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Mostviertel 2021

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Einleitung


Das Mostviertel ist der südwestliche Teil von Niederösterreich, begrenzt im Norden von der Donau, im Westen von Oberösterreich, im Süden von der Steiermark und im Osten vom Wienerwald.

Städte


Weitere Ziele


Landschaftliche Gegensätze prägen das Mostviertel. Südlich der Donau zeigt sich das Land sanft hügelig, an der Grenze zur Steiermark erheben sich bis zu 2.000 Meter hohe Berge. Durchs fruchtbare Hügelland zieht sich die 200 km lange Moststraße. Hier wachsen Tausende Obstbäume, vorwiegend Birnbäume, deren Früchte zu Most und Edelbränden verarbeitet werden. Wein gedeiht im Weinbaugebiet Traisental-Donauland, das sich von St. Pölten bis zur Donau erstreckt.

Bis zu 2.000 Meter hoch sind die Berge im alpinen Mostviertel (z.B. Ötscher, Dürrenstein, Hochkar, Gippel, Göller). Dank des Reichtums an Wäldern und Wässern war dieser Landesteil früher ein Zentrum der Eisenverarbeitung. Heute erinnern Hammerwerke, Schmieden und kleine Museen im Kulturpark Eisenstraße an jene Zeiten.

Die wichtigsten Flüsse sind Ybbs, Erlauf, Pielach und Traisen. Durch das Pielachtal fährt die Mariazellerbahn, Österreichs längste Schmalspurbahn. Das Traisental ist mit einem Radweg, dem Traisental-Radweg, erschlossen.

Hintergrund


Wie Funde aus der Altsteinzeit (rund 5.000 v. Chr.) belegen, war das Mostviertel schon sehr früh besiedelt. Um Christi Geburt lebten Römer im Mostviertel. Ihre Spuren sind unter anderem in Traismauer zu sehen und in ‚Aelium Cetium’, der heutigen niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten.

Das Mostviertel gilt als die „Wiege“ des heutigen Österreich. Im Jahr 996 schenkte Kaiser Otto III. dem Bischof von Freising 30 Königshufen, das entspricht etwa 1.000 Hektar Land, in der Gegend von Neuhofen/Ybbs. In der Schenkungsurkunde scheint erstmals der Name „Ostarrichi" auf. Ein Faksimile der Geburtsurkunde Österreichs ist heute im Ostarrichi-Kulturhof in Neuhofen/Ybbs zu sehen.

Auch die rot-weiß-rote österreichische Flagge hat ihren Ursprung in einer Urkunde aus dem Mostviertel. Das Zisterzienserstift Lilienfeld beherbergt das erste offizielle Siegel mit dem österreichischen Wappenschild, dem Vorläufer der Flagge.

Anreise


Mit dem Auto über die A 1 (Westautobahn). Gut ausgebaute Bundesstraßen führen südwärts in die alpinen Gebiete.

Mit dem Zug: Von Mariazeller Bahn und Amstetten führen auch heute noch Bahnlinien die Flußtäler entlang (Ybbstalbahn, Mariazeller Bahn).

Flugplatz in Seitenstetten (LOLT, 830 m Graspiste).

Mobilität


Nebenbahnen (zum Teil schmalspurig) sind im Mostviertel nach wie vor in Betrieb. (Z.B. Sankt Pölten - Mariazell durch das Pielachtal, St. Pölten - Wieselburg - Scheibbs, Pielachtal - Lunz).

Sehenswürdigkeiten


An der Moststraße

  • Das barocke Stift Seitenstetten mit dem historischen Hofgarten, wegen seiner prachtvollen Anlage auch „Vierkanter Gottes“ genannt.
  • Das einstige Stift Ardagger mit dem Margaretenfenster (1230-40), der ältesten figürlichen Glasmalerei Österreichs.
  • Das Erlebnis- und Genusszentrum MostBirnHaus in Stift Ardagger.
  • Der Ostarrichi-Kulturhof in Neuhofen/Ybbs. Hier ist ein Faksimile der Gründungsurkunde Österreichs aus dem Jahr 996 zu sehen.
  • Der Tierpark Stadt Haag in Stadt Haag. Der 33 ha große Park von Schloss Salaberg beherbergt mehr als 80 heimische und exotische Tierarten.


Im Kulturpark Eisenstraße

  • Über Geschichte und Gegenwart von Eisen und Metall informiert die Erlebniswelt FeRRUM in Ybbsitz am Marktplatz.
  • „Auf den Holzweg“ begeben sich Besucher in der Erlebniswelt Mendlingtal bei Göstling/Ybbs, wo die einzige funktionstüchtige Holztriftanlage Mitteleuropas steht.
  • Die Wallfahrtsbasilika am Sonntagberg beeindruckt mit ihrer barocken Ausstattung. Der Standort ist einer der besten Aussichtsplätze im Mostviertel.
  • Der Ötscherland-Express, eine historische Schmalspurbahn, fährt in den Sommermonaten von Kienberg-Gaming über Trestlework-Brücken nach Lunz am See und weiter nach Göstling/Ybbs.


In der Region Traisental-Donauland

  • Stift Herzogenburg, der bedeutendste Bau des österreichischen Spätbarocks. Nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen.


Im Traisental

  • Geistiges Zentrum ist seit Jahrhunderten das Zisterzienserstift Lilienfeld, die größte mittelalterliche Klosteranlage Österreichs. Einst im Stil der Gotik erbaut, wurde das Stift im 17. Jahrhundert um barocke Zubauten erweitert. Hier ist das Siegel aufbewahrt, das erstmals die heutige österreichische Flagge (rot – weiß – rot) zeigt.
  • Bis 1997 wurde in Wilhelmsburg Geschirr erzeugt – nämlich Lilien-Porzellan. Die schönsten Stücke, zum Beispiel das farbenfrohe Kult-Geschirr Daisy, zeigt das Geschirr-Museum.
  • Originell ist der Tierpark in Kernhof, mit Kameltheater, weißem Zoo, Aussichtswarte und Restaurant.


Im Melker Alpenvorland

  • Das Renaissanceschloss Schallaburg gilt als eines der schönsten Renaissanceschlösser nördlich der Alpen. Von März bis November ist auf der Schallaburg jedes Jahr eine große Ausstellung zu einem bestimmten Thema zu sehen.


Aktivitäten und Ausflüge


Musik und Theater Das Mostviertel ist Schauplatz zahlreicher Kulturveranstaltungen. Zu den wichtigsten Orten und Festivals zählen:

  • der Klangraum Waidhofen/Ybbs, veranstaltet Konzerte im Kristallsaal im Rothschildschloss von Waidhofen
  • Barocktage und Sommerspiele Melk
  • Beatpatrol St. Pölten, im Mai/Juni
  • Barockfestival St. Pölten, im Juni
  • Theatersommer Haag, im Juli/August, mit Aufführungen auf der preisgekrönten Bühne am Hauptplatz der Stadt
  • wellenklaenge Lunz am See, im Juli, Aufführungen u.a. auf der Seebühne
  • Musicalsommer Amstetten, im August
  • Chopinfestival in der Kartause Gaming, im August
  • Frequency St. Pölten, im August
  • Herbsttage Blindenmarkt, im Oktober, Operetten-Aufführungen
  • Burgarena Reinsberg, Konzerte und Theateraufführungen


Wandern und Radfahren

Mit Wander- und Radwegen sowie Mountainbike-Routen ist das gesamte Mostviertel sehr gut erschlossen. Genusswanderer und -Radfahrer bevorzugen das sanft-hügelige Land entlang der Moststraße, im Traisental-Donauland und im Pielachtal.
Eine der bekanntesten Wanderungen verläuft durch die imposanten Ötschergräben im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Bester Ausgangspunkt ist Wienerbruck, eine Station der Mariazellerbahn.
Einer der beliebtesten Radwege ist der 111 km lange Traisental-Radweg, der auch als Pilgerradweg befahren wird. Er verläuft von der Donau bis nach Mariazell, bis St. Aegyd am Neuwalde nahezu ohne Steigungen. Auf der letzten Etappe gibt es einen steilen Abschnitt. Familien fahren den Weg daher meistens flussabwärts, z.B. ab St. Aegyd am Neuwalde.


Pilgern

Einige der traditionsreichsten Pilgerwege Österreichs führen durch das Mostviertel. Der bekannteste ist die Via Sacra, die Wien mit Mariazell verbindet. Auf einer ähnlichen Strecke verläuft der Wiener Wallfahrerweg 06.

Der Pielachtaler Pilgerweg ist 90 km lang. Er führt von der Maria Lourdes-Kirche in St. Pölten nach Mariazell.


Schwimmen

Zum Baden und Schwimmen bieten sich zahlreiche Fluss- und Freibäder an. Schön zum Schwimmen sind auch der Lunzer See und der Erlauf See im alpinen Mostviertel, das Naturbad Pielachtaler Sehnsucht in Hofstetten-Grünau und die Badeseen nördlich von St. Pölten (Viehofner Seen, Ratzersdorfer See).


Wintersport

Das größte Skigebiet ist jenes am Hochkar bei Göstling/Ybbs (9 Lifte, 18 km Pisten). Weitere mittelgroße Skigebiete gibt es in Lackenhof am Ötscher, in Annaberg und auf der Gemeindealpe bei Mitterbach. Das Mostviertler Langlaufzentrum ist St. Aegyd am Neuwalde mit ca. 100 km Loipenkilometern. Gut Langlaufen kann man auch am Hochplateau Hochreit bei Göstling/Ybbs.

Klarkommen


Gesund bleiben

Einkaufen

Lernen und Studieren

Feiertage

Klima

Sicherheit

Küche

Die Auswahl an guten Landgasthäusern, Restaurants, Most- und Weinheurigen ist groß im Mostviertel. Auffallend viele Projekte widmen sich der Erhaltung und Pflege von regionalen Produkten. Spezialitäten von und mit diesen Produkten finden sich auf vielen Speise- und Getränkekarten.

Orientiert man sich an der Initiative Genuss Region Österreich des Lebensministeriums und der Agrarmarkt Austria, so sind folgende Produkte besonders typisch für das Mostviertel: Mostbirn, Schofkas, Biohanf, Pielachtaler Dirndln, Traisentaler Fruchtsäfte, Traisentaler Hofkas, Ybbstal Forelle, Alpenvorland Rind, Lilienfelder-Voralpen Wild, die Wiesenwienerwald Elsbeere und die Dunkelsteiner Hagebutte.


Mostviertler Birnenmost

Einen beachtlichen Aufschwung erlebt in den letzten Jahren der Mostviertler Most, vor allem der Birnenmost, der oft sortenrein gekeltert wird. Die Mostviertler Birnenmoste sind europaweit eine Rarität, denn in den meisten anderen Mostgebieten trinkt man Apfelmoste. Die meisten Mostproduzenten sind in den Gemeinden entlang der Moststraße zuhause. Als Experten für die Mostviertler Mostkultur gelten die 20 Mostviertler Mostbarone.


Edelbrände

Einige der Mostviertler Brenner zählen zu den besten in ganz Österreich. Sie veredeln Äpfel und Birnen zu exquisiten Bränden, ebenso Raritäten wie Elsbeeren (Adlitzbeeren) oder die Pielachtaler Dirndln (Kornelkirschen). Neuerdings machen die Mostviertler mit Getreidebränden von sich reden: 2012 wurde der Bio-Vodka von Josef Farthofer bei der IWSC (International Wine and Spirit Competition) zum weltbesten Vodka gekürt. Den ersten Platz bei der Alpine Whisky Challenge 2012 erzielte Georg Hiebl mit seinem Dinkelmalz-Whisky. Georg Hiebl wurde bei der Destillata, der wichtigsten internationalen Edelbrandprämierung in Österreich, mehrfach zum Edelbrenner des Jahres ausgezeichnet, zuletzt 2013.


Weine

Einige Weißweinproduzenten im kleinen Weinbaugebiet Traisental zählen zu den Besten in Österreich und wecken auch international Aufmerksamkeit. Die meistangebaute Rebsorte ist der Grüne Veltliner. Seit dem Jahrgang 2006 bieten die Traisentaler Winzer zwei Weißwein-Sorten mit klarem Geschmacksprofil an: TraisentalDAC Grüner Veltliner und TraisentalDAC Riesling. DAC steht für Districtus Austriae Controllatus und garantiert, dass Wein mit dieser Bezeichnung typisch für die Region ist.


Dirndln

Im Pielachtal dreht sich alles um die roten Dirndln, eine alte Wildfrucht. Aus den süß-sauren Dirndln stellen die Pielachtaler Spezialitäten wie Marmeladen, Säfte, Edelbrände, Schokolade und Torten oder würzig eingelegte „Pielachtaler Oliven“ her.


Elsbeeren

Die Elsbeere, eine rötlich-braune, daumennagelgroße Wildfrucht, gedeiht im östlichen Mostviertel besonders gut. Sie schmeckt säuerlich-süß und entfaltet ein mandel-marzipanähnliches Aroma. Verarbeitet werden die Elsbeeren zu Likören, Marmeladen und exklusiven Bränden. Die Elsbeere wurde als Österreichs erstes Slow Food Presidio Produkt klassifiziert.


Hagebutten

In der Region Dunkelsteinerwald am Südufer der Donau und nahe bei St. Pölten werden Wildrosen gehegt, gepflegt und auch neu ausgepflanzt. Die Wildrosenblüten werden zu Likör, Streuzucker, Sirup, Wildroseneis und Desserts verarbeitet. Aus den Früchten der Wildrosen, den Hagebutten, werden Marmeladen und Liköre gemacht.

Sprache

Post und Telekommunikation

Ausgehen & Nachtleben

Literatur

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