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Reiseführer Schottland

Schottland, Vereinigtes Königreich

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Schottland 2021

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Einleitung


Regionen


Die Regionen Schottlands

Großräumig wird der Teil Schottlands, der sich auf der Hauptinsel befindet, in drei Gebiete unterteilt:

  • Southern Uplands - Die bergige Region im Süden, bestehend aus den Borders, der Region nördlich der englischen Grenze, bespickt mit verlassenen Kirchen und historischen Schlachtfeldern, und Südwestschottland, der Heimat des Nationaldichters Robert (Robbie) Burns, die im Westen durch die Solway Coast (Schottische Riviera) begrenzt wird.
  • Central Belt (Schottland) - Die am stärksten besiedelte Gegend um und zwischen den Städten Edinburgh und Glasgow. Gemeinsam mit den Southern Uplands wird der Central belt auch in Abgrenzung zu den Highands als Lowlands bezeichnet.
  • Schottische Highlands - Der spektakuläre, gebirgige Nordwesten von Loch Ness bis John o\'Groats, der größte Landesteil, der aber am wenigsten besiedelt ist.
  • North East Scotland wird hier extra geführt, da die kleine, aber bedeutende Region weder Teil der Highlands noch Teil des central belts ist: Hier liegt das Zentrum von zwei der wichtigsten schottischen Erwerbszweige: Öl und Whisky. Im Herzen die Grampian Mountains, an der Küste die drittgrößte Stadt Schottlands: Aberdeen.

Als Teil Schottlands angesehen werden auch die Inselgruppen im Nordwesten und Nordosten der britischen Insel:

  • Hebriden - Die vielen Inseln vor der Nordwestküste.
  • Orkney-Inseln - Unmittelbar nördlich noch in Sichtweite des Festlandes gelegen.
  • Shetland-Inseln - Nördlich der Orkney-Inseln gelegen bildet die Inselgruppe den nördlichsten Teil des Vereinigten Königreichs.

Städte


Edinburgh Castle

Glasgow ist Schottlands größte Stadt mit einer Einwohnerzahl von ca. 620.000 Einwohnern. Aberdeen mit ungefähr 220.000 Einwohner liegt hinter der Hauptstadt Edinburgh, mit ca. 450.000 Einwohner.

Weitere Ziele


  • Schottland hat mehrere Naturparks, wobei die Cairngorms, mit ihren beeindruckenden Bergen, und Loch Lomond & the Trossachs die Bekanntesten sind.
  • Loch Ness - der See zu Füßen von Urquhart Castle und Heimat von Nessie, auf dessen Spuren man sich in Drumnadrochit begeben kann.
  • Die Insel Skye wird von Vielen als der schönste Landstrich Schottlands bezeichnet. Gleichzeitig rauh und wild, ist sie doch touristisch gut erschlossen
  • Der Wanderweg National Tourist Routes.
  • In Schottland wurden insgesamt 12 National Tourist Routes ausgewiesen die den Autoreisenden locken sollen das Land abseits der Hauptstrassen kennenzulernen, ein Beispiel ist die North & West Highlands Route.

Hintergrund


Schottland ist eines der vier Länder des Vereinigten Königreich. Bekannt ist es unter anderem wegen der weltberühmten Single Malt Whiskys, des Ungeheuers von Loch Ness, des Kilts und der faszinierenden Landschaft der Highlands. Schottland ist aber auch Glasgow und Edinburgh. Beide Städte sind voller Gegensätze und Charme und überraschen den Besucher damit, das sie nicht ihrem Klischee entsprechen.

Flagge
Kurzdaten
Hauptstadt: Edinburgh
Staatsform: Parlamentarische Demokratie
Währung: Pfund Sterling (£)
Fläche: Insg.: 78.782 km²
Davon Gewässer: 1,9 %
Bevölkerung: 5.254.800
Sprachen: Englisch, Schottisches Gälisch, Scots
Religionen: Church of Scotland 42%, Römisch-Katholisch 16%, andere christliche Glaubensrichtungen 7%, Islamisch 0.8%
Telefonvorwahl: 44
Internet TLD: .uk
Zeitzone: WET (UTC; UTC 1 im Sommer)

Einreisebestimmungen


Anreise


Die Einreisebestimmungen entsprechen denen des Vereinigten Königreiches.

Flugzeug

Es gibt vier internationale Flughäfen: Aberdeen, Edinburgh, Glasgow Prestwick und Glasgow Prestwick.Die Londoner Flughäfen Gatwick, Stansted und Heathrow dienen oft als Umsteigeflughäfen, um nach Schottland zu fliegen. Zunehmend gibt es mittlerweile mehr und mehr bezahlbare Direktflüge nach Schottland:

  • Air Berlin fliegt von Halle/ Leipzig, Berlin und diversen anderen deutschen Flughäfen nach Glasgow (via Stansted)
  • British Airways fliegt (ab Juni 2006) von Hamburg nach Edinburgh (ab €15 Steuern)
  • EasyJet fliegt 3-4x täglich von Amsterdam nach Edinburgh/ Glasgow und von Berlin nach Newcastle; ab Mai 2006 auch von Berlin nach Glasgow
  • Germanwings fliegt von Köln/ Bonn nach Edinburgh
  • HLX fliegt von Hannover nach Newcastle
  • Lufthansa fliegt 3x täglich von Frankfurt nach Edinburgh
  • Ryanair fliegt von Frankfurt-Hahn/ Düsseldorf-Niederrhein nach Glasgow-Prestwick und von Memmingen nach Edinburgh.

Man braucht ca. 50 Minuten um mit dem Zug vom Prestwick Flughafen bis zur Glasgow Central Station zu fahren. Möglicherweise lohnt es sich erst nach London zu fliegen und von dort weiter nach Schottland. Innerbritischer Flugverkehr ist äußerst günstig. EasyJet, Ryanair, bmi, British Airways und Flybe bieten alle günstige Flüge von London (oder anderen englischen Städten) nach Schottland an. Auch Regionalflughäfen (Aberdeen, Inverness) werden angeflogen.

Bahn

Forth-Bridge, die Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth

Es gibt mehrere Bahnlinien England-Schottland, die Anbindung von Großbritannien an Kontinentaleuropa erfolgt mit dem Eurostar-Zug (Vorsicht: Einsteigeformalitaeten wie beim Flugzeug) mit Umsteigen und U-Bahn-Fahrt in London. Bahn-Schiff-Bahn-Verbindungen fristen ein Schattendasein. Durchgehende Tages- und Nachtzüge waren geplant, das Rollmaterial schon gebaut, wurden aber aus finanziellen und grenzkontrolllichen Gründen nicht verwirklicht; mit der Eröffnung des internationalen Bahnhofs St. Pancras wird die Einführung von Direktverbindungen etwas wahrscheinlicher.

Auf der Strasse

Bus

Von London aus fährt die Busgesellschaft Megabus unglaublich billig nach Glasgow und Edinburgh. Je nach dem wie früh man bucht, bezahlt man zwischen 3 (!!) und 15 Pfund für die gesamte Stecke.

  • Megabus — Routenplanung und Preise

Schiff

Der nächste Fährhafen für die Anreise nach Schottland ist North Shields bei Newcastle upon Tyne, das von Scandinavian Seaways von Ijmuiden (nahe Amsterdam) aus angelaufen wird.

Die direkte Verbindung nach Rosyth bei Edinburgh zum europäischen Festland von Zeebrügge (Belgien) wurde 2010 eingestellt.

Mobilität


In Schottland ist man gut mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, allerdings sollte man sich auf sogenannte single track roads, das sind einspurige Straßen mit Ausweichplätzen und auf Weideroste einstellen. Besonders auf den Nebenstrecken der Highlands ist der Verkehr ausgesprochen dünn.

Zug

Der Dampflok-Zug "The Jacobite" auf dem Glenfinnan Viadukt zwischen Fort William und Mallaig

First ScotRail hat ein recht gutes Liniennetz im Central Belt. In den Highlands gibt es nur wenige Strecken, die aber teilweise durch beeindruckende Landschaften führen. Man kann sein Fahrrad ohne Zusatzkosten mit in den Zug nehmen. Eine Vorausbuchung wird empfohlen, ist aber nicht zwingend und ebenfalls kostenlos.

Die GNER Züge von London nach Edinburgh fahren ein paar mal täglich bis Inverness oder Aberdeen weiter. Fahrpreise sind dieselben wie bei ScotRail (aber Fahrradmitnahme kostet extra).

Bei Zugfahrten in Großbritannien kann man allgemein viel Geld durch Vorausbuchung sparen. Hin und Zurück ist häufig nur unwesentlich teurer als eine einzelne Fahrt.

Eine touristische Besonderheit ist der Dampflok-Zug The Jacobite der zwischen Fort William und Mallaig verkehrt. Hierbei überquert er das durch die Harry Potter Filme bekannt gewordene Glenfinann Viadukt mit dem gegenüberliegenden Loch Shiel in welches die Hogwarts Schule hineinprojiziert wurde.

Bus

Busse sind die günstigste Möglichkeit in Schottland per öffentlichem Verkehr zu reisen und meistens auch die Einzige. Im Prinzip lässt sich fast jeder Ort per Bus erreichen, mitunter aber sehr umständlich. Ein Problem ist die Vielfalt an Unternehmen die selten Fahrpläne aufeinander abstimmen, wenn denn Fahrpläne zu bekommen sind. Inzwischen sind aber die Fahrpläne der großen Unternehmen online verfügbar und aktuell abrufbar.

Die Verbindungen zwischen den Städten werden gut von Scottish Citylink, Stagecoach und Megabus abgedeckt. Busse fahren meist mindestens im Stundentakt. Citylink bietet auch einige Verbindungen in die Highlands an (Inverness, Wick, Thurso, Ullapool, Fort William, Skye) und ist unkompliziert zu benutzen (bezahlen beim Fahrer, günstig gelegene Haltestellen). Megabus ist nach Art der Billigfluggesellschaften organisiert: Fahrkarten müssen über Internet vorgebucht werden, Haltestellen sind oft nicht die Hauptbusbahnhöfe, teilweise sogar nur Park-und-Ride Parkplätze ausserhalb (z.B. Perth). Dafür sind die Preise oft konkurrenzlos günstig. Megabus fährt Aberdeen, Dundee, Edinburgh, Glasgow, Inverness und Stagecoach an, sowie größere Städte in England. Tickets von Citylink, Stagecoach und Megabus können direkt im Internet gekauft werden. Meist reicht dann der Buchungscode als Fahrschein. Aber Vorsicht ein Ticket ist noch keine Reservierung, so kann es durchaus vorkommen, dass an einer abgelegenen Haltestelle der Bus zwar vorbeikommt, aber trotz bezahltem Ticket der Bus nicht anhält (z.B. wenn der Bus komplett voll ist). Daher sollte man bei der Planung sich nicht auf einen einzigen Bus (z.B. an einem Tag) verlassen.

Busse halten zum Aussteigen auch an Stellen, an denen keine Bushaltestelle vorhanden ist, wenn man dem Busfahrer vorher bescheid sagt. Ebenso kann man einem vorbeikommendem Bus signalisieren, das man mitfahren möchte. Der Bus wird dann, so es die Stelle erlaubt, anhalten.

Abseits der Städte wird der Busverkehr von diversen regionalen Unternehmen betrieben. Die Busbahnhöfe der Städte sind gute Ausgangspunkte um Informationen und Fahrpläne zu bekommen. In ganz abgelegenden Gebieten gibt es schliesslich noch Postbusse (d.h. der Postbote nimmt gegen Bezahlung und nach Fahrplan Passagiere mit) bzw. Scotbus, die aber meist nur einmal pro Tag fahren.

  • Citylink — Routenplanung und Preise
  • Megabus — Routenplanung und Preise
  • Travelline Scotland — Verbindungen für den meisten öffentlichen Verkehr in Schottland (ohne Megabus und Postbusse)
  • Royal-Mail — Informationen zu Postbussen (Routen, Fahrpläne)
  • Scotbus — Informationen zu Scotbussen (Routen, Fahrpläne)
  • Stagecoach — Routenplanung und Preise

Auto

Autofahren in Schottland

Schottland ist kein großes Land, und man kann die meisten Orte innerhalb weniger Stunden erreichen. Jedoch sollte man bedenken dass die Strassen abseits der Städte häufig schmal und kurvig sind, so dass Fahrzeiten länger sind als man erwartet. Ein Routenplaner gibt einen guten Schätzwert. Generell kommt man umso langsamer voran je weiter man in den Norden fährt. In den Highlands muss man mit vielen einspurigen Straßen (Single Track) und gefährlichen Kuppen rechnen (oft mit dem Schild Blind Summit beschildert), über die man nicht gucken kann. In Schottland gilt wie im Rest Grossbritanniens Linksverkehr. Besonders bei Parkplatzausfahrten und nach längeren Strecken auf einspurigen Strassen sollte man darauf achten auf der richtigen Strassenseite weiterzufahren.

"Single Track" Strassen haben Ausweichbuchten (Passing Places) an denen sich entgegenkommende Fahrzeuge passieren können. An unübersichtlichen Kurven sollte man so weit links wie möglich fahren, da Einheimische oft trotz engen Strassen schnell fahren und nicht mit Gegenverkehr in der Mitte der Strasse rechnen. Man sollte immer mit Schafen auf der Strasse rechnen.

Es wurden recht viele by-passes (Umgehungsstraßen) gebaut, um ein schnelleres Reisen zu ermöglichen, jedoch verpasst man dadurch oft wunderschöne Landschaften.

Trampen

Es ist recht einfach, sich als Tramper durch Schottland zu bewegen. In der Nähe größerer Städte gibt es natürlich mehr Verkehr, dafür ist in abgelegenden Gegenden die Wahrscheinlichkeit höher mitgenommen zu werden. Obwohl Trampen in Schottland sehr sicher ist, haben die Schotten in der Nähe der Städte meist ein grosses Misstrauen gegenüber Trampern. Es ist wichtig, vertrauenserweckend auszusehen. Als offensichtlich zu erkennender Wanderer oder Bergsteiger wird man meist problemlos von Gleichgesinnten mitgenommen.

Sprache


Englisch ist die offizielle Sprache Schottlands und wird von so gut wie jedem gesprochen. Gälisch wird von ca. 60.000 Menschen, vorrangig in den Highlands und auf den Hebriden, gesprochen. Dennoch kann auch dort jeder Englisch. In ein paar ländlichen Gemeinschaften in den Lowlands wird Scots gesprochen, welche aus dem Englischen stammt und nicht mit Gälisch verwechselt werden sollte. Das schottische Englisch variiert je nach Region. In den Lowlands ist es stärker durch Dialekte verändert (es wurde hier bereits früh eingeführt) als in den Highlands. Gemein ist den Dialekten das R rollend und ch wie in Loch kehlig auszusprechen.

Schotten sprechen wie die meisten Briten nur selten eine zweite Sprache. Französisch und Deutsch sind noch am wahrscheinlichsten.

Hier ein paar nützliche Wörter, denen man oft begegnet - sei es in Ortsnamen oder Konversationen. Bei den geographischen Begriffen ist zu beachten, dass diese auf Karten jeweils in der lokal üblichen Form auftauchen und die Schreibung insbesonders im gälischen Raum nicht einheitlich ist (siehe z.B. Ben).

  • Aber = Flussmündung (Aberdeen)
  • Ben, Beinn, Bheinn u.ä. = Berg (Ben Nevis)
  • Burn = Bach (Bannockburn)
  • Bealach = Col, Wasserscheide bzw. Pass
  • Ceilidh = Feier
  • Close = Eingang zu einer Gasse oder zu einem Innenhof
  • Firth = Förde (Firth of Forth)
  • Glen, Strath = enges bzw. weites Tal (Glencoe)
  • Inver = Flussmündung (Inverness)
  • Kyle = Enge Flussgerade, Meerenge (Kyle of Sutherland)
  • Loch = See oder Meeresarm (Loch Ness)
  • Wee = Klein (ugs.)
  • Wynd = Gasse

Klarkommen


Feiertage

Ausgehen & Nachtleben

Die Bars und Pubs sind Orte der Zusammenkunft, in denen man schnell neue Leute kennenlernen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern sind die Bars sehr lebhaft und die Schotten sehr gastfreundlich. Es ist nicht ungewöhnlich, ein Bier von jemanden ausgegeben zu bekommen, den man gerade erst kennengelernt hat.

Seit März 2006 ist das Rauchen in allen öffentlichen geschlossenen Räumen (d.h. in allen Pubs und Gaststätten) verboten.

Man darf ab 18 Jahren legal Alkohol trinken, und auch der Aufenthalt in Bars und Pubs ist Jugendlichen unter 18 Jahren nach 20 Uhr nicht gestattet (auch nicht in Begleitung von Erwachsenen). Die Bars machen fast alle um Mitternacht zu, Freitag und Samstag um 1. Clubs sind in der Regel bis um 2 bis 3 Uhr geöffnet.

  • Bier — Bier, vor allem die Ales, werden in Pints gemessen. Ein Pint entspricht etwas über einem halben Liter (568 ml).
  • Irn Bru — Dieses Getränk ist in Schottland einmalig. Es ist ein grell-oranger Softdrink mit Kaugummi-Geschmack, der allgemein als bestes Heilmittel gegen einen Kater anerkannt ist.
  • Whisky — Schottlands bekanntester Export.

Unterkunft

Bed and Breakfast (B&B)

Die vermutlich bekannteste Art der Unterkunft in Großbritannien - und damit auch in Schottland - ist das bed&breakfast - kleine private Pensionen oder Gästehäuser bieten oftmals zu etwas günstigeren Preisen als Hotels eine besondere Athmosphäre. Die Preise sind überlicherweise pro Person und nicht pro Zimmer angegeben.

Das schottische Frühstück ist meist reichhaltig, aber nicht gerade fettarm. Die Gastgeber erkundigen sich üblicherweise abends nach dem geschwünschten Frühstück - hier wird primär zwischen Continental (Corn Flakes, Toast) und Full Brakfast (häufig Speck, Würstchen, Rührei, aber auch Besonderheiten wie "Black Pudding" - geräuchterte Blutwurst) unterschieden. Die Gastgeber sind oft auch gute Anlaufstellen, um sich nach örtlichen Sehenswürdigkeiten zu erkundigen.

Inzwischen gibt es einige Internetseiten, auf denen man b&b-Unterkünfte finden kann, alternativ kann man auch entlang der Straßen nach "vacancies" (noch freien Übernachtungsmöglichkeiten) Ausschau halten. Wer keine Lust zu suchen hat, kann in den lokalen Touristinformationen gegen eine kleine Gebühr (üblicherweise 2-3 Pound) und eine Anzahlung von ca. 10% einen Übernachtungsplatz heraussuchen lassen. Allerdings sind nicht immer die günstigsten b&b-Unterkünfte in der Touristinformation gelistet.

Bei Festen und in der Hochsaison kann es vorkommen, dass am gleichen Tag keine Unterkünfte mehr verfügbar sind. Auf den Inseln gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Unterkünften, und es wird wärmstens empfohlen, sich vor der Anreise eine Unterkunft zu buchen.

Hostels

Die SYHA (Scottish Youth Hostel Association) hat Hostels in ganz Schottland und ist mit die billigste Unterkunft beim Herumreisen. Reisende ohne Jugendherbergsausweis zahlen für die ersten sechs Übernachtungen jeweils ein Pfund mehr. Manche Hostel sind in beeindruckenden Gebäuden untergebracht, wie z.B. das Loch Lomond Hostel oder das Carbisdale Castle Hostel, einer echten Highlandburg. Diese sowie die Jugendherberge in Scottish Independent Hostels sind in der Hauptsaison jedoch oft auf Monate im Voraus ausgebucht.

Als Alternative haben sich zahlreiche Betreiber unabhängiger Herbergen als Scottish Independent Hostels zusammengeschlossen. Der lose Interessensverband gibt den Blue Hostel Guide heraus, eine Karte mit den Adressen und Preisen sämtlicher Mitglieder-Herbergen, die in Touristeninformationen erhältlich ist.

Arbeiten

Einwohner der EU brauchen kein Visum, um in Schottland arbeiten zu können. Besucher aus Ländern außerhalb der EU müssten ein Visum beantragen. In großen Städten wie Edinburgh und Glasgow sollte es nicht schwer sein, einen Job zu finden, jedoch nur nicht sehr gut bezahlte. Ausländer haben immer recht gute Chancen, in einem Hostel zu arbeiten.

Literatur

Kunst und Kultur

Währung

Botschaften

Respekt

Post und Telekommunikation

Schottisches Dorf im Abendrot
  • Internet — In allen Bibliotheken gibt es kostenloses Internet, auch das Ausleihen von Büchern ist kostenfrei. In Edinburgh und Perth muss man erst der Bibliothek beitreten, bevor man es nutzen kann. Standardmäßig kann man 30 Minuten an einem PC arbeiten, Verlängerungen um jeweils 30 Minuten sind möglich, wenn der Andrang nicht sehr groß ist. Internet Cafés sieht man nur selten außerhalb großer Städte.
  • Post — Briefkästen sind rot. Die Poststellen eignen sich sehr gut dazu, Geld ohne Zusatzgebühr umzutauschen.

Siehe auch den Artikel zum VisitScotland.com für mehr Information.

Gesund bleiben

Ein kleiner Hafen in Schottland

Rauchen in Pubs und Gaststätten ist generell nicht erlaubt.

Man sollte zum Wandern immer einen Kompass (Achtung: funktioniert nicht in den bekannten Cuillin Hills auf der Insel Skye wegen des besonderen Gesteins) und detaillierte Landkarten mitnehmen. Gute Wanderschuhe sind auch wichtig. Schottland ist bekannt dafür, dass in den Bergen das Wetter schlagartig umschlägt und man plötzlich Sichtweiten von nur ein paar Metern hat. Niemals alleine Wandern gehen!

Die so genannten Midges (kleine, mückenähnliche Insekten) sind im Sommer sehr lästig. Sie haben eine Größe von 1 bis 2 Millimetern und ihre Stiche verursachen einen leichten, juckenden Ausschlag. Da sie eine Geschwindigkeit von nur knapp 3 km/ h erreichen, wird man nur in Sitzpausen von ihnen befallen. Beim Wandern oder Radeln sind sie kaum wahrnehmbar. Um Stiche zu verhindern, ist z.B. Birkenteer wirkungsvoll, der auf die Haut aufgetragen wird, und in Outdoor-Shops erhältlich ist.

Die Notrufnummer lautet 999.

Klima

Das maritime Klima in Nord-Schottland unterscheidet sich erheblich von dem in Mitteleuropa und ist erklärungsbedürftig. "If you don`t like the weather, just wait a minute." (Wenn Sie das Wetter nicht mögen, warten Sie einfach eine Minute.) Dieser Spruch ist so wörtlich zu nehmen, wie er dort steht. Sie werden kaum einen Tag finden, an dem es nicht regnet. Oft gibt es starke Schauer, noch häufiger tröpfelt es nur ein bisschen. Das dauert aber meist nur wenige Minuten oder gar Augenblicke – und schon scheint wieder die Sonne. Diese Wechsel gibt es sicher zehn mal am Tag, es können aber auch schon mal 20-30 Schauer oder Nieselregen sein. Wetterfeste Kleidung gehört also auch bei strahlendem Sonnenschein am Morgen dazu. Die Schotten sind das gewöhnt, wegen einem Schauer spannt hier kaum jemand einen Schirm auf – vom jungen Mädchen bis zum alten Mann. Wenn Sie sich vom Nieselregen stören lassen oder deshalb vielleicht noch nicht mal das Hotel verlassen, machen Sie sich lächerlich. Durch die Nähe zum Meer gibt es im Winter nur selten Temperaturen stark unter null, dafür im Sommer auch kaum welche über 20 Grad. Starke Winde sind die Regel. Recht nützlich vor allem in den bergigen Regionen Schottlands ist der Mountain Weather Information Service. Das Wetter kann an Ost- und Westküste häufig gegensetzlich sein. Generell ist an der windzugewandten Seite (d.h. Westküste bei Westwind) schlechteres Wetter.

Reisezeit

Die Monate April und Mai sowie September und Oktober gelten als beste Reisezeit. ÖAMTC-Reise

Sicherheit

Schottland hat eine überraschend niedrige Verbrechensrate. Von Glasgow sagt man, dass es dort etwas rauher zugeht als in Edinburgh. In Glasgow sollte man sich vor den Orange Marches (Demonstrationen zur Unterstützung der Protestanten in Nordirland) in Acht nehmen, da es dort leicht zu Ausschreitungen mit den Katholiken kommen kann.

Küche

Haggis, Neeps and Tatties
  • Haggis — Schottlands Nationalgericht verschreckt viele Ausländer, sobald sie die Zutaten aufgezählt bekommen, aber es schmeckt viel besser als es klingt! Haggis besteht aus fein-gehacktem Herz, Leber und Lunge eines Schafes und wird im Schafsmagen gekocht. Man kann es in vielen Supermärkten kaufen, jedoch gibt es Haggis heutzutage überwiegend in Plastikmägen. Dazu serviert man zerstampfte Kartoffeln und gestampfte Rüben (Neeps and Tatties).
  • Porridge ist ein Hafergericht, das man zum Frühstück isst. Es wird jedoch seltener gegessen als man denkt. Man kann es entweder mit Salz oder Zucker essen, obwohl es mit Salz traditioneller ist.
  • Die Crisp Roll ist wohl eines der wunderlichsten Snacks, die man hier mancherorts finden kann. Man nehme eines dieser typisch-weichen Brötchen, beschmiere es mit Butter und lege zwischen die beiden Scheiben einer paar Kartoffelchips. Der Geschmack variiert logischerweise entsprechend dem Geschmack der Chips. Crisp Rolls kann man nicht kaufen.

Schottisches Frühstück: Oftmals im Hotel bzw. B&B serviert. Ein üppiges, gebratenes Essen mit Eiern, Schinken, Würstchen, gebratenen Tomaten und Champignons (Standard), dazu Toast und ggf. Cerealien und Obst. Erweitert gehört auch Haggis oder Black Pudding hinzu.

Schottische Mürbekekse ("shortbread") findet man allerorten. Man sollte sie nicht gerade in den teuren Souvernirläden kaufen.

Pudding: Das ist nicht unbedingt eine Milchspeise, sondern damit kann auch eine Wurst gemeint sein.

Günstig

Kaufen

Währung

Burgruine in Schottland

Wie auch im Rest Großbritanniens ist das Pound Sterling die offizielle Währung. Banknoten und Münzen werden von der Bank of England herausgegeben, der regierungseigenen Zentralbank des Vereinigten Königreiches.

Im Gegensatz zu England und Wales (aber wie in Nordirland) dürfen private Banken in Schottland ihre eigenen Banknoten drucken. The Bank of Scotland, The Royal Bank of Scotland und The Clydesdale Bank drucken eigene Banknoten, die man sehr häufig in Schottland antrifft (Bankautomaten von schottischen Banken geben nur schottische Noten aus). Schottische Banknoten sind in ganz Großbritannien gültig, vereinzelt soll es aber zu Problemen kommen. Im Zweifelsfall kann man sie in jeder Bank umtauschen. Angeblich kann es außerhalb Großbritanniens kompliziert sein, schottische Noten wieder zurückzutauschen, da man diese nicht überall kennt.

Man kann in den großen Shoppingmeilen gelegentlich auch mit Euros bezahlen, man sollte sich jedoch nicht darauf verlassen.

Schottland (wie auch der Rest Großbritanniens) ist verglichen zu anderen europäischen Ländern recht teuer. Als Faustregel kann man sagen, dass es um so teurer wird, je weiter man nach Norden kommt, durch den Verfall des Pfundes im Rahmen der Wirtschaftskrise haben sich die Verhältnisse jedoch erheblich verändert (Kursangaben Stand 08.05.2009).

Umtauschtabelle
Ausländisches Geld Eine der beiden Pound Sterling
€ 1.13 Euro 1 £ 0.89
$ 1.50 US Dollar 1 £ 0.67
$ 1.99 Australische Dollar 1 £ 0.50
$ 1.76 Kanadische Dollar 1 £ 0.57

Es ist in Schottland fast überall möglich, mit Kreditkarten zu bezahlen. Debitkarten (in Deutschland als EC-Karten bezeichnet) funktionieren ebenso sehr häufig, in den Städten quasi flächendeckend, auch in Restaurants.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten sind nicht einheitlich geregelt. Für gewöhnlich hat der Einzelhandel unter der Woche 9.30 -17.30 Uhr geöffnet. Kaufhäuser meist 9 - 18 Uhr Mo-Sa plus 11 - 16 Uhr/ 17 Uhr am Sonntag. Supermärkte und andere Grosskaufhäuser öffnen meist 8/ 9 - 20 Uhr Mo-Sa und 10 -18 Uhr sonntags. An Feiertagen gelten Sonntagsöffnungszeiten mit Ausnahme des 25.12. und 1.1. an denen (fast) alles geschlossen ist.

Feiertage

Dudelsackpfeiffer

Es gibt nur wenige feste Feiertage. Traditionell is Hogmanay (Silvester/ Neujahr) der wichtigste Feiertag, wird aber durch Weihnachten abgelöst.

Termin Name Bedeutung
31. 12 Hogmanay/ New Year\'s Eve (*) Silvester
01. 01 Hogmanay/ New Year\'s Day Neujahrstag
02. 01 Hogmanay/ New Year\'s Bank Holiday Neujahrsferien
25. 01 Burns Day/Night (*) Geburtstag von Robert Burns
März/ April Good Friday Karfreitag
25. 12 Christmas Day 1. Weihnachtstag
26. 12 Boxing Day 2. Weihnachtstag

Die mit (*) bezeichneten Feiertage sind nicht arbeitsfrei, ebenso wie Ostermontag und Pfingstmontag. Grundsätzlich bedeuten Feiertage in Schottland ohnehin keine automische Arbeitsbefreiung, auch wenn dies in vielen Gewerbezweigen und insbesondere in der Verwaltung so üblich ist.

Falls der 25./ 26. Dezember oder 1./ 2. Januar auf eine Samstag oder Sonntag fallen so werden sie am nächsten regulären Arbeitstag nachgeholt. Falls also der 1./ 2. Januar ein Wochenende ist, so sind der 3. und 4. Januar Feiertage (mit normalen Sonntagsöffnungszeiten für Geschäfte).

Alle weiteren Feiertage fallen grundsätzlich auf einen Montag. Diese sind regional und finden häufig selbst innerhalb einer Stadt nur unterschiedliche Beachtung. Man kann grob folgende Feiertage erwarten:

Termin Name Bedeutung
1. Montag im Mai May Day Maifeiertag
Letzter Montag im Mai Spring Bank Holiday/ Victoria Day Der Geburtstag der Königin Victoria
1. Montag im August Summer Bank Holiday/ Trade Holiday Lokaler Feiertag
Letzter Montag im September Trade Holiday Lokaler Feiertag

Kleine Geschäfte und Behörden haben an allen diesen Tagen geschlossen. Grössere Geschäfte haben fast immer auf mit Ausnahme des 25.12. und 1.1., an dem (fast) alles (inklusive öffentlichem Verkehr) geschlossen ist. Auf den Inseln (insbesondere äußeren Hebriden) werden religiöse Feiertage und Sonntage sehr streng genommen. Man wird z.B. auf den äußeren Hebriden keine am Sonntag geöffnete Tankstelle finden.

Souvenirs

Das klassische Mitbringsel ist ein Kilt oder einfach alles mit einem Tartanmuster. Es ist zu beachten, dass ein richtiger Kilt £ 300-400 kostet und aus schweren Stoff gefertigt ist (so dass man auch hohen Windstärken nichts offenbaren muss). Die meisten Souvenirläden verkaufen nur dünne, unauthentische Kilts.

Whisky ist ein weiteres klassisches Souvenir. Man kann ihn entweder in normalen Läden oder direkt in den Distillerien kaufen, die meist für Besucher geöffnet sind und ihre eigenen Shops haben. Er ist allerdings - wie alles andere - deutlich teurer als in Deutschland.

Weitere beliebte Mitbringsel sind Shortbread (ein Mürbeteiggebäck, das es in verschiedenen Formen in Geschenkverpackungen zu kaufen gibt), CDs mit schottischer Folkmusic sowie Textilien (v.a. aus Schafswolle).

Lernen und studieren

In den größeren Städten kann man das Highland Dancing (Highland Tänze) gelehrt bekommen. Dudelsack kann man natürlich auch lernen, jedoch sollte man wissen, dass man ca. 1 Jahr täglichen Übens braucht, bis man überhaupt das erste Mal auf einem richtigen Dudelsack spielt! Es ist wirklich viel komplizierter als es aussieht, und die meisten würden noch nicht mal einen Ton aus dem Dudelsack herausbekommen.

Weblinks


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