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Reiseführer Spanien

Spanien, Spanien

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Spanien 2021

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Einleitung


Regionen


Die insgesamt 17 Regionen Spaniens werden als autonome Gemeinschaften (comunidades autónomas) bezeichnet:

Barcelona: Sagrada Familia

Städte


Madrid: Plaza Mayor
Granada: Alhambra Löwenhof

Spanien besitzt hunderte von interessanten Städten. Die touristisch bedeutsamsten von ihnen sind:

  • Aranjuez
  • Barcelona - Hauptstadt Kataloniens, eine lebhafte und weltoffene Stadt. Berühmt für die Architektur von Antoni Gaudi.
  • Bilbao - frühere Industriestadt mit Guggenheim-Museum.
  • Córdoba - Hauptstadt des einstigen maurischen Spanien. Größte Moschee Westeuropas. Ruinenstadt Medina Azahara (Residenz des Emirs).
  • Granada - Maurische Hauptstadt des Landes bis 1492 mit der Alhambra. Größte Universität nach Madrid und Barcelona.
  • Madrid - Hauptstadt des Landes, lebhafte Stadt mit großartigen Museen und wilden Nächten.
  • Marbella - luxuriöser, an der Costa del Sol gelegener Ferienort mit exklusiven Restaurants, Hotels und Clubs.
  • Pamplona - mit den berühmten Stierrennen.
  • Salamanca - eine malerische, alte Universitätsstadt.
  • Santiago de Compostela - Pilgerziel in Galicien.
  • Santander - Hafenstadt im Kantabrien.
  • Sevilla - besitzt die drittgrößte Kathedrale der Welt.
  • Toledo - bereits in der Maurenzeit eine weltoffene Stadt mit christlichen, jüdischen und muslimischen Zügen; auch bekannt durch den Maler El Greco.
  • Valencia - hier wurde die Paella erfunden.
  • Valladolid - hier wird das akzentfreieste Spanisch gesprochen.
  • Zaragoza - römische Ruinen.

Weitere Ziele


  • El Arenosillo - ist ein Startplatz für Höhenforschungsraketen in der Nähe von Huelva
  • Empuriabrava - Größte Marina Europas an der nördlichen Costa Brava. Langer feinsandiger Strand.

Spanische Küste

Costa Brava | Costa del Maresme | Costa del Garraf | Costa Dourada | Costa del Azahar | Costa Blanca | Costa Cálida | Costa de Almería | Costa Tropical | Costa del Sol | Costa Gaditana | Costa de la Luz | Costa Verde | Costa de Cantabria | Iberia

Hintergrund


Spanien liegt in Südeuropa. Es teilt sich zusammen mit Portugal die Iberische Halbinsel. Einst Weltmacht mit Kolonien in Mittel- und Südamerika sowie auf den Philippinen, durchlebte Spanien im 20. Jahrhundert durch Bürgerkrieg und Diktatur eine schwere Zeit. Spätestens seit der Demokratisierung nach 1975 und dem Beitritt zur Europäischen Union 1986 sind die schweren Jahre vorbei; Spanien ist mit seinen Stränden, seinem Nachtleben und seiner kulturellen Vielfalt zum Touristenmagnet aufgestiegen. Dabei profitiert es auch von seinem sonnigen und trockenen Wetter.

Flagge
Kurzdaten
Hauptstadt: Madrid
Staatsform: Parlamentarische Monarchie
Währung: Euro (EUR)
Fläche: 505.000 km²
Bevölkerung: 47,1 Mio.
Sprachen: Kastilisch 74 %, Katalanisch 17 %, Galicisch 7 %, Baskisch 2 %
Religionen: Römisch-Katholisch 94 %
Stromnetz: 230 V / 50 Hz
Telefonvorwahl: 34
Internet TLD: .es
Zeitzone: ME(S)Z

Einreisebestimmungen


Anreise


Flugzeug

Die heute größte spanische Fluggesellschaft ist Iberia. Daneben existieren viele weitere Linienfluggesellschaften und Low-Cost-Carrier. Die beiden großen internationalen Drehkreuze Spaniens sind Madrid und AENA. Praktisch alle Flughäfen in Spanien werden von der staatlichen AENA (Aeropuertos Españoles y Navegación Aérea) betrieben. Deren zentrale Kundenhotline ist erreichbar unter 902 404 704.

Mittlerweile gibt es von Deutschland aus zahlreiche Angebote zu vielen Städten in Spanien:

  • Air Berlin fliegt von zahlreichen deutschen Flughäfen in alle größeren Städte Spaniens, jedoch muss man meist in Palma de Mallorca umsteigen.
  • Lufthansa fliegt ebenfalls von vielen deutschen Städten zu einigen spanischen Zielen.
  • EasyJet bietet Verbindungen von Dortmund nach Alicante sowie von Berlin nach Barcelona, Madrid und Valencia.
  • Germanwings bietet günstige Flüge ab Köln/ Bonn und Stuttgart nach Barcelona, Madrid, Málaga und Jerez.
  • HLX bietet Flüge von Hamburg, Köln/ Bonn, Berlin, Stuttgart, Hannover, München vor allem in den Süden Spaniens, auf die Inseln und nach Bilbao.
  • Ryanair fliegt von Frankfurt-Hahn, Karlsruhe-Baden und Niederrhein/ Weeze nach Barcelona-Girona; des weiteren von Frankfurt-Hahn nach Barcelona-Reus, Granada, Barcelona-Girona, Valencia, Anton Götten Reisen (Nordspanien) und Jerez de la Frontera (Andalusien). Von Bremen aus wird Alicante, Girona, Palma de Mallorca (nur in der Hauptsaison) und Málaga angeflogen.

Bahn

Da die Website der spanischen Staatsbahn horarios.renfe.es gerade einmal dazu taugt, um bei grob bekannter Route von Hand eine Verbindungsmöglichkeit zusammen zu stellen, kann man alternativ auch die Reiseauskunft der Deutschen Bahn reiseauskunft.bahn.de für die Routenplanung innerhalb Spaniens nutzen.

Im Gegensatz zu den spanischen Seiten bekommt man bei der DB einen vollständigen Routenvorschlag vom Abfahrtsbahnhof zum Zielbahnhof geliefert, auch wenn diese Verbindung ein Umsteigen erfordert. Wer den Reisepreis ermitteln möchte, kann die einmal gefundene Route auf den spanischen Seiten von Hand nachklicken und so die Kosten und den Zugtyp erfahren.

Tipp: Für alle Fernzüge besteht Reservierungspflicht. Also rechtzeitig buchen. Am Bahnhof kann es passieren, dass man am Schalter lange warten muss. Man zieht an einem Automaten eine Nummer und wartet, bis man dran ist. In Madrid und Barcelona kann es im Sommer so bis zu 4 Stunden Wartezeit kommen. Man sollte daher einen Anschlusszug wählen, der nicht zu früh kommt.

Bus

Es existieren Überlandbusverbindungen von deutschen Großstädten nach Spanien. Z.B. mit Eurolines. Vom Saarland oder der Pfalz aus verkehren regelmäßig einmal in der Woche Reisebusse an die Costa Brava, mit denen man fahren kann, auch ohne dass man eine komplette Reise buchen muss. Z.B. mit Anton Götten Reisen

Mautstation bei Barcelona

Auto

Egal von welchem Punkt Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz man auch immer startet - die Fahrt bis Spanien kann einen Tag oder länger dauern. Es ist empfohlen, dass sich mindestens zwei Fahrer im Auto befinden. Für Routenvorschläge durch Frankreich sei auf Frankreich: Auto verwiesen. Die Benutzung der meisten spanischen Autobahnen kostet eine Gebühr. Die gefahrenen Strecken werden mit einem Ticketsystem bezahlt. Für eine Strecke von etwa 100 km muss man für einen PKW oder ein Motorrad ca. 10,- Euro einplanen. Einzelne Stadtautobahnen können gebührenfrei sein.

Schiff

Ferryto.com: Kathedrale

Viele Informationen über Fährlinien und die eingesetzten Schiffe nach Spanien sowie Buchungsmöglichkeiten und Tipps um die Schiffsanreise bietet Ferryknowhow.info

Auf Aferry.de werden unzählige Fährverbindungen nach und von Spanien aus angeboten.

Ferryto.com bietet Informationen zu Fährverbindungen von Großbritannien nach Spanien an. Fährlinien führen von Portsmouth nach Bilbao (AT Ferries; P&O) und von Plymouth nach Santander.

Historische Reisewege

  • Via de la Plata, die alte Römerstraße, auf der Gold aus dem Nordwesten Spaniens nach Sevilla transportiert wurde.
  • Der EuskoTren nach Santiago de Compostela.

Mobilität


Auto

Es gibt in Spanien Autopistas (Autobahnen, AP xx), Autovias (Schnellstraßen, A xx), Nationalstraßen (N xxx) und Landstraßen (A xxx). Es gibt keine klare Abgrenzung zwischen Autopistas und den Autovias, wenn man von der Maut für die Autopistas einmal absieht. Die Höchstgeschwindigkeit auf den Autopistas ist auf 120 km/ h beschränkt, dieses Tempolimit gilt auch auf den Autovias. Der Vorteil der Autopistas gegenüber den Autovias ist der geringere Verkehr und eine gleichbleibende Qualität der Straßen, bei Autovias gibt es hier durchaus Schwankungen. Innerorts gilt ein Tempolimit von 50 km/ h, auf einstreifigen Nationalstraßen 90 km/ h (sonst 100 km/ h) und auf Landstraßen sind ebenfalls 90 km/ h das Tempolimit.

Hingewiesen sei darauf, daß in Spanien das private Abschleppen bestraft wird. Nur Abschleppunternehmen sind dazu berechtigt.

Die Maut auf Autobahnen beträgt ca. 10 € pro 100 Kilometer. Bezahlt wird an Mautstationen auf der Autobahn, ähnlich wie in Italien oder Frankreich, wo Autobahnen auch Privatunternehmen gehören. Akzeptiert werden neben Bargeld auch die üblichen Kreditkarten oder Maestro-Karten. Wer häufiger in Spanien auf Autobahnen fährt, kann die Kosten auch automatisch abbuchen lassen und kann dann auf einer gesonderten Spur, ohne zu warten langsam durchfahren. Die Pfeile auf den Verkehrsschildern zeigen öfters auch mal statt nach oben nach unten, also rückwärts.

Eine Besonderheit ist das Linksabbiegen in Spanien. Die Spuren dafür befinden sich meist auf der rechten Seite und führen dann im rechten Winkel über die Straße. Aufpassen muss man auch auf die Ampeln, die es in größeren Städten in einer Vielzahl gibt, teilweise findet man vier Ampeln innerhalb von fünfzig Metern.

Weitere wichtige Regelungen im Straßenverkehr sind:

- Die Promillegrenze von 0,5 ‰,

- die Anschnallpflicht vorne und hinten.

- das Verbot des Telefonierens am Steuer, das in Spanien mit 600 € Bußgeld richtig teuer werden kann.

- der Mietwagen oder das eigene Auto muss zudem mit zwei Warndreiecken und einer Warnweste ausgerüstet sein.

- innerhalb der Orte hat die Hauptstraße immer Vorfahrt, auch wenn nicht an jeder Kreuzung das Vorfahrtsschild steht.

In vielen Reiseführern und auch beim ADAC wird berichtet, in Spanien gelte auf der Straße das Recht des Stärkeren. Ganz so schlimm ist es nicht mehr und auch rote Ampeln werden heutzutage in der Regel respektiert. Trotzdem ist die Unfallhäufigkeit überdurchschnittlich hoch, und wer sich auf einem Parkplatz umsieht, wird unzählige Fahrzeuge mit starken Kratzern und auch Blechschäden finden.

Erwähnt werden sollte auch die Liebe der Spanier zu Kreisverkehren und Geschwindigkeitsbegrenzungsschildern. An stark befahrenen Kreuzungen sind Kreisverkehre immer wieder Anlass für Unfälle, da oft von innen nach außen fahrende Fahrzeuge geschnitten werden, leider schützt hier zurückhaltende Fahrweise auch nicht. Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen werden nicht immer sehr konsequent eingesetzt, so dass der Fahrer sich fragt, wie schnell er fahren darf. Im Zweifel fährt man sicherheitshalber langsam.

Bahn

RENFE

Die RENFE(spanisch) (Staatliche Eisenbahn von Spanien) bedient mehrere Hochgeschwindigkeitsstrecken (AVE). Diese sind in europäischer Normalspur erbaut. Die wichtigsten sind:

  • Madrid-Barcelona
  • Madrid-Sevilla
  • Madrid-Valencia
  • Madrid-Málaga.

Daneben bietet die RENFE auch Bahnverbindungen in andere grosse Städte an. Das Bahnnetz ist im Grossen und Ganzen zentralistisch aufgebaut. Die meisten Verbindungen bestehen von und nach Madrid. An der Mittelmeerküste gibt es jedoch von der französischen über Barcelona - Valencia bis nach Alicante eine direkte Bahnlinie (keine direkte Züge), die jedoch nicht immer direkt an der Küste entlang führt. Zudem gibt es eine Eisenbahnlinie, die von Bilbao nach Barcelona über Saragossa führt und nicht über Madrid.

FEVE

Die FEVE(spanisch) (Schmalspuhrbahn) betreibt einige Linien in Nordspanien. So zwischen Ferrol und Bilbao, die auch Santander bedient und eine Linie zwischen Bilbao und Léon. Auf dieser Strecke gibt es jedoch nur eine Verbindung pro Tag, die über 6 Stunden dauert. Überhaupt sind die Verbindungen der FEVE in der Regel langsamer als die der RENFE.

EuskoTren

EuskoTren(spanisch,baskisch) betreibt eine Reihe von Linien im Baskenland. Vor allem aber zwischen Bilbao und Donostia/San Sebastian und weiter ins französische Hendaye.

Sprache


Da in Spanien der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen ist, kommt man in den größeren Touristenzentren mit Deutsch und Englisch einigermaßen zurecht. In den ländlichen Gebieten empfiehlt es sich, ein paar Brocken Spanisch (Kastilisch) zu beherrschen. Das Kastilische ist neben Galizisch, Katalanisch und Baskisch Amtssprache in ganz Spanien und wird von nahezu jedem Spanier gesprochen, da es in der Schule als Pflichtfach unterrichtet wird. In den autonomen Gebieten von Spanien, insbesondere in Katalonien und im Baskenland herrschen das Katalanische (catalán) bzw. das Baskische (vasco, euskera) als zusätzliche Amtssprachen vor. Auch Verkehrsschilder sind in der Regionalsprache beschriftet. Während der Zeit der Franco-Diktatur wurden diese Regional-Sprachen unterdrückt, konnten jedoch, da sie von der Bevölkerung weiterhin in privatem Kreis genutzt wurden, überleben und werden heute mit großem Stolz gesprochen. Ein Teil der Ortsnamen wurden von spanisch auf katalanisch umgestellt, z. B. Playa de Aro auf Platja d Aro, wobei jedoch die überregionale spanische Presse weiterhin die spanischen Namen verwendet.

Die Sprache Spanisch gehört zu den romanischen Sprachen und hat sich somit auf der Basis des Lateinischen entwickelt. Aufgrund der Jahrhunderte andauernden maurischen Besetzung des Landes, hat das Spanische einen starken Einfluss des Arabischen genossen und es gibt eine Vielzahl von Worten, die arabischer Herkunft sind (alhambra, almohada [Kopfkissen], alfombra [Teppich]). Die spanische Rechtschreibung folgt im wesentlichen der Aussprache, d. h. ein Wort wird unter der Beachtung der spanischen Ausspracheregeln i. d. R. so geschrieben, wie es gesprochen wird.

Spanisch zu lernen lohnt sich nicht nur für die Reise. Da Spanisch zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt zählt, kann das Beherrschen dieser Sprache auch im Beruf von Nutzen sein. Es eröffnet einem sowohl Mittel- und Südamerika als auch weite Teile der USA, in denen Spanisch auf dem Weg zur zweiten Amtssprache ist. Auch in einigen ehemaligen spanischen Kolonien in Afrika und Südostasien kann man noch auf Relikte des Spanischen treffen.

Namen

Jeder Spanier hat zwei Nachnamen (apellidos). Der erste stammt vom Vater und der zweite von der Mutter. Beim Ausfüllen von Dokumenten werden immer beide Namen verlangt. Beide Namen werden bei Heirat beibehalten. Dieses Gesetz gilt auch in Lateinamerika.

Klarkommen


Feiertage

Gesetzliche Feiertage:

Termin Name Bedeutung
1. Januar Año Nuevo Neujahr
6. Januar Dia de Reyes Dreikönigsfest
28. März 2013 Jueves Santo Gründonnerstag
29. März 2013 Viernes Santo Karfreitag
1. Mai Dia del Trabajo Tag der Arbeit
25. Juli Santiago Apóstel Sankt Jakobus
15. August Fiesta de la Asunción Maria Himmelfahrt
12. Oktober Día de la Hispanidad Nationalfeiertag, Jahrestag der Entdeckung Amerikas
1. November Todos los Santos Allerheiligen
6. Dezember Día de la Constitución Tag der Verfassung
8. Dezember Purísima Concepción Maria Empfängnis
25. Dezember Navidad Weihnachten

In der Region Valencia wird am 9. Oktober außerdem die Befreiung von den Mauren gefeiert. Dieser Tag wird Fiesta de San Dionisio genannt.

Ausgehen & Nachtleben

Unterkunft

Arbeiten

Literatur

Kunst und Kultur

Währung

Botschaften

Respekt

Post und Telekommunikation

Mobilfunk

Rezeptewiki:Spanische Küche ist möglich. Das heißt, dass man mit einem deutschen Handy (deutscher SIM-Karte) sich einfach in eine spanisches Netz einwählt und unter der deutschen Nummer erreichbar ist. Dafür muss man recht hohe Verbindungs- und SMS-Kosten in Kauf nehmen - auch wenn man angerufen wird.

Vor allem wenn man etwas länger in Spanien bleibt und in Kontakt mit Einheimischen treten möchte, sollte man vielleicht eine spanische SIM-Karte (auf Guthabenbasis) kaufen, auf Spanisch tarjeta prepago genannt. Die Karten gibt es für ungefähr 25 € und man kann sie ohne Ausweis in fast jedem Laden besorgen. Je nach Anbieter bekommt man von den Anschaffungskosten mehr oder weniger sofort oder nach Angabe der Adressdaten als Guthaben. (Beispiel: Movistar-Karte: 25 € Kosten, 19 € Sofortguthaben, 6 € bei Einsenden der Adresse.)

Neben wenigen Discountern und kleineren Mobilfunkanbietern gibt es In Spanien die drei großen Mobilfunkanbieter: Movistar Vodafone Orange

Festnetz

Telefónica (die "spanische Telekom") berechnet für einen Anruf nach Deutschland 11,87 Cent Einwahlgebühr und weitere 12 Cent pro Minute. Billiger kommt man jedoch in Call-Shops weg oder mit Calling Cards hin (in Supermärkten und Call-Shops zu finden). Ein System der Billigvorwahlen gibt es nicht, jedenfalls nicht im Wettbewerb.

Für internationale Gespräche gibt es aber die Möglichkeit zuerst die 902 999 007, dann nach der Ansage eine "1" und anschließend die internationale Nummer zu wählen. Die Kosten liegen deutlich unter denen der Telefónica, jedoch trotzdem immer über 4 Cent pro Minute. Weitere Informationen dazu gibt es hier (es, en, nl, de, fr).

Gesund bleiben

Klima

In Spanien gibt es unterschiedliche Bereiche, was das Klima angeht. Es lassen sich drei klimatische Zonen unterscheiden. Andalusien bis zur Sierra Morena, Granada, die südöstliche Hälfte von Murcia und der südlichste Teil von Valencia gehören zur afrikanischen oder subtropischen Zone. Der größte Teil der Nordküste, die nördlichen Gegenden der Hochebene von León und Kastilien und das Plateau von Alava gehören zur mitteleuropäischen oder kälteren gemäßigten Zone. Das übrige Land zählt man zur südeuropäischen oder wärmeren gemäßigten Zone.

In der mitteleuropäischen Zone haben die tiefer gelegenen Gegenden ein sehr angenehmes Klima, in dem die Temperatur selbst im heißesten Sommer nicht leicht über 33 °C steigt, an den kältesten Wintertagen kaum unter -3 °C sinkt und Frost und Schneefall nur vorübergehend auftreten. Die Atmosphäre ist meist feucht, Regen ist besonders im Herbst und Frühling häufig. Die Täler der Nordküste gehören zu den gesündesten Gegenden Europas. Ein ganz anderes Klima herrscht auf den Hochflächen des altkastilischen Tafellandes; hier sind heftiger Frost und starker Schneefall schon im Spätherbst keine Seltenheit und während des Winters ist durch Schneemassen oft wochenlang alle Kommunikation unterbrochen. Im Frühling bedecken kalte Nebel oft tagelang das Land und im Sommer herrscht glühende Hitze, die selten durch Regen gemäßigt wird. Dabei sind in jeder Jahreszeit Stürme häufig. Erst die von Regengüssen begleiteten Stürme bringen dem Plateauland angenehme Witterung. Von Ende September bis November ist der Himmel fast stets unbewölkt, und die Fluren bedecken sich mit frischem Grün; doch oft schon im Oktober machen Frühfröste diesem zweiten Frühling ein Ende.

Einen Gegensatz zu diesem der Gesundheit sehr nachteiligen Klima bieten die innerhalb der südeuropäischen Zone gelegenen Küstenstriche dar, namentlich die Flusstäler Südgaliziens, wo ein gleichmäßiges, mildes Küstenklima herrscht, in dem die mittlere Temperatur des Sommers ungefähr 20 °C, die des Winters 16 °C beträgt und Frost und Schnee selten, Regen und Tau häufig sind. Die Ebenen und Täler der Südost- und Ostküste haben im allgemeinen ein dem des südlichen Frankreich entsprechendes, nur wärmeres Küstenklima, doch nicht ohne bedeutende und häufige Temperaturschwankungen. Die afrikanische Zone der Halbinsel ist dadurch ausgezeichnet, dass in ihren Tiefebenen, Küstengegenden und tiefen Tälern Schnee und Frost fast unbekannte Erscheinungen sind, indem die Temperatur höchst selten bis 3 °C sinkt.

Die heißesten Gegenden sind die Südostküste bis Alicante sowie die angrenzenden Ebenen, Hügelgelände und Plateaus von Murcia und Ostgranada. Weit gemäßigter sind die Küstengegenden Niederandalusiens. Der glühend heiße, alle Vegetation versengende Solano (Samum) sucht am häufigsten die südöstlichen Küstenstriche heim. Im übrigen ist das Klima in den niederen Gegenden der afrikanischen Zone ein angenehmes Küstenklima mit einer mittleren Temperatur, die nicht leicht über 24,5 °C steigt oder unter 12 °C fällt. Der eigentliche Frühling beginnt hier Ende Februar und dauert an der Küste bis Mitte Mai, im Innern bis Anfang Juni. Während des Sommers vertrocknet auch hier die Vegetation, wie auch die Äquinoktialregen einen zweiten Frühling hervorzaubern. Dieser zweite Frühling verfließt aber nicht schnell wie im Plateualand, sondern geht durch den angenehm milden Winter in den eigentlichen Frühling über. Die Ebenen und Küstengegenden der afrikanischen Zone haben so gesehen acht Monate Frühling und vier Monate Sommer.

Was die eigentlichen Gebirgsgegenden anlangt, so lassen sich hier fünf Regionen unterscheiden: die untere oder warme (bis 800 m) mit 27-17 °C mittlerer Temperatur, die Bergregion (800-1600 m) mit 16-9 °C, die subalpine Region (1600-2000 m) mit etwa 8-4 °C, die alpine Region (2000-2500 m) mit 3-0 °C, die Schneeregion (2500-3500 m) mit einer mittleren Jahrestemperatur von wahrscheinlich unter 0 °C. In den Pyrenäen findet sich ewiger Schnee nur in der Zentral- und östlichen Kette, wo die Grenze desselben auf der spanischen Seite bei 2780 m liegt. In der Instituto Nacional de Meteorología, dem höchsten Gebirge Spaniens, nimmt man die Schneelinie am Nordabhang bei 3350 m, am Südabhang bei 3500 m an, weshalb hier bloß die höchsten Gipfel, und auch diese sparsam, mit ewigem Schnee bedeckt sind.

Aktuelle Wettervorhersagen für praktisch jeden spanischen Ort bietet das staatliche Instituto Nacional de Meteorología auf seiner Homepage.

Sicherheit

Hin und wieder versuchen Banden auf Autobahnen, Touristen durch Hinweise über vermeintliche Schäden am Fahrzeug zum Stoppen zu verleiten. Halte daher nur auf Parkplätzen in Gegenwart anderer Autofahrer bzw. neben Notrufsäulen, um Hilfe anzufordern. Viel Kleinkriminalität in den großen Städten gibt es auch. In den letzten Jahren machen Banden von sich reden, die in Villengegenden auf Raubzüge gehen und dabei häufig äußerst brutal handeln.

Küche

Tapas in einer spanischen Bar

Typisch für Spanien sind Tapas, kleine Häppchen, die man zu Wein oder Bier isst. Der Name kommt von "Deckel". Ganz früher wurde eine Kleinigkeit zu essen vom Wirt auf das Glas gelegt, wie ein Deckel. In vielen Bars gibt es eine reichliche Auswahl unterschiedlichster Tapas, von Fisch über Fleisch bis vegetarisch. Recht bekannt ist die Tortilla de Patatas (Kartoffelomelette), die Ensaladilla Rusa (Kartoffelsalat mit Majonäse) und der Pincho Moruno (Maurischer Spieß).

Bekanntestes Gericht der traditionellen Küche ist die Paella Valenciana, eine Reispfanne, die durch die Würzung mit Safran ihr charakteristisches gelbes Aussehen erhält. Die echte Paella wird nicht mit Fisch zubereitet, was deutsche Köche wohl nie verstehen werden. Korrekt sind dagegen Hühnerfleisch und Jakobsmuscheln.

Das Wort Bodega bedeutet Keller und bezeichnete früher einfache Weinstuben in Kellergewölben, in denen billiger Wein direkt aus großen Fässern in Becher ausgeschenkt wurde. Jetzt gibt es viele ganz normale Weinlokale, die diesen Namen verwenden, ohne allerdings Ähnlichkeit mit ihren Vorbildern zu haben. Winzer lagern ihren Wein ggf. ebenfalls in Bodegas.

Kaufen

Spanien ist ein Land des Bargelds und es wird überall eher als Kreditkarten akzeptiert. Dies gilt auch für Restaurants und Hotels. Man sollte immer darauf achten kleinere Geldscheine mit sich zu führen. Bei 50 € Scheinen und größeren kann es sein, dass diese bei kleinen Beträgen nicht akzeptiert werden.

Lernen und studieren

Weblinks


Spanische Sprache:

Allgemeine Informationen zu Spanien:

Autoren und Lizenz


 

 

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