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Reiseführer Oslo

Oslo, Norwegen

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Oslo 2019

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Einleitung


Oslo ist die Hauptstadt Norwegens.

Oslo
Kurzdaten
Fylke: Oslo
Einwohner: ca. 613.000
Tourist-Information: http://www.visitoslo.com/
Oslo

Hintergrund


Anreise


Flugzeug

  • Oslo Gardermoen (OSL). Der neue Flughafen 47 km nördlich der Stadt ist seit seiner Inbetriebnahme am 01.01.1997 der wichtigste internationale Flughafen in Norwegen. Der Flughafen Express Zug (Flytoget) verbindet den Flughafen mit dem Stadtzentrum, zusätzlich gibt es Lokalzüge. Busse (Flybussen) verkehren ebenfalls zwischen dem Flughafen und diversen Punkten im Zentrum.
  • Torp (TRF). Der Flughafen "Sandefjord Lufthavn Torp" ist der norwegische Flughafen mit der zweitgrössten Anzahl Direktverbindungen aus dem Ausland. Er liegt 110 km südlich von Oslo außerhalb von Sandefjord. Ryanair fliegt diesen Flughafen von Frankfurt-Hahn und Moss-Rygge (RYG) an. Es gibt einen Expressbus (Torp-Ekspressen) ins Zentrum Oslos. Die Fahrzeit beträgt knapp zwei Stunden.
  • Moss-Rygge (RYG). Der Flughafen "Moss-Rygge" liegt bei Moss und ist circa 60km von Oslo entfernt und wird hauptsächlich von den Billigfluggesellschaften Norwegian und Ryanair genutzt. Mit Ryanair wird dieser Flughafen ab Berlin und Memmingen angeflogen. Ein Transfer nach Oslo ist mit dem Rygge-Ekspressen Expressbus und per Bahn möglich.

Bahn

Der Hauptbahnhof Oslo (Oslo Sentral) liegt am östlichen Rand des Zentrums in der Nähe der Fussgängerzone Karl Johans Gate. Internationale Verbindungen bestehen aus Göteborg und Stockholm (Schweden), aus Kopenhagen (NSB) muss man in Göteborg umsteigen.

Die norwegische Eisenbahngesellschaft NSB bietet Verbindungen nach Stavanger, Kristiansand, Bergen und Trondheim sowie Nahverkehr im Großraum Oslo an. Dabei sind einige der Bahnstrecken nicht nur reine Transportmittel, sondern führen mitten durch einige der schönsten Regionen Norwegens, wie die Bergenbahn über die Hardangervidda oder die Dovrebahn nach Trondheim, die über das Dovrefjell führt.

Bus

Auf der Straße

Wer mit dem Auto oder Motorrad nicht die relativ teure Direktverbindung mit der Fähre von Kiel nach Oslo nutzen will, hat die Wahl zwischen mehreren Alternativen von zentralen Orten im Norden Deutschlands:

  • Von Hamburg aus bieten sich sowohl Strecken durch Dänemark als auch durch Schweden an:
    • durch Jütland an die dänische Nordspitze nach Hirtshals (ca. 520 km), von wo aus man nach Larvik übersetzen kann (ca. 135 km) oder bis Frederikshavn (510 km), von wo aus man mit der Nachtfähre nach Oslo übersetzt. Letztere Alternative ist teurer, dafür kommt man fast im Stadtzentrum von Oslo an.
    • mit der Vogefluglinie (Puttgarden - Rödby) über Seeland und von Kopenhagen über die Öresundbrücke nach Schweden, wo man dann an der Westküste hoch bis Oslo fährt - insgesamt etwa 910 km.
  • Von Rostock aus bieten sich ebenfalls zwei Alternativen:
    • Vom Fährhafen Rostock-Warnemünde mit der Fähre nach Gedser auf Falster übersetzen, dann weiter über Seeland, Öresundbrücke und entlang der schwedischen Westküste wie oben beschrieben. Ca. 770 km Fahrtstrecke mit dem Auto.
    • Vom Fährhafen mit TT-Line nach Trelleborg übersetzen, dann von Trelleborg in ca. 600 km nach Oslo.

Schiff

Color Magic in Oslo

Oslo ist einer der wichtigsten Fährhäfen Norwegens. Die Fährschiffe aus Dänemark und Deutschland haben in den letzten Jahren einen Wandel vom reinen Transportmittel zu halben Kreuzfahrtschiffen durchgemacht, der Oslo einen Boom an Tages- und Kurzreisegästen beschert hat. Mit der Colorline aus Deutschland oder mit DFDS Seaways aus Kopenhagen bietet sich die Möglichkeit für eine dreitägige Minikreuzfahrt nach Oslo und zurück.

  • Aus Deutschland pendeln die beiden neuen Fährschiffe der Colorline täglich von Kiel nach Oslo. Abfahrt in Kiel um 14 Uhr, Ankunft in Oslo am nächsten Morgen um 10 Uhr, retour geht es dann wieder um 14 Uhr, so dass Minikreuzfahrern gerade einmal 4 Stunden Zeit für einen Kurztrip durch Oslo bleibt. Ankunft Kiel am nächsten Morgen wieder um 10 Uhr.
  • Aus Stenaline (Nordjütland) fährt Stenaline täglich die Strecke nach Oslo. Sommersaison (Mitte Juni - Mitte August): Täglich ab Frederikshavn 10.00 Uhr, Ankunft Oslo 18.30 Uhr. Retour per Nachtfähre von Oslo 19.30 Uhr, Ankunft Frederikshavn am nächsten Morgen um 7.45 Uhr. Nebensaison: montags keine Abfahrt von Oslo, abweichende Fahrtzeiten.
  • Aus Oslo-Pass gibt es eine tägliche Nacht-Fährverbindung mit DFDS Seaways. Abfahrt Kopenhagen 16.45 Uhr, Ankunft Oslo am nächsten Morgen um 9.45 Uhr. Retour legt die Fähre um 16.45 Uhr in Oslo ab, Ankunft Kopenhagen am nächsten Morgen ebenfalls um 9.45 Uhr.

Mobilität


Entsprechend der Lage am Oslofjord besteht das Verkehrsnetz im Großraum aus der T-Bane (U-Bahn), Straßenbahnen, Bussen und kleinen Fähren auf dem Oslofjord. Für die individuelle Streckenplanung nutzt man am besten ruter.no. Wer Oslo gründlich erkunden will, dem bietet sich der Erwerb eines Oslo-Pass an, die es für 1-3 Tage an vielen Narvesen-Kiosken, an Bahnhöfen und auch auf den Campingplätzen zu kaufen gibt. Er bietet freie Fahrt mit allen öffentlichen Transportmitteln. Zudem ist der Eintritt in den meisten Museen der Stadt darin inbegriffen (siehe unter Klarkommen).

T-Bane in Oslo

U-Bahn (T-Bane)

Das T-Bane-Netz besteht aus 6 Linien auf etwa 84 km Streckenlänge, wobei die Trassen nur in der Innenstadt unterirdisch, in den Vororten aber meist oberirdisch verläuft:

  • 1 Frognerseteren - Helsfyr: Mit der Linie 1 Richtung Frognerseteren gelangt man auf den Holmenkollen, aber auch sonst lohnt sich eine Fahrt mit der Bahn, die durch einige der schönsten Wohngebiete Oslos führt und mit zunehmendem Höhengewinn sehr schöne Aussichten auf Stadt und Fjord bietet.
  • 2 Gjønnes- Ellingsrudåsen
  • 3 Storo - Mortensrud
  • 4 Bergkrystallen - Ringen
  • 5 Østerås - Vestli
  • 6 Ringen - Sognsvann

Straßenbahn

Das Straßenbahnnetz besteht aus 6 verschiedenen Linien in einem Netz von gut 130 km Schienen.

  • 11 (blassgrün): Majorstuen - Homansbyen - Jernbanetorget - Grünerløkka - Torshov - Storo - Disen - Kjelsås
  • 12 (lila): Majorstuen - Frogner - Aker Brygge - Jernbanetorget - Grünerløkka - Torshov - Storo - Disen - (Kjelsås)
  • 13 (grün): Lilleaker - Skøyen - Nationaltheateret - Jernbanetorget - Grünerløkka - Torshov - Storo - Grefsen
  • 17 (rot): Rikshospitalet Ullevål - Stortorvet - Carl Berners plass - Sinsen Grefsen
  • 18 (gelb): Rikshospitalet - Ullevål - Stortorvet - Jernbanetorget - Oslo Hospital - Holtet - (Ljabru)
  • 19 (orange): Majorstuen - Briskeby - Nationaltheateret - Jernbanetorget - Oslo Hospital - Holtet - Ljabru

Fjord-Fähren

Personenfähre zur Halbinsel Bygdøy, Linie 91

Die Oslofjord-Fähren verbinden die Innenstadt mit den kleinen Inseln und Halbinseln des Oslofjords (Übersicht):

  • 91 Rådhusbrygga - Bygdøy ist sicher die für Touristen wichtigste Fährverbindung (nur April bis Oktober). Vom Rådhusplassen fahren die kleinen Personenboote in knapp 15 Minuten zuerst zur Haltestelle Dronningen (Ausstieg für Norsk Folkemuseum und Wikingerschiffmuseum), dann zum Anleger Bygdøynes (Ausstieg für Fram-Haus, Kontiki-Museum und Seefahrtsmuseum) .
  • 92 Vippetangen - Hovedøya/ Lindøya/ Nakholmen - Fähren zu drei der kleinen Inseln im Oslofjord. Die Boote fahren vom Anleger Vippetangen an der Spitze der Halbinsel Akershus.
  • 93 Vippetangen - Bleikøya/ Lindøya/ Gressholmen/ Hovedøya - mit diesen Fährschiffen kommt man auch auf die "Badeinsel" Gressholmen
  • 601 602 Aker Brygge - Nesoddtangen - diese Fähren nutzen auch die Osloer zum Pendeln von und nach Nesoddtangen. Abfahrt direkt am Anfang der Aker Brygga, ganzjährig.

Sehenswürdigkeiten


Kirchen

Burgen, Schlösser und Paläste

  • Das Königliche Schloss liegt am Ende der Karl Johans Gate auf einem Hügel, direkt angrenzend der Schlosspark. Das Schloss ist bis auf einen Flügel nicht umzäunt, das heißt, man kann direkt daran vorbei flanieren und darauf hoffen, dem König persönlich zu begegnen. Mehrfach täglich ist Wachwechsel vor dem Schloss.
  • Akershus festning, 0015 Oslo, Tel.: 23 09 35 53, Fax: 23 09 56 71, E-Mail: akershusslott.kontakt@mil.no. Geöffnet von Anfang/ Mitte Mai bis Ende August So 12 - 16 Uhr, Mo - Sa 10 - 16 Uhr. Erw. 70 NOK, frei mit Oslo-Pass. Die mittelalterliche Festung Akershus mit dem königlichem Wohngebäude von 1299 oberhalb des Hafen wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Zu besichtigen sind die Schlosskirche, das königliche Mausoleum und zahlreiche weitere Räume.

Bauwerke

Opera
  • Das Operahuset (Opernhaus) liegt direkt am Wasser südöstlich des Hauptbahnhofes im Stadtteil Bjørvika, der zur größten Baustelle Oslos angewachsen ist. Das Opernhaus wurde 2008 eröffnet und gilt als größtes Kulturprojekt der Nachkriegszeit in Norwegen. Das Gebäude ist 110 Meter breit, 207 Meter lang und hat eine Fläche von 38.500 Quadratmetern. Frei zugänglich ist sowohl die gesamte Außenfläche und das über eine lange Schräge erreichbare Dach als auch das Foyer, in dem ein Restaurant mit Außenterrasse ganztägig geöffnet ist.
  • Das monumentale Rathaus ragt am Ende des Hafenbeckens Pipervika zwischen Aker Brygge und Akershus Festning mit seinen zwei 66 m und 63 m hohen Türmen unübersehbar in die Höhe und prägt damit das Stadtbild. Der Grundstein für das 1950 endgültig fertiggestellte Rathaus wurde bereits 1931 gelegt, und die ersten Büros wurden 1939 bezogen, doch der 2. Weltkrieg mit der deutschen Besatzung Norwegens verzögerte die Fertigstellung beträchtlich. Das Rathaus ist von seiner Konzeption wie Gestaltung ein Symbol für die norwegische Identität, alle Kunstwerke und Gemälde wurden von norwegischen Künstlern geschaffen, und es wurde im gesamten Gebäude nur Material aus Norwegen verwendet. International bedeutsam ist das Osloer Rathaus alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, wenn im Rathaus der Friedensnobelpreis verliehen wird, und Staatsgäste und norwegische Königsfamilie zusammen mit den Preisträgern vor dem Haupteingang auf der Nordseite unter der großen astronomischen Uhr vorfahren. Besichtigung: Der Eingangsbereich des Rathauses ist frei zugänglich. Von 01.06. - 31.08. gibt es täglich drei kostenlose Führungen in Norwegisch und Englisch um 10, 12 und 14 Uhr. Die Führungen beginnen in der Eingangshalle. Für Einzelpersonen ist eine Buchung nicht notwendig, Gruppen melden sich an unter postmottak@rft.oslo.kommune.no oder Tel. 47 23 46 12 00.
  • Das Storting (Parlament) liegt am Ende des Abschnitts der Karl-Johans-Gate, die Fußgängerzone ist und blickt zu anderen Seite auf den Grünstreifen zwischen Karl-Johans- und Stortingsgata. Das gelbe Backsteingebäude stammt aus dem Jahr 1866. Im Rahmen von Führungen kann auch der Sitzungssaal besichtigt werden, in dem das Gemälde von Oscar Wergeland von der verfassungsgebenden Reichsversammlung von Eidsvoll 1814 zu sehen ist.
Das Gebäude wurde 1939 von einem der bekanntesten Architekten Norwegens, Arne Korsmo, im Auftrag des Kunstsammlers Rolf Stenersen entworfen. Es diente zuerst als Wohnhaus und gleichzeitig Sitz seiner Kunstsammlung. Später ging das Gebäude als Schenkung in den Besitz des norwegischen Staates über, war Repräsentationssitz der norwegischen Ministerpräsidenten und dient heute als Tagunsgebäude unter Verwaltung des DogA.

Denkmäler

Museen

DogA - Norsk Design- og Arkitektursenter
  • DogA - Norsk Design- og Arkitektursenter, Hausmannsgate 16, 0182 Oslo, Tel.: 47 23 29 28 70, Fax: 47 23 29 28 71, E-Mail: info@doga.no. Geöffnet von Ende Mai bis Ende Dez. Mo, Di, Fr 10 - 17 Uhr, Mi Do 10 - 20 Uhr, Sa So 12 - 17 Uhr. Das Norwegische Design- und Architekturzentrum besteht seit 2005 und gewann 2006 selbst einen Preis für Baukunst. Das Zentrum in einer alten Transformatorstation bietet verschiedene Ausstellungs- und Konferenzräume, desweiteren einen Laden für Design und ein Cafe. Wechselnde, teilweise nur sehr kleine Ausstellungen über Design in einem breiten Spektrum. Außerdem kann man bei einem Rundgang durch das restliche Gebäude Einblick in einige Büros/ Ateliers erhalten - der Norwegische Designrat (Norsk Designråd) hat hier seinen Sitz, der jedes Jahr eine Auswahl an "Excellentem Design" aus Norwegen prämiert. Die Buslinie 34 hält direkt vor dem Museum bzw. der benachbarten Kulturkirche.
  • Munch-museet, Tøyengata 53, 0578 Oslo, Tel.: 47 23 49 35 00, Fax: 47 23 49 35 01, E-Mail: info.munch@munch.museum.no. Juni - August täglich 10 - 17 Uhr geöffnet. Erw. 95 NOK. Frei mit Oslo-Pass. Ein Besuch des Munch-Museums erfordert derzeit - nach spektakulären Kunstdiebstählen aus dem Gebäude - das Passieren strenger Sicherheitskontrollen. Im angeschlossenen Café Edvard Munch kann man die vermutlich notwendige Pause machen, um das hervorragende Museum, das einen sehr großen Teil der sehr unterschiedlichen Werke Munchs präsentiert, auch in vollem Umfang genießen zu können.
Das Nobel Peace Center
  • Naturhistorisk Museum, Sars\' gate/Monrads gate, Tøyen, 0562 Oslo, Tel.: 47 22 85 17 00, Fax: 47 22 85 17 09, E-Mail: informasjon@nhm.uio.no. Das Naturhistorische Museum der Universität Oslo besteht aus dem Geologischen Museum, dem Zoologischen Museum und dem Botanischen Garten.
  • Nobel Peace Center, Brynjulf Bulls plass 1 (Rådhusplassen), 0124 Oslo, Tel.: 47 48 30 10 00, E-Mail: post@nobelpeacecenter.org. Täglich geöffnet von 10 - 18 Uhr. Erw. 80 NOK, erm. 55 NOK, Ki. unter 16 J. frei. Frei mit Oslo-Pass. Das Nobel-Friedenzentrum befindet sich in der ehemaligen Vestbanestasjon auf dem Weg vom Rathaus zur Aker Brygge. Visuell einzigartig gestaltet ist die Dauerausstellung (The Nobel Field) über die Friedensnobelpreisträger, deren Portraits auf schmalen Säulen stehen, umgeben von einem Meer an Leuchtstäben, unterlegt mit atmosphärischen Klängen. An einer Wand eine riesige elektronische Zeitung, in der Besucher in annähernd dreitausend Artikeln über die Preisträger recherchieren und lesen können. Wechselnde Sonderausstellungen. Shop und Cafe.
  • Norsk Hjemmefrontmuseet (Widerstandsmuseum), Akershus festning, 0015 Oslo, Tel.: 47 23 09 31 38, Fax: 47 23 09 31 37, E-Mail: skauge.nhm@gmail.com. Geöffnet Juni - Aug. Mo - Sa 10 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr. Sept. - Mai Mo - Fr 10 – 16 Uhr, Sa So 11 - 16 Uhr. Erw. 50 NOK, frei mit Oslo-Pass.. Das Widerstandsmuseum in der Akershus Festning widmet sich der Zeit der deutschen Besatzung Norwegens während des 2. Weltkriegs und der norwegischen Widerstandsbewegung in den fünf Jahren der Besatzungszeit. Nicht nur dadurch, dass man sich räumlich "in den Untergrund" begeben muss, um die Ausstellung zu besichtigen, schafft das Museum gleich neben der Hinrichtungsstelle zahlreicher Widerstandskämpfer eine sehr eindringliche Atmosphäre, sondern gerade auch für deutsche Besucher durch die zahlreichen Anordnungen und Urteile der Besatzer, die in deutscher Sprache veröffentlicht wurden und zahlreich in die Ausstellung integriert wurden. Für ein umfassendes Verständnis des detailreichen Museums sind jedoch englische (oder natürlich norwegische) Sprachkenntnisse hilfreich bis notwendig.

Halbinsel Bygdøy

Auf Bygdøy finden sich mehrere bedeutende Museen der Stadt: Fram-Haus, Kon-Tiki-Museum, Seefahrtsmuseum, Wikingerschiffmuseum und das Freilichtmuseum. Daneben befindet sich auch das Holocaustcenter seit 2005 in der Villa Grande auf Bygdøy. Ein Ausflug nach Bygdøy lohnt auch für einen Spaziergang am Ufer bei den nautischen Museen (Fram, Kon-Tiki und Seefahrtsmuseum), um von hier aus das Ein- und Auslaufen der großen Fährschiffe zu beobachten. So zieht jeden Nachmittag kurz nach dem Ablegen um 14 Uhr die imposante Colorline-Fähre unweit des Ufers vorbei.

Wer nicht mit dem eigenen Auto anreist, kann den Bus (Linie 30) nehmen oder während der Sommersaison auch mit den kleinen Oslofjord-Fähren (Linie 91) übersetzen, von denen aus man einen schönen Blick über den Hafen, Aker Brygge und die Festung Akershus hat. Der Fährboot-Anleger in der Stadt findet sich an der Aker Brygge gleich am Rathaus bzw. am Nobel Peace Center. Auf Bygdøy legt die Fähre zuerst am Yachtclub an (Ausstieg für Besucher des Wikingerschiffmuseums und Freilichtmuseums), dann direkt am Fram-Haus, das zusammen mit Kon-Tiki- und Seefahrtsmuseum auf der Spitze der Halbinsel liegt.

Die meisten Museen auf Bygdøy sind nur von Mai bis Dezember geöffnet, ab September/ Oktober mit eingeschränkten Öffnungszeiten.

  • Fram-Museet (Fram-Polarschiffmuseum), Bygdøynesveien 36, 0286 Oslo, Tel.: 47 23 28 29 50. Geöffnet Juni - August täglich 9 - 18 Uhr, Sept. - Dez. Mo - Fr 10 - 15, Sa So bis 16 Uhr. 80 NOK. Frei mit Oslo-Pass.. Seit 2012 mit Cafeteria (mit für Osloer Verhätnisse günstigen Preisen.)
Als eines der optisch auffälligsten Museen Oslos liegt das Fram-Haus schon von weitem sichtbar auf der äußersten Spitze der Halbinsel. Das Polarschiff Fram wurde unter anderem von Fritjof Nansen und von Roald Amundsen für ihre Expeditionen genutzt, unter anderem auch für die Südpol-Expedition Amundsens von 1910-1912. Das Schiff wurde 1935 auf Bygdøy angelandet und das Museumshaus anschließend um das Schiff herum gebaut. Fast alle Teile des Schiffes sind zugänglich und gut erklärt, ergänzend dazu gibt es auf drei Etagen zahlreiche Bild- und Textdokumente der verschiedenen Expeditionen zu betrachten. Das Museum wurde grundlegend neu gestaltet und viele der Ausstellungsbereiche mit multimedialen Elementen erweitert. Ein wenig schauerlich mag für manche der Gang durch die kleine Eiskammer sein, in der man Eisleichen zu sehen bekommt - das hat etwas von Geisterbahn. Neben dem Fram-Haus entsteht seit Herbst 2011 ein kleineres Haus für das Expeditionsschiff Gjøa, das bisher vor dem Fram-Haus im Freien steht. Ab 2013 ist dann mit einer ergänzenden Ausstelung über die Expeditionsfahrten auf der Gjøa zu rechnen.
  • Holocaustsenteret, Villa Grande, Huk aveny 56, 0287 Oslo, Tel.: 47 22 84 21 00, Fax: 47 22 84 21 13, E-Mail: post@hlsenteret.no. Ganzjährig täglich geöffnet von 9.30 - 16.00 Uhr. Erw. 50 NOK.
Die Ausstellung in der früheren Villa von Vidkun Quisling, der 1933 die nationalsozialistische Partei Norwegens gründete und von 1942 bis 1945 als Ministerpräsident in der mit der deutschen Besatzungsmacht zusammenarbeitenden norwegischen Regierung fngierte, zeigt Dokumente und Exponate zum Holocaust, wobei insbesondere die Situation der norwegischen Juden im Vordergrund steht.
  • Kon-Tiki Museet, Bygdøynesveien 36, 0286 Oslo, Tel.: 47 23 08 67 67, E-Mail: kon-tiki@kon-tiki.no. Geöffnet Juni - Aug. täglich 9 - 18 Uhr, Sept. - Dez. täglich 10 - 16 Uhr. Erw. 70 NOK. Frei mit Oslo-Pass..
Zahlreiche Expeditionen des norwegischen Wissenschaftlers und Forschungsreisenden Thor Heyerdahl (1914 - 2002) sind hier mit Dokumenten, Originalstücken und Nachbauten verständlich und ausführlich präsentiert - selbst der Oscar, den Heyerdahl 1951 für den Dokumentarfilm über die Kon-Tiki-Expedition erhielt, ist ausgestellt. Die Kon-Tiki, das Balsafloß, mit dem Heyerdahl seine Theorie bewies, dass Polynesien aufgrund bestimmter Meeresströmungen von Südamerika aus besiedelt werden konnte, ist in der Form, wie es die Expedition 1947 überstand, ausgestellt. Das Papyrusboot Ra II, mit dem Heyerdahl die Theorie einer Besegelung des Atlantiks in Ost-West-Richtung beweisen konnte, steht als Nachbau im Museum - es ist das erste Exponat, vor dem Besucher stehen, wenn sie das Museum betreten. Das Kon-Tiki-Museum beherbergt ferner die Archive Heyerdahls, die seit 2011 Teil des post@norskfolkemuseum.no sind. Im Kon-Tiki-Museum kann man - wie in allen anderen Museen auf Bygdøy auch - Stunden verbringen aufgrund der Detailfülle der Ausstellungsräume. 155 historische Gebäude aus ganz Norwegen, die in den mehr als 100 Jahren seit Bestehen des Museums hier zusammengetragen wurden - das berühmteste darunter sicher die um 1200 erbaute Stabkirche von fellespost@marmuseum.no, die dort um 1870 abgerissen werden sollte und daraufhin mit Unterstützung von König Oscar II. abgebaut und in seine damalige private Sammlung historischer Gebäude integriert wurde - der Grundstock für das heutige Museum, das 1894 eröffnet wurde. Das annähernd ganzjährig geöffnete Museum hat zahlreiche Ausstellungsgebäude zu verschiedenen Themen der norwegischen Kultur und Kunst, darunter auch zur Kultur der Sami. Ein eigenständiger, aber in die Gesamtanlage integrierter Bereich ist das Museum für Pharmazie, zu dem auch ein aufwändig angelegter Apothekergarten gehört.
  • Norsk Maritimt Museum (Seefahrtsmuseum), Bygdøynesveien 37, 0286 Oslo, Tel.: 47 24 11 41 50, Fax: 47 24 11 41 51, E-Mail: fellespost@marmuseum.no. Mitte Mai bis Ende August täglich 10 - 18 Uhr, sonst bis 15 Uhr (Mo - Fr) bzw. 16 Uhr (Sa, So) geöffnet.Jan - April geschlossen.. Erw. 60 NOK, erm. 30/ 35 NOK Frei mit Oslo-Pass.
Unendlich viele Schiffsmodelle, so auch eines des berühmtesten schwedischen Schiffs, der Vaasa, in einem großzügigen Haus mit direktem Blick auf den Oslofjord und in maritimer Nachbarschaft zu Framhaus und Kontiki-Museem. Gemäldesammlung, das älteste Boot Norwegens und Materialien und Filme zum Leben an der Küste und der norwegischen Seefahrt. Museumsladen und Café.
Wikingerschiff
Drei in unterschiedlich gutem Zustand erhaltene Wikingerschiffe, die als Grabbeigaben für Könige oder Häuptlinge gebaut wurden, sind hier von allen Seiten zu betrachten, teilweise auch über kleine Emporen von oben. Das Oseberg-Schiff ist das besterhaltene der drei Schiffe, das Gokstad-Schiff, das in der Nähe von Vigelandpark und Museum gefunden wurde, ist das größte und auch das einzige ursprünglich hochseetaugliche Boot, während das Tune-Schiff nur in Bruchteilen erhalten wurde. Daneben kann man in Vitrinen verschiedene kleinere Grabbeigaben, wie Haushaltsgegenstände, Waffen und Schmuck bewundern.

Straßen und Plätze

Parks

Verschiedenes

Blick vom Absprungbalken der Holmenkollen-Schanze
  • Holmenkollen Skisprungschanze (Holmenkollbakken), Tel.: 47 916 71 947. Juni - Aug. 9 - 20 Uhr, Mai und Sept. 10 - 17 Uhr, Okt. - April 10 - 16 Uhr. Die neue Sprungschanze, die in ihrer Urform die älteste Skisprungschanze der Welt ist, wurde im März 2010 eröffnet. Das von weitem sichtbare Wahrzeichen der Stadt, am Hang des Holmenkollen im Nordwesten Oslos gelegen, lohnt sich für einen Ausflug, nicht nur wegen des beeindruckenden Ausblicks, sondern auch wegen des angeschlossenen Skimuseum. Vom Museum aus fährt man mit einem schräg aufwärts führenden Fahrstuhl, der schon während der Fahrt einen Eindruck von der Höhe der Schanze vermittelt (aber wegen der sichtbaren Tiefe unter einem auch ein Mindestmaß an Schwindelfreiheit erfordert), auf den Schanzentisch hoch und kann dann weiter bis auf das Dach der Schanze hinaufsteigem, von wo man einen wunderbaren Blick auf Oslo und den Oslofjord hat. Kleines Gimmick ist der Skisimulator am Fuß der Schanze. Erreichbar ist der Holmenkollen mit der U-Bahn-Linie 1, allerdings müssen von der Haltestelle Holmenkollen aus noch etliche Höhenmeter zu Fuß erklommen werden.

Kunst und Kultur

Museen

Aktivitäten und Ausflüge


Regelmäßige Aktivitäten

August: Oslo Jazzfestival

August/ September: Alle zwei Jahre (in den geraden Jahren) findet das Internationale Ibsen-Festival im Nationaltheater statt.

Nachtleben


Unterkunft


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Klarkommen


  • Tourist-Information am Rathaus, Fr. Nansens pl 5 (der Eingang befindet sich in der Roald Amundsens gt.), Tel.: 47 815 30 555. Gleich hinter dem Rathaus unweit von Nationaltheater und Karl Johans gt liegt einer der zwei zentralen Anlaufpunkte für Touristen - vor der Tür stehen zahlreiche Busse für Stadtrundfahrten.
  • Tourist-Information im Trafikanten am Hauptbahnhof, Jernbarnetorget 1, Tel.: 47 815 30 555. Die Tourist-Information befindet sich nicht im, sondern vor dem Bahnhof im sogenannten Trafikanten an den Bushaltestellen. Hier herrscht insbesondere im Sommer ein großer Andrang - neben Unterkunftbuchung und Informaterial bekommt man hier auch Fahrkarten und den Oslo-Pass.
Die Telefonnummer beider TIs führt zu einem Callcenter, das unabhängig von den Öffnungszeiten der TIs ganzjährig besetzt ist. In der Regel hat die TI im Trafikanten am Bahnhof länger und annähernd ganzjährig geöffnet. Neureisende in Norwegen sollten immer daran denken: Nummer ziehen, sonst wartet man umsonst in der manchmal langen Schlange (gilt in vielen öffentlichen Einrichtungen in Norwegen!).
  • Für Reisende, die die Stadt gründlich erkunden wollen, ist der Oslo-Pass eine bedenkenswerte Investition: Feier Eintritt in die meisten Museen und Sehenswürdigkeiten der Stadt, freie Nutzung aller Busse, U- und Straßenbahnen auch im Umland sowie der Fähren auf die Fjordinseln. Daneben geben einige Restaurants und Seightseeing-Unternehmen Rabatte auf den Oslo-Pass. Freies Parken auf städtischen Parkplätzen, nachdem man eine SMS mit seiner Oslo-Pass-Nummer und seinem Autokennzeichen an eine angegebene Nummer geschickt hat. Wer plant, mehr als zwei Museen pro Tag zu besuchen, kann u.U. schon mit dem Oslo-ass günstiger liegen, zudem Auofahren und Parken in Oslo selbst kein uneingeschränktes Vergnügen ist - die Stadt besteht aus einem für Ortsfremde fast undurchschaubaren System aus Einbahnstraßen, so dass die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel möglicherweise entspannender ist. Preise in 2012 (Erw./ Ki.): 24 h 270/ 120 NOK, 48 h 395/ 145 NOK, 72 h 495/ 190 NOK. Kinder 4 - 15 Jahre, jüngere Kinder sind frei. Reisende ab 67 Jahre erhalten den gleichen Rabatt wie Kinder, dieser ermöglicht dann jedoch kein freies Parken.

Gesund bleiben

Klima

Post und Telekommunikation

Es gibt keine Vorwahl in Norwegen. Aus dem (europäischen) Ausland wählt man 0047 als Vorwahl.

Lernen

Arbeiten

Sicherheit

Seit dem Bombenanschlag vom 22. Juli 2011 ist in Oslo eine deutliche Präsenz von Sicherheitskräften zu verzeichnen, was sich jedoch kaum als Beeinträchtigung eines Reisenden auswirkt.

Als potentiell riskante Region wird das Gebiet um Oslo Sentral herum angesehen, hier sollte man sein Gepäck gut beaufsichtigen und seine Wertsachen insbesondere vor Taschendieben sichern. Im Bahnhof selbst ist ebenfalls eine unübersehbare Anzahl von Security-Personal unterwegs. Die Region rund um den Akerselv, insbesondere im Bezirk Grønland, sollte nachts eher gemieden werden, insbesondere Frauen sollten sich hier wie auch in Parks oder anderen unbeleuchteten Regionen nicht alleine aufhalten. Gewarnt wird auch vor der Benutzung nicht registrierter Taxis.

Einkaufen

Oslo zählt nicht umsonst zu den teuersten Städten der Welt und hat kürzlich sogar Tokio den ersten Rang abgerungen. Abgesehen von sämtlichen alkoholischen Getränken, die in skandinavisichen Ländern ein gewohnt hohes Preisniveau erreichen, gilt ähnliches auch für Essen und Getränke. Dies liegt nicht zuletzt auch an dem relativ hohen Lohnniveau im Vergleich zum Rest der Welt.

Als Währung wird die Norwegische Krone (NOK) verwendet. Praktisch überall werden gängige Kreditkarten akzeptiert und es ist durchaus üblich, auch kleinere Beträge damit zu begleichen. Fast alle Bankautomaten sprechen Deutsch, weshalb das Abheben von Bargeld kein Problem darstellen sollte.

Lebensmittel

In der Innenstadt sind die Lebensmittelläden gar nicht so einfach zu finden (und selbst die Mitarbeiter der Tourist-Information kennen meist nur ein oder zwei). Hier aber bestehen die kostengünstigsten Verpflegungsmöglichkeit in Oslo, sie sind vermutlich nicht nur für LowBudget-Reisende interessant:

  • ICA Gourmet AkerBryyge, Holmens gate 7, Tel.: 47 22 01 78 6. (Koordinate: /span>)
  • ICA Grensen (in den Basarhallen)‎, Akersgata 45, Tel.: 47 22 42 01 94. (Koordinate: /span>)
  • ICA Prinsensgate (nähe Fußgängerzone), Kongens gate 23, Tel.: 47 22 00 41 00. (Koordinate: /span>)

Ein weiterer kleiner Supermarkt befindet sich im Østbanetorget, dem südlichen Teil des Hauptbahnhofes.

Küche

Oslo ist kein Pflaster für günstiges Essen und toppt das ohnehin hohe norwegische Preisniveau noch einmal. Relativ günstig essen kann man als Tourist mit begrenztem Budget oft in den kleinen Cafés der Museen oder in kleinen Take-aways. Günstiger als den Hamburger für 10 NOK bei McDonalds gibt es wohl selbst Fastfood kaum - und diese Empfehlung ist natürlich ernährungswissenschaftlich auch diskussionswürdig. Wer sich gut und gesund ernähren will, muss tiefer in die Tasche greifen - oder sich selbst versorgen.

Günstig

  • Blitz - Alternativentreffpunkt mit freundlichen Organisatoren. Leckere belegte Brote und Waffeln dazu diverse Säfte und Kaffee/ Tee zu unschlagbaren Preisen. Pilestredet 30 c.

Mittel

Engebret Cafe am Bankplassen

Gehoben

  • Engebret Café, Bankplassen 1, 0151 Oslo, Tel.: 47 22 82 25 25, E-Mail: post@engebret-cafe.no. Mo - Fr 11.30 - 23 Uhr, Sa 17 - 23 Uhr. (Koordinate: /span>). Oslos ältestes Café, in dem schon Edvard Grieg, Henrik Ibsen und Edvard Munch speisten, liegt am Bankplassen gegenüber dem Museum für zeitgenössische Kunst unweit Akershus Festning. Ein kleiner Außenbereich ergänzt im Sommer auf recht ungezwungene Weise das noble Ambiente des Innenraums. Lunchkarte und Abendessen mit sowohl Ambiente als auch Historie entsprechenden Preisen.

Ausgehen & Nachtleben

  • The Villa, Møllergata 27 (im Zentrum). Ein kleiner schnuckeliger Club in dem alles zwischen Minimal und Techhouse läuft. Für gute elektronische Musik Anlaufstelle No1. Bier 48 NOK, Eintritt ca. 100 NOK.

Lernen und Studieren

So gehts weiter


Weblinks


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