki - Hafenstadt auf Kyūshū, Ziel der zweiten Atombombe 1945.
    • Nara - die erste Hauptstadt eines vereinigten Japan, berühmt für den großen Buddha im Todaiji.
    • Sapporo - größte Stadt Hokkaidōs, berühmt für das Schneefest.
    • Sendai - größte Stadt der Region Tōhoku, bekannt als Wald-Stadt.
    • Shimonoseki — Südwestspitze Honshus, bekannt für die Delikatesse Kugelfisch.
    • Kanazawa

    Weitere Ziele


    • Nikko - Kleinstadt mit einigen der schönsten Schreine und Tempel in Japan
    • Izu-Halbinsel - bergige Halbinsel unterhalb Tokyos mit vielen naturbelassen Kliffs
    • Fuji-san - der höchste Berg und Wahrzeichen Japans sowie die ihn umgebenen fünf Seen
    • Jet-Travel (jap. 阿蘇山, Aso-san) - größter aktiver Vulkan in Japan und einer der größten der Welt

    Hintergrund


    Einreisebestimmungen


    Anreise


    Einreisebestimmungen

    Für Staatsbürger der Schweiz, Österreichs und Deutschlands ist es nicht notwenig ein Visum in ihrem Heimatland zu beantragen. Bei der Einreise muss man ein Einreisedokument ausfüllen (Name, Passnummer, Wohnort in Japan z.B. Hotel, Flugnummer u. ä.) Damit bekommt man ein Touristenvisum für einen Aufenthalt von max. 90 Tagen. Bei Bedarf kann das Touristenvisum um drei Monate verlängert werden, man muss sich jedoch als "Alien Resident" bei den Behörden registrieren. Ab dem 20.11.2007 werden von allen Einreisenden Fingerabdrücke und ein Foto gespeichert. Seit Oktober 2006 muß auch ein Zolleinfuhrdokument ausgefüllt werden. Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln (Obst, Fleisch und Fisch) sowie Pflanzen und Blumen sind nur bedingt erlaubt. Diese müssen vor der Zollkontrolle dem Gesundheits-Inspektor vorgelegt werden.

    Flugzeug

    Die günstigste Anreisemöglichkeit stellt das Flugzeug dar. Die drei wichtigsten internationalen Flughäfen mit weltweiten Verbindungen sind der Narita Airport in Tokyo (NRT), der Kansai Airport in Osaka (KIX) und der Chubu Centrair Airport in Nagoya (NGO). Der Fukuoka Airport (FUK) verbindet die südliche Insel Kyushu mit anderen asiatischen Ländern. Weitere größere Flughäfen mit hauptsächlich regionalen bzw. innerasiatischen Verbindungen sind der Chitose Airport in Sapporo (CTS), der Naha Airport in Okinawa (OKA), der Haneda Airport in Tokyo (HND) und der Itami Airport in Osaka (ITM).

    Günstige Flugtickets, vor allem Jugend- und Studententarife (welche bis ca. zum 25. Lebensjahr möglich sind), bietet das Reisebüro Jet-Travel. Dort kann man Tickets teilweise schon für ca. 700 Euro (hin und zurück) erstehen.

    Diesen Preis bekommt man inzwischen auch im fortgeschritteneren Alter. Z.B. Zürich-Milano-Tokio(Narita), vier Monate im voraus gebucht bei Allitalia: 750 Euro

    Schiff

    Schiffsverbindungen bestehen nach China, Südkorea, Taiwan und Russland. Die wichtigsten Häfen sind Kobe, Osaka, Shimonoseki, Nagoya, Niigata, Hiroshima, Hakata, Tsushima, Fushiki, Naha in Okinawa und Wakkanai in Hokkaidō.

    Mobilität


    In japanischen Städten nützt eine Adresse wenig um ein Ziel tatsächlich zu finden. Die meisten Ziele werden angegeben, indem man den Weg vom nächsten Bahnhof oder einem bekannten Punkt beschreibt. Visitenkarten haben oft kleine Karten auf der Rückseite um das Auffinden zu erleichtern (zumindest wenn man Japanisch kann). In vielen Bahnhöfen und an den Rändern der Stadtteile sind Pläne angebracht, die helfen nahe gelegene Ziele zu finden.

    Japan hat auf allen Eisenbahnlinien das - in Deutschland abgeschaffte - Sperrensystem beibehalten. Im Zuge wird trotzem genau kontrolliert, was aber die Möglichkeit bietet, ohne Aufschlag nachzulösen. Expresszüge haben oft Wagen (vollständig) "Reserved" und Wagen (vollständig) "Non reserved".

    Auf Stadt-Bussen (die z.B. in dem weitläufigen Kyōto unentbehrlich sind) gilt: Man steigt hinten ein, bezahlt vorne beim Fahrer, indem man Fahrgeld passend (es gibt beim Fahrer einen Wechselautomaten) in das Kästchen wirft. Nutzt man das praktische, etws verbilligte 10er Ticket-Päckchen kaisūken (am Schalter vor dem Bahnhof, aber auch im Bus erhältlich), so wirft man eins davon in das Kästchen. Am einfachsten ist es natürlich, als Tourist eine Tageskarte zu lösen.

    Bahn

    Tokaido - Shinkansen (Typ: Hikari) im Bahnhof Tokio.

    Japans Eisenbahnen sind schnell und pünktlich und erschließen den größten Teil des Landes. Sie sind daher die erste Wahl für die meisten Besucher. Das zu erst verwirrendste am japanischen Eisenbahnsystem (besonders in Großstädten wie Japan Rail Pass) ist, dass sich die Bahnhöfe verschiedener privater Bahnen und der JR überschneiden, d.h. in einem Bahnhof sind z.B. drei verschiedene Bahngesellschaften zu finden (z.B. in Osaka: Kintetsu Namba Station, Nankai Namba Station, JR Namba Station). Im Jahr beträgt die Verspätung des Zuges ungefähr 36 Sekunden.

    JR-Netz

    Das JR-Netz ist so umfangreich wie man es von einem nationalen Eisenbahnsystem erwartet (auch wenn es jetzt von verschiedenen privaten Gesellschaften betrieben wird). Wenn man einen JR-Pass hat stellt man fest, dass es selbst in großen Städten wie Tokyo oder Osaka immer einen JR-Bahnhof in der Nähe eines Zieles gibt. In ländlichen Regionen betreibt die JR auch Busverkehre. Allerdings hat die JR kein Monopol und gerade in den großen Ballungsräumen gibt es andere, private Eisenbahnnetze.

    Eine gute Möglichkeit seine Fahrten im JR-Netz inklusive Shinkansen im vornherein zu planen, bietet Hyperdia, besonders wenn man plant das Land mit dem Japan Rail Pass zu bereisen.

    Japan Rail Pass - Das beste Angebot für Besucher, die viel reisen wollen, ist der Japan Rail Pass, der unbegrenzte Fahrten in fast allen JR-Zügen erlaubt, einschließlich dem Shinkansen. Ausnahme bildet allerdings der Shinkansen "Nozomi". Um nach Hiroshima zu kommen, muss man also auf Kodama und Hikari zurückgreifen. Er gilt ein, zwei oder drei Wochen. Eine einfache Fahrt von Tokyo Station nach Kyoto kostet mit Reservierung 13.200 Yen, der Sieben-Tage-Rail-Pass nur 28.300 ¥, für 14 Tage zahlt man 45.100 ¥ und für 21 Tage 57.700 ¥.

    Rail-Pässe können nur außerhalb Japans und frühestens drei Monate vor Geltungsbeginn gekauft werden. Beim Kauf benötigt man den Reisepass und muss wissen, ab wann der Rail Pass gelten soll. Japaner können die Rail Pässe nur dann erwerben, wenn ihr ständiger Wohnsitz außerhalb Japans ist, oder sie mit einer Person ohne japanische Staatsangehörigkeit verheiratet sind. Man bekommt dann einen Gutschein, den man an den meisten größeren JR-Bahnhöfen in Japan (einschließlich aller Flughafenbahnhöfe) gegen den Rail-Pass eintauschen kann.

    Wenn man mit der Bahn fährt, muss man den Rail-Pass an der besetzten Sperre vorzeigen. Manchmal muss man dabei etwas warten, da dort auch Fahrgäste nachzahlen (vor allem an Bahnhöfen in Tokyo).

    Seishun 18-Kippu - Ursprünglich eine Fahrkarte für Studenten, da sie nur in den Ferienzeiten erhältlich und gültig ist. Sie kann aber auch von älteren Reisenden genutzt werden, ein Studentenausweis oder eine Altersangabe ist nicht erforderlich. Für 11.500 Yen bekommt man ein an fünf Tagen gültiges Ticket, an welchen fünf Tagen innerhalb der Gültigkeit von mehreren Wochen ist dabei egal. Man darf an diesen Tagen so oft und so weit fahren, wie man möchte. Shinkansen und Expresszüge dürfen allerdings nicht benutzt werden. Trotzdem ein lohnendes Angebot für Leute mit mehr Zeit und weniger Geld!

    Eine Fahrkarte kaufen - Wenn man keinen JR-Pass hat, ist der Kauf einer Fahrkarte ziemlich kompliziert. An großen Bahnhöfen gibt es normalerweise Fahrkartenschalter, an denen man die Fahrkarte bei einem Bahnangestellten kaufen kann. Wenn der Schalterbeamte kein Englisch spricht, kann man sich meist mit Handzeichen verständigen. Oft hilft es, seinen Reisewunsch aufzuschreiben, da viele Japaner besser Englisch lesen als sprechen können. Hier und da gibt es auch Vordrucke für diesen Zweck.

    An kleinen Bahnhöfen (oder U-Bahn-Stationen) wird es schwieriger, hier muss man seine Fahrkarte an einem Automaten kaufen, der meist nur eine japanische Anleitung hat. In Tokyo selbst hingegen kann man bei den meisten U-Bahn-Stationen einen Fahrkartenautomat finden, bei dem ein (meist roter) Knopf zu einer englischen Anleitung führt. Diese Automaten akzeptieren keine Kreditkarten. Schaut man in so einem Fall einigermaßen hilflos, findet sich zum Glück fast immer ein netter Japaner, der seine Hilfe anbietet. Falls Sie Pech haben, hier einige Hinweise:

    Normalerweise ist über dem Automaten ein großer Plan, auf dem der Standort rot und evtl. mit den Zeichen 当駅 gekennzeichnet ist. Außenrum sind alle anderen Bahnhöfe zu denen man fahren kann. Darunter steht jeweils der Fahrpreis. Die näheren Bahnhöfe haben niedrigere Fahrpreise (die Fahrt kostet dann z.B. 140 ¥, für weitere Strecken steigt der Preis z.B. auf 2000 ¥). Wenn man seinen Zielbahnhof ausfindig gemacht hat, wirft man den zu zahlenden Betrag (oder mehr) in den Automaten. (Die meisten Automaten akzeptieren neben Münzen auch 1000 Scheine ¥, einige sogar 5000 ¥ und 10000 ¥ Scheine). Dann leuchten Knöpfe mit den möglichen Fahrpreisen auf. Man drückt den Knopf mit dem gewünschten Betrag und nimmt Fahrschein und Wechselgeld. Wenn man den Preis nicht bestimmen kann, kauft man eine Fahrkarte mit dem minimalen Fahrpreis und zahlt am Ziel nach. (Dies gilt in Japan nicht als Schwarzfahren.) Nachzahlen kann man entweder an der besetzten Sperre oder einem Automaten.

    Liniennetz des Shinkansen

    Zugtypen - JR führte als erste Eisenbahn Hochgeschwindigkeitszüge ein, die berühmten Shinkansen (新幹線). Mit Geschwindigkeiten nahe 300 Kilometer pro Stunde sind sie nach wie vor der schnellste Weg durchs Land zu reisen. Auf der meist benutzten Strecke, der Tokaido-Linie die Tokio, Nagoya, Kyoto und Osaka verbindet, gibt es drei Arten von Shinkansen:

    • Nozomi - die schnellsten und teuersten Shinkansen. Der Japan Rail Pass ist hier nicht gültig. 13 der 16 Wagen sind reservierungspflichtig.
    • Hikari - der Zweitschnellste. Immer noch sehr schnell.
    • Kodama - hält öfter als die anderen beiden Arten und fährt oft nicht die gesamte Strecke.

    Im Shinkansen kann man kaum großes Reisegepäck mitnehmen. Normalerweise wird dies mit einem extra Transport voraus geschickt. Die Züge selbst halten nur zwischen einer und drei Minuten auf den Bahnhöfen. Pünktliches Erscheinen und schnelles Einsteigen ist also Pflicht.

    Auf anderen JR Linien, insbesondere den Vorortlinien, werden folgende Zugbezeichnungen verwendet:

    • Nahverkehrszug (普通 futsuu oder 各駅 kakueki)) - hält an jedem Bahnhof.
    • Eilzug (快速 kaisoku) - hält an ungefähr jedem dritten Bahnhof. Nicht zuschlagpflichtig.
    • Schnellzug (急行 kyuukoo) - hält an ungefähr jedem dritten Bahnhof. Zuschlagpflichtig.
    • Expresszug (特急 tokkyuu) - hält an wenigen Bahnhöfen. Zuschlag- und teilweise reservierungspflichtig.

    In Schnell- und Expresszügen gibt es teilweise Grüne Wagen, die japanische Variante der ersten Klasse. Da man für fast 50% Zuschlag nur ein bisschen mehr Beinfreiheit bekommt, wählen die meisten Fahrgäste normale Plätze.

    Reservieren - In Shinkansen und tokkyuu-Zügen sind einige Wagen reservierungspflichtig (指定席 shiteiseki). In einem typischen Shinkansen mit 16 Wagen gibt es zum Beispiel nur drei bis fünf Wagen die man ohne Reservierung benutzen darf und nur zwei davon sind Nicht-Raucher. In einem vollen Zug garantiert eine Reservierung eine bequeme Reise.

    Reservieren ist überraschend einfach und sehr zu empfehlen für gefragte Verbindungen (zum Beispiel am Freitagabend von Tokyo nach Kyoto oder für den Zug von Nagoya nach Takayama). Am Bahnhof muss man nach den JR Schaltern Ausschau halten, die ein kleines grünes Symbol haben, das eine auf einem Sitz ausruhende Person zeigt. Dort fragt man nach einer Reservierung wenn man die Fahrkarte kauft. Diese Schalter heißen "midori no madoguchi". Reservieren kann man schon einen Monat vorher oder auch noch wenige Minuten vor Abfahrt des Zuges.

    Wenn man einen Japan Rail-Pass hat, geht man einfach zum JR-Schalter und zeigt seinen Rail-Pass, wenn man um eine Reservierung bittet. Das Ticket, das man dann bekommt, beinhaltet jedoch nur die kostenlose Reservierung. Mit ihr kann man nicht die automatischen Sperren zu benutzen - man muss immer noch seinen Rail-Pass an der besetzten Sperre zeigen um zum Zug zu gelangen.

    Privatbahnen

    Wenn man mit ihnen die ganze Strecke zurücklegen kann, sind Privatbahnen manchmal billiger als die JR. Das stimmt aber nicht immer, da der Wechsel von einem Netz in das andere normalerweise den Preis erhöht. Die meisten Privatbahnen besitzen eine Kaufhauskette und Hotelkette mit demselben Namen (z.B. Tokyu in Tokyo) und füllen die Lücken des JR-Netzes in den Vororten der Großstädte hervorragend aus. Einige Privatbahnen klassifizieren ihre Züge anders als die JR, daher muss man für Schnellzüge nicht immer einen Zuschlag entrichten. Am sinnvollsten ist es sich die Netzpläne und Preise zuvergleichen und dann zu entscheiden, welches der beste Weg ist um von A nach B zu kommen. Leider setzt dies zu meist ein paar Sprachkenntnisse voraus, um die Stationsnamen lesen zu koennen.

    In Kobe, Kyoto, Nagoya, Osaka, Sapporo, Sendai, Tokio und Yokohama gibt es außerdem U-Bahnen.

    In Hiroshima, Nagasaki, Hakodate, u.a. Städten sind auch Strassenbahnen zu finden.

    Weiterhin gibt es auch Monorails z.B. in Naha (Okinawa), Osaka, Tokio und anderen Städten.

    Auch für Privatbahnen gibt es Mehrtageskarten. Für die Region Drei-Tages-Pass mit den Städten Osaka, Kyoto, Himeji und Nara erhält man z.B. einen Drei-Tages-Pass, dieser gilt für U-Bahnen, private Eisenbahnen und Busse.

    Flugzeug

    Auf das Flugzeug sollte man bei weiteren Strecken zurückgreifen, wie z.B. Tokio - Okinawa, oder wenn dort kein Shinkansen fährt, wie z.B. nach Discounttickets. Dabei sollte man als Tourist allerdings nicht auf die normalen Inlandsflugtarife zurückgreifen, zumal diese auch sehr teuer sind. Stattdessen sollte man die zahlreichen Discountangebote (Discounttickets) für Touristen in Augenschein nehmen, da diese teilweise sehr günstig sind.

    Bus

    Fernverkehr

    Die günstigste Möglichkeit, im Vergleich zu Flugzeug und Shinkansen, eine lange Strecke hinter sich zu bringen, stellen die (Nacht-)Busse dar. So kann man z.B. die Strecke von Tokio nach Sashu und zurück mit 12.000 Yen bewältigen. Man ist dabei natürlich 12 Stunden unterwegs, doch für Reisende, die im Auto gut schlafen können stellen sie eine gute Alternative dar: Die Nachtbusse sind geräumig ausgelegt, haben recht komfortable Sitze und lichtundurchlässige Vorhänge, sodass gewöhnlich alle Fahrgäste innerhalb einer Stunde nach Abfahrt schlafen. Busverbindungen gibt zwischen sehr vielen Städten Japans, Tickets erhält man in Reisebüros.

    Nahverkehr

    In den Großstädten muss man selten auf lokale Busse (線路バス senro basu) zurückgreifen. In kleinen Städten spielen sie dagegen eine wichtige Rolle und daher sollte das ungewöhnliche Tarifsystem erwähnt werden. In den meisten Bussen muss man beim Einsteigen (durch die Hintertür) einen kleinen Fahrschein mit einer Nummer aus einem Automaten ziehen. Vorne im Bus befindet sich über dem Fahrer eine elektronische Anzeigetafel, die Nummern und Preise zeigt, die im Laufe der Fahrt steigen. Wenn man aussteigt, drückt man die Haltewunschtaste und sucht auf der Anzeigetafel den aktuellen Preis für die Nummer auf dem Fahrschein. Diesen steckt man zusammen mit dem Geld in den Zahlautomaten beim Fahrer und steigt durch die Vordertür aus. In der Regel muss man dabei exakt zahlen, dafür gibt es dann Automaten, die 1000 ¥-Scheine in Münzen wechseln. Wenn man nicht genug Kleingeld hat, sollte man rechtzeitig wechseln.

    Der Name der nächsten Haltestelle wird meistens im Bus angezeigt und durchgesagt — allerdings meist nur auf Japanisch. In der Regel kann man jedoch den Fahrer bitten, einen auf die Zielhaltestelle aufmerksam zu machen.

    Auto

    Auto fahren in Japan ist an sich sehr viel einfacher als man vermuten möchte, zumal da heutzutage die meisten Autos mit Navigationsgeräten ausgestattet sind. Auf dem Land bietet das Auto viele Vorteile und lässt einen nicht zuletzt in der heißen Jahreszeit das Land unvergleichlich mehr genießen. Vom Stadtverkehr in den Ballungsgebieten Kanto und Kansai ist Ausländern ohne Japan-/ Japanischkenntnisse allerdings stark abzuraten, zumal die öffentlichen Verkehrsmittel hier hervorragend ausgebaut sind.

    Auch auf dem Land sind viele Verkehrsschilder neben japanisch auch englisch beschriftet, in Japan herrscht Linksverkehr und meistens eine recht defensive, allerdings auch etwas unumsichtige Fahrweise. Autobahnen sind kostenpflichtig, Mietwagen erschwinglich (ab 5000 Yen), Benzinkosten niedriger als in Europa.

    Eine Hürde bei der Auto-Anmietung kann ein internationaler Führerschein darstellen, da er zum Fahren in Japan berechtigt, von vielen japanischen Autovermietern allerdings nicht akzeptiert wird. (Vorher klären!) Deutsche und Schweizer brauchen eine japanische Übersetzung ihres Führerscheins, erhältlich z.B. über die |Deutsche Botschaft in Tokio.

    Japanische Tankstellen akzeptieren keine ausländischen Kreditkarten. Seit 2006 wird an vielen Stellen rigoros und prompt gegen Falschparker vorgegangen - anders als bei anderen Gelegenheiten hilft hier kein „Ausländerbonus“.

    Motorrad-Verleih ist im Land des aufgehenden Motorradlächelns weniger üblich. Ein Beispiel ist Sashu in Kyoto.

    Sprache


    Die Landessprache ist japanisch, das in unterschiedlichen Dialekten – je nach Region – gesprochen wird. Die japanische Sprache verwendet neben den ursprünglich chinesischen Schriftzeichen (Kanji) zwei eigene Silbenschriftsysteme (Hiragana und Katakana). Straßen, Bahnhöfe und Ähnliches sind meist in Kanji und in lateinischer Umschrift (Rōmaji) beschildert. Zwar lernen heute alle Japaner Englisch in der Schule, dennoch sind die praktischen Englischkenntnisse eher gering, da fast alle Schulen mehr Wert auf Grammatik denn Konversation legen. Dank der großen Hilfsbereitschaft gegenüber Touristen ist eine Verständigung meist trotzdem nicht schwer. Deutsche Sprachkenntnisse sind bei Japanern sehr selten.

    Auf Bindestriche zwischen Silben sollte im Japanischen verzichtet werden. Ihre Verwendung vor allem in der Reiseliteratur und in Prospekten geschieht weder einheitlich noch konsequent. Zudem kann eine einzelne Silbe häufig mehrere voneinander völlig unterschiedliche Bedeutungen haben, die erst im Wortzusammenhang den richtigen Sinn ergeben.

    Klarkommen


    Feiertage

    Japan hat im Jahr 15 gesetzliche Feiertage (休日 kyūjitsu oder 祝日 shukujitsu), an denen öffentliche Ämter, Post, Schulen und Banken (auch Geldautomaten) geschlossen bleiben. Viele Büros machen dicht, Geschäfte und Supermärkte bleiben ohne Einschränkung geöffnet. Viele Bahnen fahren nach anderen Fahrplänen (die oft mit den Sonntagsfahrplänen identisch sind). Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag. Wegen ihres sparsamen Jahresurlaubs nutzen Japaner die Feiertage intensiv zum Reisen im eigenen Land, Hochsaison mit entsprechenden Preisanstiegen und frühzeitig ausgebuchten Unterkünften sind Neujahr und die so genannte Goldene Woche vom 29. April bis 5. Mai, wo kurz hintereinander vier Feiertage folgen.

    • 1. Januar: Neujahr (正月 shōgatsu)
    • zweiter Montag im Januar: Tag der Volljährigkeit (成人の日 seijin no hi)
    • 11. Februar: Staatsgründungsgedenktag (建国記念日 kenkoku kinenbi)
    • 21. März: Frühlingsanfang (春分の日 shunbun no hi)
    • 29. April: Tag des Grüns (みどりの日 midori no hi), ab 2007 Shōwa no hi
    • 3. Mai: Verfassungsgedenktag (憲法記念日 kenpō kinen-bi)
    • 4. Mai: Tag der Nation (国民の休日 kokumin no kyūjitsu), ab 2007 midori no hi
    • 5. Mai: Kindertag (こどもの日 kodomo no hi)
    • dritter Montag im Juli: Tag des Meeres (海の日 umi no hi)
    • dritter Montag im September: Tag der Achtung vor dem Alter (敬老の日 \'keirō no hi\')
    • 23. September: Herbstanfang (秋分の日 shūbun no hi)
    • zweiter Montag im Oktober: Tag des Sports (体育の日 taiiku no hi)
    • 3. November: Kulturtag (文化の日 bunka no hi)
    • 23. November: Tag der Arbeit (勤労感謝の日 kinro kansha no hi)
    • 23. Dezember: Geburtstag des Kaisers (天皇誕生日 tennō no tanjōbi)

    Daneben gibt es noch tausende von lokalen Festen die Matsuri genannt werden. Sie sind Volksfeste, welche meist einen traditionellen Hintergrund haben. Diese sind über das ganze Jahr verteilt und würden diesen Artikel sprengen, allerdings kann man sagen, dass in jedem Dorf oder Stadtteil mindestens ein solches Fest pro Jahr abgehalten wird, wenn nicht sogar mehr.

    Ausgehen & Nachtleben

    Ausgehen in Japan gestaltet sich etwas anders als in Europa, da jeweils andere Dinge für wichtig genommen werden. Beim Geld sollte man nicht allzu sehr knausern, da man in Japan für mehr Geld auch meistens einen spürbaren Mehrwert erhält. Vor allem beim Essen gilt: Je teurer, desto besser. Natürlich sollte man sich nicht gleich ein Luxus-Essen bestellen, wenn man den Unterschied gar nicht merkt.

    Kneipen, Bars

    In Deutschland reicht schon ein Bier und man gibt sich zufrieden. Japaner wollen aber nicht nur Alkohol trinken, sondern auch gut essen. Daher geht man in eine Izakaya genannte Kneipenart (z wie weiches s gesprochen), wo neben etlichen Alkohol-Sorten auch diverse Leckereien serviert werden. Für Europäer ist das normalerweise ein tolles Erlebnis, weil das Essen vielfältig ist und ziemlich gut schmeckt. Zudem erscheint die Inneneinrichtung sehr aufwändig, reicht von traditionell bis modern und ist meist auch sehr stilvoll. Ein Erlebnis. Die meisten Läden sind von nationalen Izakaya-Ketten, daneben gibts auch einige private Izakayas. Für einen schönen Abend sollte man schon 2000 Yen pro Person Minimum einplanen (ein Bier allein 500 Yen).

    In den großen Metropolen gibt es "Themen-Izakayas". Wenn das Thema einer Izakaya z.B. Gefängnis ist, wird man bei Eintritt in Handschellen abgeführt und in eine Zelle mit Eisengitter gesteckt, wo man auf halbstündliche Geisterbahn-Einlagen wartet während man es sich gut gehen lässt. Weitere Themen sind z.B. Krankenhaus, Gothic, etc. etc. Das sollte man unbedingt mal ausprobieren, diese Izakayas sind allerdings schwer aufzufinden und meistens ein wenig teurer als normale Izakayas.

    Auch sehr beliebt bei Japaner ist Nomi-hodai. In einer festgelegten Zeitspanne (meistens stundenweise) kann man hier in Izakaya-ähnlicher Atmosphäre soviel trinken wie man will (1500 bis 4000 Yen pro Stunde). Das Essen ist hier oft ein festgelegtes Menü ("course"), das nach und nach serviert wird. Bei billigen Läden ist hier jedoch das Essen manchmal nicht so toll. An dieser Stelle sollte noch Tabe-Hodai erwähnt werden (All you can eat), das in manchen Restaurants angeboten wird, oft in Verbindung mit Nomi-Hodai. Manchmal muss man alles aufessen, was man bestellt hat, sonst muss man extra bezahlen. Je nach Restaurant gibt es andere Bedingungen, was kompliziert erscheint, einen aber nicht davon abhalten sollte es mal auszuprobieren.

    Nomi-Hodai ist auch beliebt in Verbindung mit Karaoke. Wenn man nur Karaoke machen will, ist das relativ billig (300 Yen/ Stunde ?). Drinks und kleine Snacks können normalerweise bestellt werden. Man sollte Karaoke unbedingt mal ausprobieren. Man singt nicht vor versammelten Publikum, sondern bekommt mit seinen Freunden eine kleine Box, wo man sich austoben kann. Macht Spaß!

    Wer lieber auf den europäischen Ausgeh-Stil Lust hat, ist wohl mit den Irish-Pubs oder den anderen europäischen Bars gut bedient. Dort trifft man auch die meisten Ausländer. Normalerweise gibts einige Biersorten und das gewohnte Angebot an fritiertem Knabberkram. In solchen Bars wird des öfteren Sportfernsehen gezeigt, wobei meistens Baseball zu sehen ist. Zu erwähnen ist hier die Kette Hub (Minshuku), die in Tokyo in fast jedem Stadtzentrum wie auch in Kyoto, Kobe, Nagoya und Osaka mindestens eine Filiale unterhält. Wen das Heimweh ganz arg quält der kann auch in eine der deutschen Bars gehen, wird aber wahrscheinlich von der Würstchen-Qualität enttäuscht sein.

    Daneben gibt es noch die Alkohol-Bars die auch Japaner häufiger frequentieren. Dort werden Cocktails wie die ganze Palette von härteren Alkoholika serviert. Hier ist zu beachten, dass man dort pro Person häufig einen festgelegten Service-Betrag zahlen muss (ab ca. 400 Yen aufwärts), der nachher auf die Rechnung aufgeschlagen wird.

    Eine Besonderheit in Japan sind Hostess-Bars, die es in verschiedensten Variationen gibt. Man erkennt die Gegenden von solchen Bars daran, dass an jeder Straßenseite an den Hochhäusern Türme von kleinformatigen Schildern mit kreativ-lustigen Namen hängen, oft mit weißer Schrift auf schwarzem Grund. Nachdem man per Aufzug bei der gewünschten Bar angekommen ist, bezahlt mal erstmal ein Eintrittsgeld (>3000 Yen?). Dann darf man sich mit den Hostessen unterhalten und ihnen teure Drinks spendieren. Natürlich gibt es auch Strip-Bars etc., aber oftmals geht es erstmal nur ums Reden mit Frauen. Man könnte Hostessen somit als eine Art moderne Geisha betrachten. Hostess-Bars stellen beliebte Beschäftigung für japanische Geschäftsleute dar, die abends nicht nach Hause wollen und Geld übrig haben.

    Clubs

    Die coolsten Clubs gibts natürlich in Tokyo. Bei Ausländern beliebt ist das Viertel Roppongi. Bei angesagten Clubs wie z.B. dem Womb-Club in Shibuya muss man schon mal mit einem happigen Eintrittsgeld von 3000 Yen rechnen. Drinks sind auch nicht billig. Allerdings bekommt man dafür meistens ein Club-Erlebnis der Extra-Klasse. International bekannte DJ-Künstler, super Sound- und Lichtanlagen. Es gibt aber auch speziell für Ausländer angelegte Clubs wie die Gaspanic-Serie. Dort muss man keinen Eintritt berappen, allerdings wird Wert darauf gelegt, dass der Umsatz stimmt.

    Spielhallen

    Japan ist berühmt für seine Spielhallen. Der westliche Besucher staunt zuallererst über die Pachinko-Hallen (Glücksspiel): Bei einem Mordsgetöse spielen Japaner an gleichförmigen Automaten ein undurchsichtiges Spiel mit kleinen Silberkugeln, wobei es auf Geschicklichkeit und Glück ankommt. Daneben gibt es die Spielautomaten-Hallen für Jugendliche und jung Gebliebene (alle Japaner?). Hier gibts vom 3D-Ballerspiel bis zum Tanzgame alles was das Spielerherz begehrt. Da mittlerweile der technische Fortschritt der privaten Spielekonsolen Zuhause soweit fortgeschritten ist, dass sich der Gang in die Spielhalle nicht mehr unbedingt lohnt, befindet sich diese Branche im Umbruch. Beliebt sind heute computergestützte Multiplayer-Kartenspiele, die allerdings für Europäer etwas unverständlich erscheinen. Des Weiteren gibt es Bowling, Billard, Manga-Cafés und noch einige verrückte andere Sachen, die man am besten selbst entdecken sollte.

    Unterkunft

    Neben den üblichen Jugendherbergen und Hotels findet man verschiedene typisch japanische Herbergen: Ryokan, Minshuku, Koku minshukusha, shukuboo, Kapselhotels und Love Hotels.

    Wenn man in Japan eine Unterkunft reserviert, sollte man bedenken, dass viel kleinere Betriebe ungern Ausländer aufnehmen, da sie Sprachschwierigkeiten und kulturelle Missverständnisse fürchten. Das ist zu einem gewissen Grad institutionalisiert: in den Datenbanken der Reisebüros ist vermerkt, welche Hotels Ausländer aufnehmen und wenn diese belegt sind, erhält man den Hinweis, alles sei ausgebucht. Wenn man nicht auf Englisch anruft, sondern einen japanischen Bekannten oder ein Fremdenverkehrsbüro bittet die Buchung zu erledigen hat man bessere Chancen.

    Ryokan - Ryokan (旅館) sind traditionelle japanische Gasthöfe und eine Übernachtung in einem ist der Höhepunkt vieler Japanreisen. Da man ein bisschen über japanische Sitten und Etikette wissen sollte, wenn man in einem Ryokan übernachtet, nehmen viele keine ausländischen Gäste auf (vor allem wenn sie kein Japanisch sprechen), andere sind hingegen auf solche Gäste ausgerichtet. Eine Nacht in einem Ryokan mit Abendessen und Frühstück kostet im günstigsten Fall 8000 ¥ pro Person. Nach oben gibt es keine Grenze.

    In einem Ryokan gibt es meist einen ziemlich strengen Zeitplan und man muss bis 17 Uhr ankommen. An der Türschwelle (genkan) wechselt man die Straßenschuhe gegen die Hauspantoffeln. Nach der Anmeldung wird man in sein Zimmer geführt. Die Zimmer sind immer einfach aber elegant ausgestattet und mit Tatami-Matten ausgelegt. Die Tatami darf man nicht mit Schuhen oder Pantoffeln betreten. (Entweder barfuß oder in Strümpfen.)

    Vor dem Abendessen kann man ein Bad nehmen; abhängig von der Größe des Ryokan gibt es Gemeinschafts- oder Einzelbäder, sie sind aber fast immer nach Geschlechtern getrennt. Vor dem Bad wechselt man in den Yukata-Bademantel. Im Bad zieht man sich aus, wäscht sich gründlich unter der Dusche. Erst wenn man völlig sauber ist, steigt man ins Badewasser.

    Nach dem Bad wird das Abendessen serviert - meist wird es aufs Zimmer gebracht. In vielen Ryokan wird besteht das Essen aus hervorragend zubereiteten und präsentierten Gerichten der Saison. Wenn man nicht weiß, wie man ein Gericht isst, sollte man nachfragen.

    Nach dem Essen kann man noch mal in die Stadt gehen; in Badeorten ist es ganz normal nur im Yukata und mit Geta-Pantoffeln herumzulaufen. Als Ausländer wird man damit aber für noch mehr Aufsehen sorgen als sonst. (Tipp: Unterwäsche drunter tragen.) Viele Ryokan haben eine Sperrstunde, man sollte also rechtzeitig zurückkommen.

    Währenddessen wird ein Futon auf dem Tatami ausgerollt. Ein japanischer Futon ist einfach eine Matratze, nicht das flache Bett, das im Westen oft unter diesem Namen verkauft wird. Es ist zwar etwas härter als ein westliches Bett, wird aber dennoch von vielen als sehr angenehm empfunden.

    Frühstück wird meist zu einer festen Uhrzeit im Speisesaal serviert.

    Minshuku - Minshuku (民宿) sind die preiswerte Version des Ryokan: das Essen ist einfacher, man isst im Speisesaal zu Abend und die Gäste rollen ihr Futon selbst aus (obwohl man hier für Ausländer oft eine Ausnahme macht). Daher sind Minshuku billiger und man zahlt ungefähr ¥ 5000 (einschließlich zweier Mahlzeiten). Minshukus gibt es auf dem Land häufiger als in den Städten. Buchungen sind z.B. über eine Agentur (Minshuku) möglich, deren Angestellte auch Englisch sprechen.

    Kokuminshukusha -

    Shukubo - Shukuboo (宿坊) sind Pilgerunterkünfte. Meist befinden sie sich auf dem Gelände eines buddhistischen Tempels oder eines Shintoschreins. Sie ähneln Ryokans, aber das Essen ist vegetarisch und man hat eventuell die Möglichkeit an Aktivitäten des Tempels teilzunehmen. Manche Shukuboos nehmen nur ungern Ausländer auf, in dem wichtigen buddhistischen Zentrum auf dem Berg Vulkane (in der Nähe von Osaka) ist dies jedoch kein Problem.

    Kapselhotels - Kapselhotels sind die raumsparendste Schlafmöglichkeit die man sich vorstellen kann: gegen eine niedrige Gebühr (oft unter ¥ 2000) mietet man eine Kapsel, die etwa 2x1x1 Meter groß ist. In einem Raum befinden sich Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher Kapseln in zwei Reihen übereinander. Kapselhotels sind immer nach Geschlechtern getrennt und nur wenige nehmen Frauen auf.

    Wenn man das Kapselhotel betritt, zieht man die Schuhe aus, stellt sie in ein Schließfach und zieht Sandalen an. Oft muss man den Schlüssel diese Schließfaches am Check-In abgeben, damit man nicht verschwindet ohne zu zahlen! Beim Check-In wird einem ein weiteres Schließfach zugewiesen in das man sein Gepäck packen kann, denn in den Kapseln ist kein Platz dafür. Zudem haben sie oft keine Tür, sondern nur einen Vorhang.

    Viele Kapselhotels sind mit einem Bad verbunden das unterschiedlich luxuriös und/ oder dubios sein kann. Oft zahlt man z.B. ¥ 2000 Eintritt fürs Bad, aber die Kapsel kostet dann nur ¥ 1000. In billigeren Kapselhotels muss man 100 ¥ Stücke einwerfen, damit die Dusche läuft. Wie in Japan nicht anders zu erwarten, gibt es Automaten, die Zahnpasta, Unterwäsche und so weiter verkaufen.

    In der Kapsel findet man meist einige Schalter für das Licht, den Wecker und den immer eingebauten Fernseher.

    Love Hotels - Love Hotel ist etwas euphemistisch, genauer wäre Sex Hotel. Es gibt sie in und bei Rotlichtbezirken, aber die meisten sind nicht in diesen Gebieten. Viele sind an Autobahnabfahrten oder an großen Bahnhöfen. Man kann ein Zimmer pro Nacht ("Stay") oder pro Stunde ("Rest") mieten.

    Normalerweise sind sie sauber, sicher und sehr diskret. Einige haben Fantasiethemen wie Burgen, Disney, Sport, etc. Als Reisender kann man nicht einchecken, die Koffer abstellen und ausgehen. Wenn man geht, geht man; daher sind Love Hotels nicht so praktisch wie richtige Hotels. "Stay"-Preise gelten oft erst ab 22 Uhr und wenn man zu lange bleibt, muss man zusätzlich teure "Rest"-Preise zahlen. Beliebte Love Hotels in den Städten sind am Wochenende oft ausgebucht.

    Warum gibt es sie überall? Japan litt lange Zeit an Wohnungsnot und man lebte immer noch in Großfamilien. Wenn man 28 ist und immer noch bei den Eltern wohnt, will man wirklich seine Freundin nach Hause mitbringen? Oder wenn mal als verheiratetes Paar mit zwei Kindern im Schulalter in einer 40 Quadratmeter Wohnung mit hellhörigen Wänden lebt, will man es wirklich zu Hause machen? Daher gibt es die Love Hotels.

    Westliche Hotels - Normale Hotels sind sehr teuer. In "Business Hotels" zahlt man ungefähr 10.000 ¥ pro Nacht, sie sind praktisch gelegen (oft nahe großen Bahnhöfen), aber die Zimmer sind ziemlich klein. Luxushotels dagegen versuchen allen Wünsche des Reisenden zu erfüllen, aber die Zimmerpreise beginnen oft erst ab 20.000 ¥.

    Jugendherbergen - Jugendherbergen (ユースホステル yuusu hosteru oder einfach yuusu, abgekürzt "YH") sind vergleichsweise teuer in Japan, insbesondere wenn man dort auch zu Abend isst und frühstückt und nicht HI-Mitglied ist; der Preis kann dann über 5000 ¥ für eine Nacht liegen. Wie überall sind einige Jugendherberge Betonklötze, die wie Besserungsanstalten geführt werden, andere dagegen wunderbare Häuser in schöner Landschaft. Es gibt sogar einige Tempel, die nebenbei eine Herberge betreiben. Bevor man sich für eine Herberge entscheidet, sollte man sich auf der Seite Japan Youth Hostel umschauen. Die meisten Jugendherbergen haben eine Sperrstunde.

    Camping -

    Arbeiten

    Die Einreise nach Japan ist generell mit einem Touristenvisum von 90 Tagen möglich, wobei dieses für touristische als auch für berufliche Zwecke, wie z.B. Praktikum, gilt. Deutsche Staatsbürger können eine Verlängerung von weiteren 90 Tagen beantragen, so dass eine Aufenthaltszeit von 180 Tagen bzw. sechs Monaten möglich ist. Diese Verlängerung muss bei dem lokalen Bezirksamt beantragt werden (das Bezirksamt, welches für den Wohnsitz zuständig ist). Daraufhin erhält man eine für diesen Zeitraum gültige "Alien Registration Card".

    Für längere Arbeitsaufenthalte sollte man sich im vornherein bei der japanischen Botschaft im Heimatland erkundigen, welche Auskünfte zum benötigten Visum gibt und dieses auch, nach Einreichen der geforderten Unterlagen, ausstellt.

    Literatur

    Kunst und Kultur

    Währung

    Botschaften

    Respekt

    Zwar ist Japan das Land der Höflichkeit, aber glücklicherweise wird von Ausländern normalerweise nicht verlangt, mit diesen Formen und Floskeln vertraut zu sein (Es gibt allein drei verschiedene Höflichkeitsstufen in der Sprache!). Wenn man also versucht, sich ein bisschen Mühe zu geben, wird einem so ziemlich alles verziehen, man ist ja "nur" Ausländer, und Ausländer benehmen sich nun mal wie Ausländer. Man sollte als Tourist aber lieber nicht versuchen, sich zu verbeugen, da dies sehr genau und hierarchisch geregelt ist (Wer verbeugt sich vor wem um wie viel Grad...), besser einfach mit dem Kopf nicken und höflich lächeln! Körperkontakt wird in Japan als etwas sehr Intimes angesehen, also mit Händeschütteln, Schulterklopfen oder Umarmungen lieber zurückhaltend sein und abwarten wie sich der Gegenüber verhält. Außerdem ist es ein absoluter Faux-pas, an den eigenen Namen ein "san" (die Endung für Herr/ Frau/ Fräulein) anzuhängen! Man spricht nur die Anderen so an (z.B. Tanaka-san = Herr/ Frau Tanaka), oder bei bestimmten Berufsgruppen (z.B. gegenüber einem Professor, Arzt, Lehrer, etc.), mit "sensei" (z.B. Tanaka-sensei). Wenn man jemanden zum ersten Mal trifft bzw. vorgestellt wird, sagt man: "Hajimemashite. Watashi wa XY to mōshimasu. Dozo yoroshiku onegai shimasu." (etwa: "Sehr erfreut Sie kennenzulernen. Mein Name ist XY. Bitte seien Sie mir gewogen."). Zum guten Ton gehört es auch, Gastgeschenke zu machen. Wenn man ein solches Geschenk überreicht, sagt man: "Tsumaranai mono desu ga... Dozo." (etwa: "Es ist nur eine Kleinigkeit, aber bitte nehmen Sie es an." Wörtlich: "Es is ist eine langweiliges Ding (Sache, Objekt, etc), aber bitte nehmen Sie es an."). Erhält man ein Geschenk, bedankt man sich folgendermaßen: "Domo arigatou gozaimasu." Es ist unüblich in Gegenwart des Schenkenden das Geschenk auszupacken. Damit vermeidet man auch eine ungewollte Gefühlsäusserung. Ihre Gefühle zeigen Japaner wenig, das Einzige was immer korrekt ist, ist lächeln. Erst im privaten Umfeld ist mit etwas lockererem Umgang zu rechnen.

    Die christliche Nächstenliebe ist nicht verbreitet. Sondern eher: Was mich nichts angeht, sehe ich nicht. Viele Japaner, besonders in Großstädten, sind sehr gut im ignorieren. Auch ungefragt Hilfe zu bekommen ist den Japaner nicht behaglich, denn dadurch fühlen sie sich zu einer Gegenleistung verpflichtet. Es wird daher eher dafür gesorgt, dass ein Vorfall der ein Einschreiten erfordet der zuständigen Person (Polizist, Busfahrer usw.) auch bekannt wird. Allerdings kann und darf man ruhig jemanden Fragen.

    Post und Telekommunikation

    Mobiltelefone - Alle Telefone neueren Datums, die UMTS unterstützen, können problemlos in Japan verwendet werden (GSM steht nicht zur Verfügung). Es ist aber empfehlenswert, sich eine japanische UMTS Karte oder gleich ein japanisches Mobiltelefon zu leihen. Der Grund ist, neben den deutlich günstigeren Verbindungsgebühren, die japanische Telefonnummer, welche man während der Mietdauer zur Verfügung gestellt bekommt. In Japan gilt die Telefonnummer als Identitätsnachweis. Eine Tatsache, von der man auch als Ausländer profitieren kann, z.B. bei spontaner Hotelbuchung.

    Der Mietpreis pro Tag für eine UMTS Karte liegt z.B. bei Softbank bei 105 Yen (knapp unter 1 € Stand: 1/2013). Die Buchung ist unproblematisch im Internet möglich, bereits einige Tage vor Abreise bekommt man die Telefonnummer zugeschickt, die Abholung der Karte oder des Telefons erfolgt nach Ankunft an einem der Schalter in den internationalen Flughäfen (Tokyo, Osaka, Nagoya).

    Telefon - Telefonzellen sind in den großen Städten sehr häufig anzutreffen, aber auch in kleineren Orten findet man solche vor. Telefonanrufe nach Deutschland sind aber ziemlich teuer (ca. 200 Yen pro Minute). Deshalb sollte man sich alsbald eine Telefonkarte zulegen. Empfehlenswert ist z.B. die MCI Global Card, die in den Preislagen von 3000 oder 5000 Yen erhältlich ist (Tarif ins deutsche Festnetz ca. 24 Yen pro Minute). Die einfachste Möglichkeit ist, in einen solchen Laden zu gehen und eine Telefonkarte zum Telefonieren nach Deutschland zu verlangen. Der Händler sucht dann die günstigste Telefonkarte aus seinem Angebot heraus. Auf japanische Telefonzellen kann man nicht angerufen werden, d.h. das Prinzip anklingeln und dann von Deutschland per Call-by-Call-Nummer zurückgerufen werden, funktioniert in Japan nicht!

    Internetcafé - Internetcafés sind in Japan mittlerweile rar, man sollte am besten an der Touristeninformation nachfragen: Diese suchen dann die Adresse eines Cafés heraus und weisen den Weg. Manche Jugendherbergen bieten einen kostengünstigen Internetanschluss an. Internetbenutzung ist allerdings in vielen öffentlichen Gebäuden und in fast allen Manga-Cafés ("Manga-Kissa") möglich, die sehr verbreitet sind. Diese sind oft so günstig (5 Stunden 1000 Yen), dass man dort auch mal entspannt die Rest-Nacht in einem Massage-Stuhl verbringen kann, wenn man die letzte Bahn verpasst hat. In vielen Hotels ist gibt es für Gäste einen meist zeitlich beschränkten kostenfreien Internet-Zugang.

    Gesund bleiben

    Japan ist ein sehr sauberes Land. Im Straßenbild sind so gut wie keine Graffiti zu finden, auch weggeworfene Papiere, Zigarettenstummel, Kaugummireste sucht man glücklicherweise meist vergebens, Abfalleimer allerdings auch.

    Toiletten sind in Japan auch in stark frequentierten touristischen Orten oder auf Bahnhöfen sehr ordentlich. Für die meisten Europäer sind die traditionellen Toiletten von der Benutzung her ungewohnt, aber immer mehr setzen sich Toiletten im western style durch, deren Sitze mit Heizung und Spülung einen ungewohnten Komfort bilden. Auf öffentlichen Toiletten z.B. in Bahnhöfen sollte man aber wissen, dass in den Toiletten kein Papier vorhanden ist: das gibt es nur gegen 100 Yen aus einem Automaten im Vorraum. Ansonsten ist die Benutzung kostenlos.

    Klima

    Die Japaner pflegen zu sagen, dass sie alle vier Jahreszeiten "genießen". Das ist tatsächlich richtig, da sie einen sehr kalten Winter (mit Schneefall), einen sehr heißen Sommer (bis zu 40 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit), einen angenehmen Herbst und Frühling besitzen. Natürlich unterscheidet sich diese Darstellung zwischen den verschiedenen Regionen. Im Norden auf Hokkaidō sind eher etwas kühlere Temperaturen anzutreffen und im Süden auf Kyushu etwas wärmere.

    Auch wenn Breitengrade nicht unbedingt ausschlaggebend sind für das vorherrschende Klima, ist die Nord-Süd Erstreckung Japans doch mehr als erstaunlich. Im Breitengradvergleich liegt Sapporo, die Hauptstadt der Präfektur Hokkaidō etwas südlicher als München, während eine der südlichsten Inseln, Miyakojima, auf dem selben Breitengrad wie Dubai liegt.

    Ein Besuch Japans sollte am besten im Herbst (September, Oktober) erfolgen, da zu dieser Zeit angenehme Temperaturen vorherrschen und die für Japan berühmte rote Laubfärbung zu beobachten ist. Im Frühling ist der Anblick der Kirschblüte im April ebenfalls sehr reizvoll. Die Temperaturen sind dann ebenfalls sehr angenehm. Von einem Besuch im Sommer sei sehr abzuraten, denn trotz klimatisierter Züge und Gebäude, sind die schwülen Wetterverhältnisse sehr anstrengend und beeinträchtigen die erfolgreiche Erkundung Japans.

    Sicherheit

    Japan gehört zu den sichersten Ländern der Welt. Es gibt nur eine geringe Kriminalitätsrate und man kann - auch nachts und als Frau - ohne Bedenken durch die dunkelsten Gassen gehen, alleine reisen und öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Von der organisierten Kriminalität der Yakuza bekommt man als Tourist, insbesondere als westlicher, nichts mit. In großen Menschenansammlungen empfiehlt es sich trotzdem, alle Wertsachen direkt am Körper tragen (Geldbörse, Kamera etc.). Die Polizei ist sehr präsent, Polizeihäuschen (= Koban), erkennbar an den außen angebrachten roten Sirenen, gibt es häufig auch in kleineren Orten bzw. jedem Stadtviertel. Allerdings kann es hier zu Sprachproblemen kommen, da die meisten Polizisten kein Englisch sprechen. Die immer vorhandene Hilfsbereitschaft ermöglicht aber in den meisten Fällen einen Weg, mit ihnen zu kommunizieren. Die Polizisten helfen übrigens auch weiter, wenn man sich verlaufen hat, und erklären den Weg z. B. zum nächsten Bahnhof.

    Höher als die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verbrechens zu werden, ist eine Beeinträchtigung durch die zahlreichen Naturphänomene Japans. Dazu gehören Erdbeben, Tsunamis, Taifune und Vulkane. Da Japan über sehr effiziente Warnsysteme verfügt (z. B. werden Tsunamis werden schon ab einer Höhe von 50 cm angezeigt), lassen sich aktuelle Gefahrengebiete als Tourist vermeiden. Auch architektonisch ist Japan auf diese Ereignisse bestmöglich vorbereitet, deshalb sollte man diese Gefahren nicht überbewerten. Spürbare Erdbeben kommen durchschnittlich einmal pro Monat vor, was aber von den Japanern als alltägliches Vorkommnis betrachtet wird. Eine ernsthafte Gefahr geht nur von sehr starken Beben aus, die deutlich seltener vorkommen, aber gleichzeitig auch Tsunamis verursachen können. Es gibt geologisch betrachtet aktive Vulkane in Japan, wie z. B. den Rezeptewiki: Japanische Küche, aber dieser ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr ausgebrochen. Taifune treten häufig in den Monaten von Juni bis November auf. In den Städten und im Binnenland bedeutet das vor allem sintflutartige Regenfälle, an den Küsten kann es auch zu stärkeren Sachschäden kommen.

    Küche

    Die japanische Küche hat die Welt erobert. Sushi(寿司) und Tempura(天ぷら) bekommt man heute an Orten, wo man es nicht erwartet. Aber die japanische Küche hat viel mehr zu bieten: es gibt eine große Auswahl an Nudeln(麺 men) — raamen (ラーメン) dünne soba(そば) aus Buchweizen und dicke udon(うどん) aus Weizen — und eine ganze Reihe donburi (丼, "Reisschüssel")-Gerichte und auch Japans beliebtestes Gericht, der Curryreis(カレーライス karee raisu) schmeckt sehr japanisch. Darüber hinaus sollte man sich nicht den Genuss von Shabu-Shabu, einer Art Fondue mit Brühe, Nabe, bei der das Fleisch und das Gemüse in einer Brühe gegart wird, aber diese auch mitgegessen wird und auch Okonomiyaki, was leckere herzhafte Pfannkuchen sind, nicht entgehen lassen

    Tischsitten

    Japaner essen alle traditionellen Gerichte mit Stäbchen, die Hauptausnahmen sind Curryreis und gebratener Reis, die mit einem Löffel gegessen werden. Mit Stäbchen zu essen ist überraschend einfach zu lernen, man braucht aber eine Zeit lang ehe man es wirklich beherrscht. Auf ein Tabu sei noch hingewiesen: Stäbchen dürfen niemals senkrecht in eine Reisschale gesteckt werden, da der Reis damit zur Totenmahlzeit gewidmet wird. Außerdem sollte man etwas, das einem mit Stäbchen gereicht wird, nicht mit Stäbchen entgegennehmen, weil auch dies Teil des Bestattungsritus ist! Des weiteren schütten die Japaner niemals Sojasauce über den Reis. Sushi hingegen kann man in Sojasauce stippen. Die Japaner achten allerdings darauf, dass auch bei Sushi der Reis nicht in Berührung mit der Sojasauce kommt, was bei einem Selbstversuch durchaus zu einer akrobatischen Einlage geraten kann. Das Motiv dabei ist wahrscheinlich, in der gemeinsam benutzten Sojasauce keine Reiskörner zu hinterlassen.

    Nudelsuppe schlürfen wird nicht nur akzeptiert, sondern erwartet. Die Japaner sagen, es kühlt die Suppe und verbessert ihren Geschmack.

    Vor dem Essen sagt man: "Itadakimasu", was oft mit "Guten Appetit" übersetzt wird, wörtlich "Ich empfange" heisst, aber auch mit "Ich fange jetzt an" übersetzt werden kann. Deshalb sagt man es auch nicht, wenn jemand anderes anfängt zu essen, sondern nur, wenn man selbst isst. Wenn man fertig ist, sagt man: "Gochisou-sama deshita", was in etwa bedeutet "Es war sehr lecker!". Wenn man satt ist, heißt es: "Onaka ga ippai desu." ("Mein Bauch ist voll.")

    Restaurants

    Plastikmodelle helfen bei der Auswahl der Speisen

    In Japan gibt es unglaublich viele Restaurants. Aus kulturellen und praktischen Gründen laden Japaner Gäste fast nie nach Hause ein. Wenn man sich trifft, geht man meist auch essen.

    Viele japanische Restaurants bieten mittags teishoku(定食) oder Mittagsmenüs an. Diese beinhalten normalerweise Fleisch oder Fisch, eine Schale Misosuppe, eingelegtes Gemüse und Reis. So ein Gericht bekommt man oft schon für 600 ¥ und es stillt selbst den größten Hunger.

    Japanische Fast Food Restaurants bieten ordentliche Qualität zu vernünftigen Preisen. Hier muss man manchmal Tickets aus einem Automaten ziehen, bevor man sich setzt. Einige Ketten sind (teilweise nicht überall zu finden):

    • Yoshinoya (吉野家), Matsuya (松屋), and Sukiya (すき家) sind auf das Rindfleischgericht gyuudon spezialisiert. Sie wurden von der BSE-Krise hart getroffen und haben einen Großteil ihres Angebots auf Schweinefleisch umgestellt.
    • Tenya (てんや), bietet gutes Tempura ab ¥ 500.
    • Mos Burger sieht wie eine weitere Schnellimbisskette aus, hat aber eine interessante Karte — wie wäre es mit einem "Hamburger" der aus gegrilltem Aal im Reisbrötchen besteht?
    • Ootoya (大戸屋) ist fast zu gut um es Fast Food zu nennen. Bestellen ist etwas verwirrend: In einigen Läden bestellt man am Schalter bevor man sich einen Tisch sucht, bei anderen kommt ein Kellner an den Tisch.
    • Meshiya-don (めしや丼) ist ähnlich billig und gut wie Ootoya.

    Daneben gibt es überall Filialen der einschlägigen amerikanischen Fast-Food-Ketten.

    Im Restaurant

    Im Restaurant bekommt man nach dem Essen die Rechnung, die man an der Kasse zahlt, wenn man geht. Die Rechnung heißt auf Japanisch kanjoo,kaikei oder o-aiso. Wie die Speisen heißen? Kein Problem, muss man nicht wissen. In besseren Gaststätten gibt es reich bebilderte Speisekarten, oft mit einer englischen Beschriftung. Ansonsten gibt es oft anschauliche Plastikmodelle, die der Realität recht nahe kommen. Einfach dem Kellner zeigen, was man möchte.

    Trinkgeld ist in Japan nicht üblich. In Gaststätten, die rund um die Uhr offen haben, gibt es teilweise einen Nachtzuschlag von 10%.

    Getränke Wasser ist in der Regel so sauber, dass es bedenkenlos getrunken werden kann. In den meisten Restaurants bekommt man ein Glas Wasser mit Eiswürfeln serviert, und man darf es auch als Europäer unbedenklich trinken, auch wenn es manchmal etwas nach Chlor schmeckt. Als Getränk gibt es überall grünen Tee und Reiswein, aber auch die in Europa üblichen Softdrinks. Und Japaner mögen auch normales Bier, Asahi Beer ist durchaus mit deutschem zu vergleichen.

    Kaufen

    Die japanische Währung ist der Japanische Yen, abgekürzt ¥ (oder JPY bei Wechselkursen). Im Japanischen wird das Zeichen 円 verwendet.

    • Münzen: 1, 5, 10, 50, 100, 500 ¥. Es gibt zwei 500 ¥-Münzen: die Alten sind silberfarben, die Neuen goldfarben.
    • Scheine: 1000, 2000, 5000 und 10000 ¥. 2000 ¥-Scheine sind sehr selten. Im November 2004 wurden alle Scheine (außer dem 2000er) neu gestaltet, so dass jetzt zwei Versionen im Umlauf sind. Selbst bei kleinen Einkäufen wird kaum ein Händler die Annahme eines 10000 ¥-Scheins verweigern.

    Japan ist Bargeldland. Zwar nehmen Hotels und Geschäfte die häufig ausländische Kunden haben, auch Kreditkarten an, in vielen kleinen Geschäften kann aber nur bar bezahlt werden. Selbst wenn man mit Kreditkarte zahlen kann, gilt dies meist erst ab einem Mindestbetrag und gegen eine geringe Gebühr. Es ist daher üblich, in kleineren Städten oder abgelegen Gegenden sogar notwendig größere Geldbeträge herumzutragen. Dank der geringen Kriminalität ist dies nicht gefährlich.

    In den meisten größeren Banken kann man Geld wechseln. Die Kurse sind überall ungefähr gleich. Man sollte 15-30 Minuten Wartezeit einplanen. Im Gegensatz zu Euro, Dollar oder Pfund werden andere asiatische Währungen oft nicht angenommen. Wenn man grössere Geldbeträge wechseln will (z.B. mehr als 500 Euro) kann es zu Problemen kommen. Meist ist dies nur möglich, wenn man ein Konto bei der Bank hat.

    Die Geldautomaten der meisten japanischen Banken akzeptieren keine ausländischen Karten. Eine Ausnahme ist die japanische Postbank. Die Geldautomaten der japanischen Postämter haben neben japanischen auch englische Bedienungshinweise. Sie nehmen Karten des Cirrus und Maestro-Systems, sowie Mastercard, Visa, American Express und Diners Club Kreditkarten. Darüber hinaus kann man als Citibank-Kunde kostenfrei Geld abheben, was sich vor allem in den größeren Städten wie Tokio anbietet, da es dort einige Filialen gibt. Unglaublich aber wahr: Die meisten Geldautomaten werden abends geschlossen (wochentags: ca. 20.00-21.00 Uhr, Wochenende 18.00 Uhr). In einigen Städten gibt es Automaten, die bis 23.00 Uhr aufhaben. Das bedeutet, dass selbst an den beliebtesten Orten keine Möglichkeit mehr besteht an Geld zu gelangen. Ausnahmen sind die Automaten in den Convenience Stores der Kette Seven 11. In diesen Convienience Stores finet man meist einen roten Geldautomaten mit der Aufschrift 7 Bank.

    Automaten stehen in Japan an jeder Straßenecke und verkaufen eine große Vielfalt an Produkten. Am häufigsten sieht man dabei Getränkeautomaten. In der Regel nehmen sie 1000 ¥-Scheine. Einige akzeptieren auch größere Scheine, 1 und 5 ¥-Münzen hingegen nie. Aber selbst an den modernsten Automaten kann man nicht mit Kreditkarte zahlen.

    In einigen Bereichen (zum Beispiel für Zugfahrten, Telefon, Supermärkte) gibt es in Japan Karten, die mit einem bestimmten Geldbetrag aufgeladen sind.

    Seit April 2004 müssen alle Preise die Mehrwertsteuer in Höhe von 5% beinhalten.

    Trinkgelder sind unüblich. Ein Trinkgeld erscheint vielen Japanern wie ein Almosen und kommt einer Beleidigung gleich. Selbst wenn man versucht Trinkgeld zu geben stößt man dabei auf heftigen Widerstand und es wird jeder Yen abgerechnet. In einigen teuren Restaurants kommt zur Rechnung noch 10% Bediengeld.

    Lernen und studieren

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