UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

Reiseführer Sylt

Sylt, Deutschland

Plane jetzt deine Reise


Sylt 2021

Nutze UNDERWAYGS um deine Reise zu planen

Jetzt ausprobieren


Einleitung


Städte


Archsum

Archsum liegt idyllisch zwischen Salzwiesen und Meer und wird zu Recht als Ruhepol der Insel bezeichnet. Im kleinsten Dorf der Insel geht es beschaulich zu, das Dorfbild ist geprägt von malerischen, zumeist reetgedeckten Häusern. Bei einem Spaziergang durch Archsum sieht man einige alte Friesenhäuser, die leicht erhöht auf Erdhügeln stehen. Das nicht ohne Grund: Vor dem Bau des schützenden Deichs lief das Wasser bei Sturmfluten bis ins Dorf hinein. Daher wurde beim Bau eines Hauses schwerer Kleiboden aufgeworfen. Die erhöhte Lage auf den Erdhügeln – auch Warften genannt – bot einen besseren Schutz vor den Kräften der Nordsee. Umfangreiche archäologische Ausgrabungen brachten eine über 3000-jährige Geschichte Archsums hervor. Das „Troja des Nordens“ offenbarte u.a. Zeugnisse aus der Stein- und Bronzezeit. Viele der noch erhaltenen utlandfriesischen Häuser sind ehemalige Bauernhöfe und Ruhesitze Sylter Kapitäne.

Braderup

Die kleine Schwester Wenningstedts besticht durch ihre idyllische Lage: ringsum Wiesen und Felder, im Osten die Braderuper Heide, die im Hochsommer in einem zarten Lilaton blüht. Am Fuße dieser ausgedehnten Heideflächen erstreckt sich weithin das Wattenmeer. Wunderbar unnötig darüber zu streiten, ob der Sonnenaufgang über der weiten Heidelandschaft und den goldgelben Feldern von Braderup schöner ist als das faszinierende Schauspiel, das die untergehende Sonne am Weststrand bietet. Das Naturzentrum Braderup zeigt, wie viel buntes Leben auf beiden Inselseiten wohnt. Eine Ausstellung widmet sich verschiedenen Themengebieten – angefangen von der Inselentstehung bis hin zum heutigen Küstenschutz. Während der Sommersaison werden Watt-, Strand- und Heidewanderungen sowie naturkundliche Radtouren und Kräutergarten-Führungen angeboten. Und die enden zwischen duftenden Kräutern und Mohnblumen mit einer Tasse Tee aus eigenem Anbau.

Hörnum

Ganz gleich aus welcher Himmelsrichtung man kommt – im Sylter Süden sind die Aussichten immer sonnig. Rundum traumhafte Strände und duftende Heckenrosen, alles bewacht vom rot-weißen Leuchtturm. Der ist unbedingt einen Aufstieg wert – um in Sylter Geschichten einzutauchen oder um sich im kleinen Kreise das Ja-Wort zu geben. Ohne Worte indes das glitzernde Wattenmeer am Oststrand und die tosende Brandung im Westen. Ein Spaziergang um die Südspitze Sylts, die Hörnum Odde, ist genau das richtige Rezept zum Abschalten und Auftanken. Mehrmals täglich legen im Hafen die Ausflugsschiffe Richtung Seehundsbänke ab sowie zu den Nachbarinseln Amrum und Föhr und den Halligen.

Kampen

Strandabschnitt am Roten Kliff

Kampen ist Deutschlands wohl prominentestes Dorf, dessen legendärer Ruf im Laufe der vergangenen Jahrzehnte durch seine vielen namhaften Gäste geprägt wurde. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Hingucker ist die „Whiskymeile“ mit ihren Clubs und Restaurants. Kampen verbindet mit leichter Hand Tradition und Moderne, vereint unter seinen Reetdächern Musik und Literatur, Kunst und Mode und verführt mit grandiosen Naturschauspielen: Unvergleichlich der Anblick, wenn die untergehende Sonne das Erlebniszentrum Naturgewalten (Steilküste) in goldenes Licht taucht. Auf der Uwe-Düne, mit gut 52 Metern die höchste Erhebung der Insel, liegt einem Kampen sprichwörtlich zu Füßen. Von hier aus hat man nicht nur den schwarz-weiß gestreiften Leuchtturm und das kleine Quermarkenfeuer im Blick, sondern auch den Golfplatz und das angrenzende Wattenmeer, die ruhigen Weiten der Heide und die raue Nordseebrandung mit den feinen Sandstränden auf der Westseite.

Keitum

Typisch für Keitum sind seine alten Friesenhäuser. Schattige Pfade und versteckte Wege laden zum gemütlichen Spaziergang durch das Dorf ein, das einst Alterssitz der Sylter Kapitäne war und heute den treffenden Beinamen "Das grüne Herz der Insel" trägt. Idyllische Gärten werden vom Laub stolzer Bäume beschattet und säumen den Weg zur ältesten Kirche der Insel. Reetgedeckte Friesenhäuser machen Geschichte greifbar, Brauchtum und Traditionen sind lebendige Gegenwart. Zum Beispiel in den zwei von der Söl´ring Foriing unterhaltenen Keitumer Museen: Das Sylter Heimatmuseum zeigt in seiner Dauerausstellung Inselgeschichte bis um 1850 und das Altfriesische Haus gibt ein Beispiel für die Sylter Wohnkultur des 18. Jahrhunderts. Keitum ist auch das Zentrum des insularen Kunsthandwerks. In ihren kleinen Werkstätten und Läden kreieren die Töpfer und Weber, die Goldschmiede und Glasbläser filigrane Kostbarkeiten.

List

List ist nicht nur die nördlichste Spitze der Insel. Wer hier steht, der ist tatsächlich am nördlichsten Punkt der Republik angelangt. Das ist aber nicht der einzige Superlativ, mit dem List aufwartet. Hier dehnen sich Deutschlands einzige Wanderdünen aus und nirgendwo sonst kommen Austern frischer auf den Tisch. In Deutschlands einziger Austernzucht reifen alljährlich zwischen zwei und drei Millionen schmackhafter Schalentiere heran. Im Lister Hafen durchmischt sich modernes Ambiente und maritimes Flair. Das Lister Kult-Fischbrötchen wird vor der Kulisse der Hafenpromenade mit Panorama-Blick bis Dänemark gegessen. Wer wissen möchte, wie schnell Wanderdünen wandern oder wie die Meeresvögel einen Orkan überleben, der ist im benachbarten Erlebniszentrum Naturgewalten genau richtig. Wer die Ruhe einsamer Strände erleben will, der folgt dem Lichtsignal zweier Leuchttürme. Die führen an den Ellenbogen, der zu umrunden gleichsam sportliche Herausforderung und landschaftliches Erlebnis ist. Liste ist eine von vier Zipfelgemeinden in Deutschland.

Morsum

In Morsum zeigt sich Sylt wohl von seiner ursprünglichsten Seite. Hier sind die friesische Sprache und das Brauchtum lebendig. Morsum ist die Hochburg des Sylter Traditionssportes Ringreiten. Weite Wiesen und Felder sind ein Eldorado für Spaziergänger und Radfahrer. Von atemberaubender Schönheit sind die Heidevegetation und das Morsum-Kliff (), in seinem geologischen Aufbau einmalig in ganz Europa. Diese geologische Formation am östlichsten Zipfel der Insel dokumentiert fünf Millionen Jahre Erdgeschichte. Das 1.800 Meter lange und bis zu 21 Meter hohe Kliff wurde 1923 als eines der ersten Gebiete auf Sylt unter Naturschutz gestellt und gehört nun auch offiziell zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands.

Munkmarsch

Das ruhige Dorf war einst das Tor zur Insel: An einer Landungsbrücke legten die Schiffe vom Festland an, die Sommerfrischler wurden von hier aus per Kutsche nach Westerland befördert; ab 1888 übernahm die Inselbahn diese Aufgabe. 1921 verschwand mit dem Abbruch der 1759 erbauten Windmühle ein markantes Wahrzeichen der Insel. Mit dem Bau des Hindenburgdammes verlor Munkmarsch 1927 seine Bedeutung als Tor zur Insel. Der Sylter Segler-Club baute den Hafen in mehreren Abschnitten zu einem Anlegepunkt für Freizeitskipper aus. In der ruhigen Bucht tummeln sich heute im Sommer gern die Surfer, die hier auf dem Brett die ersten Gehversuche wagen, zudem gibt es in der Nähe des Hafens eine Surf- und Segelschule. Munkmarsch ist ein idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge am Watt in Richtung Keitum oder Kampen.

Rantum

Weit hat man es in Rantum nie bis zum Meer. Nur 600 Meter trennen die Brandung im Westen vom stillen Wattenmeer im Osten. Zwischen den Meeren thronen die reetgedeckten Häuser auf den Kuppen der Dünen. Nördlich von Rantum befindet sich eines der artenreichsten Vogelschutzgebiete Deutschlands. Ornithologen aus dem ganzen Bundesgebiet reisen mittlerweile an, um die mehr als 180 Vogelarten zu beobachten, die im Rantum-Becken brüten oder rasten. In der Sylt-Quelle sprudelt aus bis zu 650 Metern Tiefe ein Wässerchen besonderer Reinheit hervor. Dass bei so viel Tiefgang auch kulturelle Höhenflüge möglich sind, ist Verdienst der Stiftung kunst:raum sylt quelle. Neben wechselnden Ausstellungen bereitet das nördlichste Kulturforum Deutschlands hochkarätigen Kabarettisten, Comedians und Musikern eine außergewöhnliche Bühne: beim legendären Meerkabarett sprudeln zwischen den Abfüllanlagen erfrischender Wortwitz und perlende Klangwelten.

Tinnum

Als Urlaubsort steht Tinnum vor allem bei Familien hoch im Kurs. Hervorragende Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern bieten die Tinnumer Wiesen, die sich bis hin zum Rantum-Becken erstrecken. Einen Ausflug wert sind der Tierpark mit seinen rund 400 einheimischen und fremdländischen Bewohnern sowie die Tinnumburg, ein Relikt aus vorchristlicher Zeit. Die kreisförmige Wallanlage inmitten der Tinnumer Wiesen wurde etwa in der Zeit um Christi Geburt errichtet. Die Tinnumburg misst im Durchmesser 120 Meter und in der Höhe acht Meter. Ihre Bedeutung ist ungewiss, möglicherweise wurde sie unter anderem als Kultstätte und Schlupfwinkel genutzt. Die Tinnumburg ist für Wanderer frei zugänglich.

Wenningstedt

Wenningstedt steht ebenfalls bei Familien hoch im Kurs. Ob als kleiner Bauherr am Strand oder als Clown im InselCircus – insbesondere die jüngsten Gäste kommen hier voll auf ihre Kosten. Das vielfältige Freizeitangebot Wenningstedts löst Begeisterung aus und die wird nicht selten von Generation zu Generation weitergegeben. Herzstück von Wenningstedt ist der idyllische Dorfteich, an dessen Ufer die Friesenkapelle thront. In den Sommermonaten schlägt der InselCircus seine Zelte in Wenningstedt auf und zaubert eine bunte Mischung aus Artistik, Entertainment und Gastronomie aus dem Hut. Spätestens dann, wenn der internationale Artistenpreis SOLyCIRCO vergeben wird, verwandelt sich Wenningstedt für ein Wochenende zum Monte Carlo des Nordens.

Westerland

Westerland ist die Inselmetropole mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Die Stadt am Meer ist nicht nur geografische Mitte – ihr Inselherz schlägt Tag und Nacht. Westerland vereint Lifestyle und Tradition, ist Gastgeber internationaler Sport-Events ebenso wie Ausrichter kultureller und kulinarischer Festivals. Nordseeleichte Lebenslust lässt sich im Strandkorb oder am Fun Beach ebenso genießen wir beim ausgedehnten Einkaufsbummel oder bei genussvollen Stunden in den zahlreichen Restaurants. Urlaubsfreuden gibt es hier für jeden Geschmack: im Aquarium den Haien gefahrlos eine lange Nase zeigen oder sich im Freizeitbad Sylter Welle bei jedem Wetter in die Brandung werfen – mit freiem Blick auf die Nordsee. Die zentrale Lage macht Westerland außerdem zum idealen Ausgangspunkt für Insel-Erkundungen.

Weitere Ziele


Hintergrund


Blick von der Uwe-Düne Richtung Süden
Karte von Sylt

Sylt (nordfriesisch: Söl, dänisch: Sild) ist mit ca. 99 km² Fläche die größte der Wattenmeer. Die Insel erstreckt sich über 38,5 Kilometer von Norden nach Süden und ist von Westen nach Osten zwischen 350 Meter und 12.600 Meter breit.

Vor rund 8.000 Jahren wurde die Insel Sylt vom Festland abgetrennt und ist heute zwischen acht und 20 km vom Festland entfernt. Seit dem 1. Juni 1927 verbindet allerdings der Hindenburgdamm die Insel direkt mit dem Festland.

Trotz ihrer geringen Größe von nicht einmal hundert Quadratkilometern begeistert Deutschlands nördlichste Insel mit seinen facettenreichen Natur- und Landschaftsformen: raue Brandung an der Westseite und stilles Wattenmeer im Osten, urwüchsige Dünen und grüne Deiche, blühende Heide und majestätische Kliffs. Jeder zweite der knapp hundert Quadratkilometer des kleinen Eilands steht unter Landschafts- und Naturschutz. Das Wattenmeer vor Sylt ist sogar UNESCO-Weltnaturerbe und gehört damit offziell zu den bedeutendsten Naturdenkmälern der Welt. Ganz im Norden der Insel, südlich des Ortes List, befinden sich zwei Wanderdünen, die bis zu 1.000 Meter lang und bis zu 35 Meter hoch sind. Die höchste natürliche Erhebung der Insel befindet sich jedoch südlich von Kampen, die Uwe-Düne bietet mit 52,5 Meter über NN einen gigantischen Ausblick über die Insel.

Anreise


Die Anreise nach Sylt kann mit dem Flugzeug, dem Auto oder per Bahn erfolgen. Ab Hamburg-Altona fahren Personenzüge der Deutschen Bahn und der Nord-Ostsee-Bahn fast stündlich Richtung Sylt.

Ab Niebüll befördert der Autozug SyltShuttle seine Passagiere in ihren Wagen sicher auf die Insel und nutzt dabei ebenso wie der Zug den Hindenburgdamm, der Sylt seit 1927 mit dem Festland verbindet und mit gut 35 Minuten Fahrtzeit den einzigen Landweg auf die Insel darstellt. Zustzlich bietet sich ebenfalls nur die Fahrt bis Niebüll und eine anschließende Nutzung der Nord-Ostsee-Bahn an, um auf die Insel zu gelangen. In Niebüll kann man für 5,50 €/Tag gegenüber dem Bahnhof im Parkhaus das Auto abstellen und für ca. 7 € per Bahn bis Westerland fahren. Klanxbüll ist noch eine Station näher an Sylt, bietet aber weniger Komfort beim Parken.

Alternativ zur Bahn und zum SyltShuttle besteht die Möglichkeit, die Syltfähre zu nutzen. Der SyltExpress der Rømø-Sylt Linie verbindet bis zu sieben Mal täglich den Lister Hafen im Sylter Norden mit dem dänischen Hafen Havneby.

Mobilität


Die Linienbusse der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) verbinden alle Inselorte miteinander. Spezielle Vorrichtungen am Heck der Busse ermöglichen zudem den Transport von Fahrrädern - sollte einem bei einer Radtour die Puste ausgehen. Innerhalb Westerlands verkehren außerdem Stadtbusse. Die Busse verkehren ca. im 20 Minutentakt.

Die Sylter Verkehrsgesellschaft bietet zudem große und kleine Inselrundfahrten mit fachkundiger Führung an. Die kleine zweistündige Rundfahrt startet am Bahnhof Westerland und fürht Richtung Norden durch Wenningstedt und Kampen, vorbei an den Wanderdünen bis List. Nach einem kurzen Stopp im Hafen geht es zurück nach Westerland über Braderup, Munkmarsch, Keitum und Tinnum. Auf der großen dreistündigen Rundfahrt geht es weiter in den Inselsüden nach Rantum und Hörnum. Die Touren starten täglich jeweils um 11:00 Uhr (kleine Inselrundfahrt) und 14:00 Uhr (große Inselrundfahrt).

Für den, der flexibel auf eigene Faust die Insel erkunden möchte und ohne Auto angereist ist, gibt es auf Sylt zahlreiche Autovermietungen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Modelle.

Sehenswürdigkeiten


Ellenbogen

Die schmale Halbinsel, liegt nördlich von List und ist Privatland (KFZ-Fahrer zahlen Maut). Der Ellenbogen ist Natur- und Vogelschutzgebiet. Hier gibt es eine weite Dünenlandschaft zu entdecken. Das Baden ist aufgrund gefährlicher Strömungen übrigens nicht gestattet. Am Nordstrand des westlichen Ellenbogens steht man quasi auf der „Nordspitze“ von Deutschland.

Wanderdünen des Listlandes

Die letzten Wanderdünen Deutschlands wandern durchschnittlich sechs, in manchen Jahren bis zu zehn, Meter Richtung Osten. Dem Dichter Gerhart Hauptmann erschienen sie "wie Gletscher eines Hochgebirges". Aus Naturschutzgründen ist das Betreten verboten. Solche Dünen begruben Alt-Rantum und -List unter sich, heute sind die drei im Listland als einzige nicht bepflanzt und stehen unter Naturschutz.

Erlebniszentrum Naturgewalten

Die beliebte Anlaufstelle am Lister Hafen – das Erlebniszentrum Naturgewalten, eine interaktive Ausstellung für die ganze Familie. Auf 1.500 qm Ausstellungsfläche und 800 qm Außenanlage werden die Themen „Kräfte der Nordsee“, „Leben mit Naturgewalten“ und „Wetter, Klima, Klimaforschung“ dargestellt und spürbar gemacht. Die Besucher können selbst Wellen erzeugen, das Weltklima aus Sicht eines Astronauten betrachten oder sich im Sturmraum gegen den Wind stemmen. Neu sind das Seetierbecken im Außenbereich, Kinder- und Jugendexponate und eine Hörspur für Kinder.

Altfriesisches Haus (Keitum)

Das Haus wurde 1739 als Bauernhaus errichtet. Im Jahre 1907 wurde es dann zum Museum für Alt-Sylter Wohnkultur umgestaltet. Stichwort: "So lebten die alten Friesen."

Sylter Heimatmuseum (Keitum)

Das Sylter Heimatmuseum stellt die Inselgeschichte bis um ca. 1850 dar. Eine Dauerausstellung bietet Einblicke in die Geschichte der Sylter Seefahrt, zeigt traditionelle Trachten und Schmuck, Geschirr und Hausrat und informiert über die Archäologie und Geologie der Insel.

Denghoog

Ein über 5.000 Jahre altes begehbares Großsteingrab in Wenningstedt, das als Sippen- oder Familiengrab angelegt wurde. Zwölf Findlinge tragen drei wuchtige Deckensteine, der schwerste wiegt etwa 20 Tonnen. Entdeckt wurde das Grab 1868. Die Grabfunde wie Gefäße, Beile und Bernsteinperlen werden in Schloß Gottorf in Schleswig aufbewahrt, Kopien sind im Heimatmuseum Keitum zu sehen. Der Denghoog gilt als das besterhaltene steinzeitliche Ganggrab des Landes .

Kliffs

Spektakuläre Aus- und Anblicke bieten die Kliffs der Insel. Obwohl man bei dem Namen an Felsen denken könnte, handelt es sich hierbei um Steilküsten (friesisch: „Klef“), die die Brandung seit rund 9.000 Jahren aus einem Höhenzug gespült hat. Beliebtestes Fotomotiv unter den Steilküsten ist das fünf Kilometer lange „Rote Kliff“ , das zwischen Wenningstedt und Kampen auf knapp 30 Meter ansteigt und bei untergehender Sonne verrät, woher es seinen Namen hat. Lieblingsort der Geologen ist das Morsum-Kliff. Hier sieht man zehn Millionen Jahre Erdgeschichte auf ein paar Quadratkilometer komprimiert (Tipp: geologische Führung mitmachen!). Zwischen Munkmarsch und Braderup leuchtet das „Weiße Kliff“, in Keitum führt der Wattspaziergang am „Grünen Kliff“ vorbei.

Vogelkoje

1767 legten Sylter die Kampener Vogelkoje nach dem Vorbild holländischer Entenfanganlagen an. Allein zwischen 1809 und 1921 ließen fast 700.000 Enten dort ihr Leben. Sie wurden durch einen Teich in einem Wäldchen zur Rast verleitet, dann durch eng zulaufende, eingezäunte Wasserkanäle ins Netz gelockt. Seit 1935 steht die Vogelkoje unter Naturschutz. Die Fanganlage und ein Lehrpfad sowie die rekonstruierten Wärterhäuser mit Ausstellungen sind zu besichtigen.

Uwe-Düne

Beachtliche 52 m über der Nordsee steht man auf der Plattform der höchsten natürlichen Erhebung der Insel, der Uwe-Düne. Vom Ende der Kurhausstraße in Kampen führt ein Fußweg zum Fuß der Düne. Nun sind noch 109 Stufen der Holztreppe zu überwinden bis zu einem grandiosen Blick, bei klarer Sicht über ganz Sylt.

Braderuper Heide

Die Hälfte der Heidefläche des ganzen Landes Schleswig-Holstein befindet sich auf Sylt. Mit knapp 140 ha ist das Naturschutzgebiet Braderuper Heide die größte der insularen Heiden. Die im Spätsommer lila blühende Besenheide (Calluna vulgaris) ist harakteristisch für diese Landschaft, die 2.500 Tierarten Lebensraum bietet. Was aussieht und riecht wie Natur pur, ist tatsächlich eine Kulturlandschaft, ein Entwicklungsstadium zwischen der Rodung von Wäldern und neuem Bewuchs durch Birken, Eichen oder Buchen. Vom Naturzentrum Braderup aus bietet die Naturschutzgemeinschaft Sylt Führungen unter anderem durch die Heide an, dort gibt es außerdem eine neu konzipierte Ausstellung zum Lebensraum Insel und einen Kräutergarten zu entdecken.

Rantum-Becken

1936/37 wurden zwischen Tinnum und Rantum mit einem mehr als fünf Kilometer langen Damm über 560 Hektar Watt eingedeicht, um einen Wasserflugplatz anzulegen, der aber kaum je genutzt wurde. Das Gebilde von Menschenhand lieben heute neben Radlern und Wanderern vor allem Fauna und Flora: Seit das Becken 1962 unter Naturschutz gestellt wurde, entwickelte es sich zu einem artenreichen Brut- und Rastgebiet für Vögel.

Wattenmeer

Sylt liegt mitten im Schutzstation Wattenmeer in Hörnum, das zudem auch den Titel UNESCO-Weltnaturerbe trägt. Der Lebensraum wird bestimmt vom Wechsel der Gezeiten, vom salzigen Wasser der Nordsee und von starkem Wind. Diese besonderen Bedingungen haben quasi „Experten“ herangezüchtet, wie den Queller, eine Pflanze, die auf den häufig überfluteten Salzwiesen der Insel-Ostseite wächst, oder den Wattwurm, der von organischen Stoffen im Sand des Wattbodens lebt. Zudem ist das Watt Brut und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten. Westlich von Sylt bietet das Kleinwalschutzgebiet als Teil des Nationalparks den Schweinswalen Ruhe zu Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen. Ihre dreieckigen Rückenflossen kann man mit etwas Glück an ruhigen Abenden vom Strand aus sehen. Von der Wattwanderung über die Schiffstour mit Erklärung des Seegetiers bis zur vogelkundlichen Führung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, diesen einzigartigen Naturraum zu erkunden. Auskunft geben die Tourismus-Services des jeweiligen Ortes. Gute Anlaufstellen sind die Häuser des Vereins „Schutzstation Wattenmeer“, der Teile des Nationalparks betreut. Das größte ist das Kuno-Ehlfeldt-Haus, in dem sich u.a. eine für Kinder konzipierte Ausstellung und Aquarien befinden (Schutzstation Wattenmeer in Hörnum).

Hörnum Odde

Bei einem Spaziergang um die Südspitze der Insel, möglichst bei Niedrigwasser, erlebt man beide Strand-Gesichter Sylts innerhalb einer guten Stunde: das Sanfte der Ostseite und das Wilde der offenen See im Westen. Hier wird aber auch die empfindlichste Stelle der Insel offenbar. Strömung und Sturmfluten nagen an der Hörnum-Odde. Noch vor etwa 15 Jahren dauerte die Wanderung gute drei Stunden.

Kirchen

  • Schon vom Hindenburgdamm aus sichtbar ist die Keitumer Kirche St. Severin, ein Sylter Wahrzeichen und ein besonderer Ort. Der älteste Teil, die Apsis, stammt wohl aus dem 12. Jahrhundert (Führung donnerstags 17 Uhr).
  • Die Schwesterkirche St. Martin in Morsum hat statt eines Turms einen hölzernen Glockenstapel (Führung im Sommer donnerstags 14 Uhr). Die Dorfkirche St. Niels, versteckt im alten Teil Westerlands am Kirchenweg gelegen, stammt von 1635.
  • Die weiße Segelkirche St. Thomas in Hörnum von 1969/70 ist jüngstes kirchliches Baudenkmal Schleswig-Holsteins. Musikgenuss

In den Sylter Kirchen gibt es außerdem Musikgenuss auf höchstem Niveau zu erleben, wöchentlich zum Beispiel bei den Mittwochskonzerten in St. Severin in Keitum, immer sonntags in der Westerländer Stadtkirche St. Nicolai. Auch in anderen Sylter Kirchen wird vor allem während der Sommersaison Musik gemacht.

Tinnumburg

Die Geschichte der Wallanlage in den Tinnumer Wiesen liegt im Dunkel der Historie. Vermutlich war der Ring mit einem Durchmesser von 120 Metern schon im 1. Jahrhundert ein Heiligtum, das später, während der Wikingerzeit etwa im 8. bis 10. Jahrhundert, als Befestigung für Häuser im Innern diente. Aus diesen Jahren stammt der heute sichtbare Wall mit etwa sieben Metern Höhe.

Aktivitäten und Ausflüge


  • Biike - Am Abend des 21. Februars findet das Biikebrennen statt. Das friesische Volksfest, dessen Brauchtum wahrscheinlich mythischen Ursprungs ist, wird überall in Nordfriesland begangen. Die Flammen sollen traditionell den Winter vertreiben und die Sylter Seefahrer, die es wieder auf die See hinaustreibt, verabschieden. Der Winter ist vertrieben, wenn etwa eine Stunden nach dem Entzünden des großen Holzstapels die Tonne, die inmitten der Biike auf einem Pfahl thront, in die Flammen stürzt. Einen ähnlichen Brauch (Pers Awten) gibt es auch in Dänemark. Auf Sylt wird zum Abbrennen der Biike die Inselhymne Üs Söl\'ring Lön gesungen.

Baden

  • FKK - Sylt blickt auf eine lange FKK-Tradition zurück. Auch in der Gegenwart ist die Insel ein erstrangiger Anzugspunkt für Nudisten und Naturisten. Jeder Ort hat mindestes einen FKK-Strand bzw. -Strandabschnitt. Beliebt sind z.B. die Strände "Sansibar" und "Samoa" in Rantum oder "Oase zur Sonne" in Westerland (in den Dünen um den letztgenannten Strand hat die Gay-Szene ihre Bastion). Auch an "normalen" Stränden sind nicht selten unbekleidete Badegäste und Sonnenanbeter anzutreffen.

Aktuelle Wassertemperaturen siehe Abschnitt [1]

  • Freizeitbad Sylter Welle, [1] - Auf Sylt gibt es nicht nur viele gute Badestrände. In der kalten Jahreszeit (und darüber hinaus) bietet das Freizeitbad "Sylter Welle" (Westerland) eine "nordseenahe" Alternative für Badefans. Hauptattraktion ist das mit Nordseewasser gefüllte Wellenbecken. Eine spezielle Wellenmaschine simuliert hier die Flut.

Ansonsten gibt es vieles, was man von einem erstklassigen Freizeitbad erwartet: Beheiztes Außenbecken, Sprudelbecken, Massagebecken, Kinder-Planschbecken, Wasserspiele und eine lange Wasserrutsche. Ferner wird eine gute Saunalandschaft geboten (finnische Saunen, eine Dampfsauna und eine Blockhaussauna mit Meeresblick).

Radfahren

Auf der Insel gibt es gute Radwandermöglichkeiten. Die Trasse der ehem. Inselbahn (in Richtung Westerland-List bzw. Westerland-Hörmun) wurde auf großen Teilen in ein Radwanderweg verwandelt. Entlang der stark befahrenen Straßen gibt es fast flächendeckend Radwege. Wer ruhige Wege etwas abseits des Touristenrummels sucht, wird auf Sylt-Ost fündig.

Wandern

Surfen

Segeln

Klarkommen


Kurabgabe

Die Kurabgabe beträgt je nach Gemeinde auf Sylt zwischen 2,50 € und 3,60 € in der Hauptsaison sowie zwischen 1,00 € und 1,60 € in der Nebensaison. Die Preise gelten pro Person und Tag, wobei Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre von der Kurabgabe befreit sind.

Gesund bleiben

Einkaufen

Lernen und Studieren

Feiertage

Klima

Das Klima auf Sylt wird vorrangig durch atlantische Luftmassen aus west/ nord-westlicher Richtung geprägt. Im Sommer ist es wegen der ständig wehenden steifen Brise nur selten drückend-schwül, im Winter werden relativ selten Temperaturen unter den Gefrierpunkt erreicht. Ein weiterer Effekt dieser Windverhältnisse ist, dass es im Vergleich zum Festland auf Sylt weniger Wolken und Regentage gibt. Die Gesamt-Niederschlagsmenge beträgt im Jahr rund 745 mm. Entsprechend ist die Zahl der Sonnenstunden verhältnismässig hoch (etwa 1750 im Jahr).

Der Seewind ist zudem, dank der starken Brandung, mit dem sogenannten Meeresaerosol durchsetzt (einer Art "Sprühregen"), das zahlreiche gesunde Meeressalze und Spurenelemente enthält. Diese gelangen über die Atmung in den menschlichen Organismus. Darüber hinaus ist die Luft auf Sylt deutlich sauberer als auf dem Festland (wenig Staub und Pollen.)

Die Verbindung von Meeresaerosol, Temperatur, Wind und UV-Strahlung schafft das nordseetypische gesunde Reizklima. Krankheiten wie Asthma und Bronchitis, aber auch Rheuma sowie Akne, Ekzeme und Schuppenflechte, können unter diesen Bedingungen gelindert werden. Für Urlauber empfehlen sich unter anderem ausgiebige Spaziergänge am Flutsaum. Aus heilklimatischer Sicht ist gerade die kältere Jahreszeit ein optimaler Reisezeitpunkt.

Sicherheit

Küche

Die Sylter Gastronomie bietet natürlich das breite Spektrum nordseetypischer Fischgerichte. Zu den eher syltspezifischen Spezialitäten gehören Austern- und Lammfleischrezepte (z.B. "gebackene Austern mit Champagnerkraut", "Meeräsche mit Austernbernaise" "Karrée vom Sylter Deichlamm mit Toskanakartoffeln"). Neben einer entwickelten Schafzucht befindet sich auf Sylt (List) übrigens die einzige Austernzucht Deutschlands. Erfreulich: Die Sylter Austern sind auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich.

Günstig

Solide bürgerliche Küche. Steinbeißerfilet oder gebrate Muscheln im Pfännchen findet man ebenso auf der Karte wie ein halbes Hähnchen mit Pommes. Auf Anfrage gibt es spezielle Menüs, oft werden "Spezialitätenwochen" durchgeführt. Weil das Restaurant preiswert ist, finden sich unter den Gästen viele Urlauber vom nahegelegen Campingplatz.

Sprache

Auf Sylt wird neben Hochdeutsch, auch Plattdeutsch, Dänisch und vor allem das Sylter Nordfriesisch (Sölring) gesprochen. Sölring bezeichnet genauer einen Dialekt des Friesischen. Die Sylter Sprache hat mehrere Väter: Im Laufe von tausend Jahren vermengten sich Altfriesisch, Dänisch, Englisch und Holländisch. Durch den Einzug des Hoch- und Plattdeutschen wurde das Sölring jedoch zunehmend verdrängt. Das bedeutet, dass die Kenntnis des Sylter Friesischen, bedingt durch starke Zuwanderung aus anderen Teilen Deutschlands, in den letzten Jahrzehnten massiv abgenommen hat. In einigen Sylter Kindergärten und Grundschulen werden die Jüngsten heute wieder an die Heimatsprache herangeführt. Im Norden der Insel in List wurde früher auch Sønderjysk (Plattdänisch) gesprochen.

Post und Telekommunikation

Ausgehen & Nachtleben

Literatur

  • Kompass Wander- und Bikekarte 701 "Insel Sylt", Maßstab 1:40000, 7,50 EUR, www.kompass.at, die Karte enthält auch alle Ortspläne der Insel mit den entsprechenden Straßenverzeichnissen, siehe auch www.kompass.at
  • NATÜRLICH SYLT. Der Natur-Erlebnisführer von Lothar Koch, 22,90 EUR, [2], weitere Informationen: http://www.natuerlich-sylt.com

Unterkunft

Wir empfehlen dir, deine Unterkunft auf Booking.com zu buchen. Günstige Preise und ein guter Service sagen die UNDERWAYGS Mitglieder

So gehts weiter


weites Land: Blick über die Bucht "Königshafen" zur Ellenbogenspitze am Horizont.
  • Ellenbogenspitze - Der Lister Ellenbogen (friesisch: Alemböög) auf Sylt ist Deutschlands nördlichste Landspitze. Das weitläufige Dünengebiet steht unter Naturschutz und befindet sich in Privatbesitz. Es kann zu Fuß, per Rad und mit dem Auto besucht werden (auf kostenpflichtiger Mautstraße).
Zwei Leuchttürme (West- und Ostturm) warnen die Schifffahrt vor der gefährlichen Küste. An der Küste gibt es viele tückische Strömungen, die für Badende gefährlich sind (daher Badeverbot). Aufgrund des Badeverbots können die Seehunde hier sehr nah an der Küste beobachtet werden.

Weblinks


WebCams

  • sylt.de bietet eine Zusammenstellung verschiedenster Webcams: sylt.de
  • 8 WebCams von der Insel sind auf der Seite www.sylt-wetter.de zu finden.
  • Panorama-Webcam am Hauptstrand von Westerland gastgeber-sylt.de.
  • Sylt-tv.com bietet mehrere Webcams der ganzen Insel an [2].

Autoren und Lizenz


 

 

UNDERWAYGS
Reisen
Reisen
Orte
Orte
Ratgeber
Blog
Community
Freunde
Events
Über
Nach oben scrollen